Die deutsche Wirtschaft hat erneut ein Eigentor geschossen. Durch die von ihr geschaltete Anzeige hat sie die Diskussion um die Abschaltung von Kernkraftwerken bundesweit in die Bevölkerung getragen – eine Bevölkerung, die mehrheitlich die Weiterführung der Energiegewinnung aus Kernkraft ablehnt. Damit manifestiert die Wirtschaft gleichzeitig, dass sie sich ignorant über die Bevölkerung und auch über große Teile der Politik hinwegsetzen will und lässt immer mehr erkennen, wer in Deutschland eigentlich Politik macht!
Wir haben zwar Parlamente, aber dort sitzen immer mehr Statisten, denen durch überbezahlung und de facto eigens geschaffener Unkündbarkeit, ein feudales Leben garantiert wird. Um nun zum eigentlichen Thema zurückzukommen, kann man Folgendes erkennen: Die deutschen Energielieferanten, die Kernkraftwerke besitzen, machen hohe Gewinne, da die Kraftwerke inzwischen steuerlich abgeschrieben sind. Die diversen Störfälle der letzten Jahre werden sich zukünftig häufen, da man möglichst auch keine großen Investitionen zur Renovierung einsetzen möchte. Dabei tröstet man sich selbst, indem man sich auf die doch mögliche frühere Abschaltung beruft.
Doch des Pudels Kern ist ein ganz anderer.
Bei einer Abschaltung kommen immense Kosten auf die Betreiber zu. Diese Kosten würden die hohen Gewinne nicht nur wieder auffressen, sondern die Ausgaben würden sogar noch steigen. Bei einer Demontage, die heutzutage erkanntermaßen kostenintensiver ist als ein Neubau, muss zuerst an die Endlagerung der Brennstäbe gesorgt werden – jedoch wohin damit?
Man könnte die Stäbe auf Schiffe verladen und zu dem übrigen, schon vorhandenen Abfall in die Tiefsee versenken. Dabei könnten uns die Russen helfen, die damit schon ihre Erfahrungen gesammelt haben.
Nun hätte ich dafür einen Vorschlag, der mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen würde, wie man volkstümlich formulieren könnte: Die Brennstäbe werden in handliche Stücke geschnitten. Dann werden sie mit einem Geschenkband versehen und an jeden der bundesdeutschen 18 Mio. Rentner versandt. Das sorgt nicht nur für eine geringere Strahlung durch die breite Flächenverteilung, es garantiert gleichzeitig die geringere Lebenszeit der Beschenkten. Dass dabei auch Parlamentarier getroffen werden könnten, kann als Kollateralschaden abgetan werden. Mit solchen Schäden kennen sich die dann übrigbleibenden Parlamentarier seit Afghanistan bestens aus.
Danach kann man auch Blüm wieder aktivieren und dessen Allgemeinplätze beziehungsreich, als Wort zum Sonntag, AUSSTRAHLEN.
Nun stimmen auch die Altersverhältnisse wieder und die jüngere Generation kann endlich ihre Vorstellungen verwirklichen. Sie müsste allerdings wieder ganz von vorn anfangen, da ihnen die Erfahrungen ihrer Vorgänger schlagartig und unwiederbringlich verloren gegangen sind.
Leider ist mir der Buchstabe “t”, im Worte Entsorgung in der überschrift, abhanden gekommen. Möglicherweise hatte ich mich schon verstrahlt!