Wer kann noch lauter trommeln?

Die ehemaligen SPD-Mitglieder, die sich der Partei Die Linke zugewandt hatten, erhalten immer mehr die Bestätigung, damit recht gehabt zu haben. Die SPD eines Kurt Schuhmacher oder Erich Ollenhauer existiert schon lange nicht mehr. Sie hat buchstäblich abgewirtschaftet mit ihren ständigen Eiertänzen und dem unbedingten Streben nach der “Mitte”, nach

SPD TrommlerDie ehemaligen SPD-Mitglieder, die sich der Partei Die Linke zugewandt hatten, erhalten immer mehr die Bestätigung, damit recht gehabt zu haben. Die SPD eines Kurt Schuhmacher oder Erich Ollenhauer existiert schon lange nicht mehr. Sie hat buchstäblich abgewirtschaftet mit ihren ständigen Eiertänzen und dem unbedingten Streben nach der “Mitte”, nach der auch gleichzeitig CDU und FDP streben.

Leider vergessen alle Parteien, dass die Mitte auch als Zentrum bezeichnet wird und was sich in den 30er Jahren, aber auch nach Kriegsende im “Zentrum” tummelte, haben wir alle noch in schlechtester Erinnerung.

Dass die SPD wegen ihrer derzeitigen schlechten Bewertung erneut versucht mit der Mitleidmasche zu punkten, ist nun wirklich das Allerletzte, um nicht noch drastischere Worte zu gebrauchen.

Die Krankheit der Ehefrau Steinmeier ist wirklich bedauernswert und ohne sich dem Zynismusverdacht auszusetzen, es geht vielen tausend Anderen ebenso. Eine große Zahl von diesen besitzt nicht die geringste Chance, eine Operation zu erhalten. Dabei sind die Gründe, die versicherungstechnisch und finanziell nicht machbar sind, ein Teil der ehemaligen SPD-Regierungspolitik.

Dass aber die privaten Probleme von führenden SPD-Mitgliedern so deutlich und publikumswirksam in die Öffentlichkeit transportiert werden, kann man fast schon als ekelhaft bezeichnen. Das war damals beim bedauernswerten Tode der Ehefrau von Müntefering beinahe ebenso. Es ist höchst anerkennenswert, dass Frau Steinmeier mangels passender Spenderniere eine ihres Mannes transplantiert bekommt, aber in einer intakten Ehe wäre das doch der Normalzustand.

Dass nun sogar eine Pressekonferenz darüber einberufen wurde und Steinmeier schon unterschwellig erwartet, dass ihm nach Rückkehr im Oktober der rote Teppich ausgerollt wird, lässt doch den nachdenklichen (!) Journalisten erkennen, dass hier hauptsächlich medienwirksam getrommelt wird.

Andere Politiker waren schon in ähnlichen Situationen, Herr Steinmeier; die aber haben ihr Privatleben im Stillen gehalten. Im Höchstfalle hat deren Pressesprecher eine Notiz herausgegeben. So unterscheidet sich der “Herr” vom “Herrmann”!

Wenn Sie dann wieder im Amte sind, Herr Steinmeier, wird sich die Presse für die unverstandene Frau, oder wie sie auch heißt, die “Yellow Press”, ihrer Geschichte doch noch ausführlich annehmen. Das wissen Sie und es müsste Ihnen doch eigentlich genügen, Herr Steinmeier!

Kommentare

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  1. So ist es. Seit Jahren versuche ich, die Erklärung über die Organspendenbereitschaft auf die neue Gesundheitskarte zu bringen.

    S. http://www.readers-edition.de/2006/06/07/elektronische-gesundheitskarte-ohne-erklaerung-der-bereitschaft-zur-organspende

    Als Horst Seehofer noch Gesundheitsminister war, hat er mir geschrieben, dass er sich in der Kommission über die Gestaltung der Karte dafür einsetzen werde. Dann wurde er ausgewechselt. Frau Aigner erklärte ebenfalls, dass es sinnvoll sei, den Hinweis auf eine Organspendenbereitschaft auf der Karte zu vermerken.

    Ich zweifel nicht, dass die Firmen, die Dialysegeräte herstellen, gegen diesen Fortschritt heimlich Sturm gelaufen sind. Die Politik dient längst nicht mehr den Interessen der Allgemeinheit!