Der Hartz-IV-Supermarkt

Wenn sich der Steuerzahler fragt, wohin sein Geld unter anderem fließt und sich wieder einmal, aufgehetzt von Mainstream-Medien, über Hartz-IV-Betroffene aufregt, sollte sich dieses hier einmal zu Gemüte führen. Im Hamburger Stadtteil Steilshoop steht eine Lagerhalle und in dieser hat man einen “Hartz-IV-Supermarkt” eingerichtet. Nicht etwa, damit sich dort Hartz-IV-Betroffene

Wenn sich der Steuerzahler fragt, wohin sein Geld unter anderem fließt und sich wieder einmal, aufgehetzt von Mainstream-Medien, über Hartz-IV-Betroffene aufregt, sollte sich dieses hier einmal zu Gemüte führen.

Im Hamburger Stadtteil Steilshoop steht eine Lagerhalle und in dieser hat man einen “Hartz-IV-Supermarkt” eingerichtet. Nicht etwa, damit sich dort Hartz-IV-Betroffene günstig mit Lebensmitteln versorgen können. Mitnichten. Der Käse ist aus Plastik, in den Zigarettenpackungen steckt Papier und auch die Eier sind Attrappen.

Dieser Supermarkt nennt sich zudem noch “Real-Life-Markt”. Man beachte auch die Schreibweise. Richtig müßte es heißen “Real-Life-Market”, aber “Denglisch” sind wir ja schon mittlerweile gewöhnt und das soll hier auch nicht der Schwerpunkt sein.

Im Flur dieses “Real-Life-Markts” hängen zwei graue Plastikregister, darin stecken Stechkarten, rechts steht “Kommen”, links “Feierabend”. Die Belegschaft arbeitet im Schichtdienst, von 8 bis 17 und von 11 bis 22 Uhr. Einmal im Monat wird auch am Samstag gearbeitet. “Wir wollen die Teilnehmer wieder an einen arbeitsorientierten Rhythmus gewöhnen”, erklärt Projektleiterin Ulrike Kügler. Die außergewöhnliche Maßnahme dauert sechs bis neun Monate, zugelassen ist jeder Hartz-IV-Empfänger, der lesen und schreiben kann.

Das Geld in den Kassen ist auch Attrappe (ist ok, kann ich verstehen). Unter den 80.000 Euro ist auch falsches Spielgeld, zur Schulung. Selbst Ladendiebstahl wird simuliert, die Kassierer sollen Wachsamkeit lernen (Ausbildung zum Blockwart?). Demnächst kommt sogar ein Ladendetektiv.

Diesen Irrsinn, im Beamtendeutsch “Bildungsmaßnahme” genannt, gibt es seit Oktober letzten Jahres als gemeinsame Aktion von TüV Nord, dem Einzelhandelsverband und der ARGE Hamburg. “Wir können die Situation in der Praxis sehr genau abbilden”, sagt Frau Kügler. Im ersten übungssupermarkt Deutschlands lernen derzeit 85 Hartz-IV-Empfänger den Warenfluss kennen, vom Lager über Verwaltung bis zum Verkauf. Das Projekt ist für zunächst zwei Jahre geplant, zehn Teilnehmer wurden bereits vermittelt.

Es braucht also niemand mehr zwei Jahre lang Verkäufer bzw. drei Jahre lang Einzelhandelskaufmann zu lernen, denn es reicht vollkommen aus, sechs Monate Kaufladen zu spielen und man wird sofort in Vollzeit eingestellt. Die frisch Ausgebildeten, die irgendwo nicht übernommen wurden, sind dann die nächsten, die Kaufladen spielen dürfen.

Und da es ja als Beamtin nicht ihr Steuergeld ist, welches da verprasst wird, plant Frau Kügler ständig Neues, bald gibt es rote Uniform-Westen und EC-Geräte an den Kassen. Sie trägt eine graue Hornbrille und ein buntes Halstuch. Sie ist ausgebildete Pädagogin, eine strenge Lehrerin (Wieder ein Fall von Lehrer, der sich in einer richtigen Schule nicht durchsetzen konnte). Und da Hartz-IV-Empfänger ja bekanntermaßen dumm sind und Führung brauchen beschäftigt diese Maßnahme neben der Projektleiterin noch weitere fünf Lehrer und sechs Sozialpädagogen und in der Verwaltung arbeiten weitere zwei Personen.

über die Kosten, welche diese Maßnahme an Steuergeldern der arbeitenden Bevölkerung verschlingt, schweigt die Projektleiterin. Sie sagt nur: “Wir sind hier nicht der billige Jakob”.

(K. Fischer ist Co-Autor auf www.schnakenhascher.de)

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  1. Zum Feierabend versammeln sich am Hintereingang die organisierten Balkanstrukturen und suchen sich unter den Auszubildenden durch Gespräche, die Labilsten aus. Dann werden diese rekrutiert, um mit ihrer nun genauen Kenntnis der Arbeitsabläufe, später die echten Märkte zu bestehlen. Das Diebesgut wird dann an die “Organisation” gegen eine geringe Provision abgegeben; da die organisierte Kriminalität in Deutschland schon bis in die Strukturen der “Macht” eingedrungen ist, werden sicherlich für die Provisionen bald echte Quittungen ausgestellt werden, die dann steuerlich auch noch geltend gemacht werden können!