Aus nach dem Bachelor? Studierende klagen über unfreiwilliges Studienende
Der “Bachelor” als erster Abschluss, draufgesattelt und weiterführend dann der “Master”. So sollen sie bald äußerlich einheitlich aussehen, die Studiengäge im EU-Europa. Doch mittlerweile sind die ersten Studierenden erfolgreich über die erste Etappe gestiegen – und jetzt soll unfreiwillig Schluss sein. Keine Zulassung zum Master-Studium trotz erfolgreichem Abschluss – so heißt es immer öfter. Das heißt auch: keine wissenschaftliche Laufbahn und zweifelhafte Chancen auf einem Arbeitsmarkt, auf den viele jetzt noch gar nicht wollten. Und die Versprechen sahen bei Einführung der neuen Regeln auch durchaus anders aus.
(Quelle: WDR5)
Nun hat zum Beispiel eine Uni in NRW von ihren zum Bachelor ausgebildeten BWL-Abgängern, Bewerbungen von ca. 1000 Studenten zur Weiterführung zum Master erhalten. Die Uni stellt jedoch nur 225 Plätze zur Verfügung und hat daher die Messlatte hoch gelegt; so liegt der NC bei 1,9.
Die Gründe für diese Beschränkung liegen im Dunkeln; jedoch nach all den abstrusen Entscheidungen bundesdeutscher Kultusminister (Ernannt durch Regierungschef, aber nicht Basisgewählt!) muss man immer mehr zu der überzeugung gelangen, neben einer schlechten Grundschulausbildung will man zukünftig auch die Intelligenz von oben beschneiden.
Besonders bei dem BWL-Master-Abgängern müsste man befürchten, der Durchblick gegen das von der Regierung unterstütze Finanzgebaren der Banken und der Wirtschaft könne zum Allgemeingut werden und die politischen Nachrücker könnten Opposition betreiben. Oder sogar mit ihrer exzellenten Masterausbildung auf Schlüsselpositionen sitzend, die Gewinn- und Verlustrechnungen, wenn nicht sogar Bilanzen, von Regierungsmitgliedern einsehen und ihre zukünftige politische Haltung darauf einrichten. Was natürlich möglicherweise in beide Richtungen zeigen könnte, wenn es zur Hamlet Frage kommt.
Ob ich das noch miterleben werde, was Orwell und Huxley einst beschrieben hatten und keine Utopie mehr ist, wird von der schleichenden Rentenkürzung abhängig sein, deren Umstände mich eines Tages, wie viele andere zuvor schon, dann endgültig dahingerafft haben. Wenn dann die neue Zeitrechnung beginnt, wird auch aus sämtlichen Annalen alles, was im Jahre 0001 vor Merkel war, gelöscht sein.
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