Regnerischer August mit Kälterekorden

Dieser August wird als feuchtester seit 130 Jahren im Gedächtnis der Meteorologen hängen bleiben, inklusive der ersten Schneeflocken auf dem Feldberg im Schwarzwald bei rund einem Grad Celsius. Kälterekorde wurden auch auf der Zugspitze, dem Brocken im Harz und auf der Wasserkuppe in der Rhön gemessen. 1,8 Grad haben die

Dieser August wird als feuchtester seit 130 Jahren im Gedächtnis der Meteorologen hängen bleiben, inklusive der ersten Schneeflocken auf dem Feldberg im Schwarzwald bei rund einem Grad Celsius. Kälterekorde wurden auch auf der Zugspitze, dem Brocken im Harz und auf der Wasserkuppe in der Rhön gemessen.

1,8 Grad haben die Thermometer am Montagmorgen auf Hessens höchstem Berg – der Wasserkuppe – angezeigt. Wie der Wetterdienst Meteomedia berichtete, wurde damit der bisherige Kälterekord für diesen Monat von 2,9 Grad am 27. August 1978 deutlich unterboten. Ein weiteres Extremwetterereignis, welches so gar nicht zu den Prognosen der Klimaforscher passt. Diese prophezeien vor allem eins, wärmere und trockenere Sommermonate.

Zumindest der August 2010 zeigte sich davon unbeeindruckt und war nicht nur deutlich zu nass, sondern auch nur durchschnittlich temperiert. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 haben die Wissenschaftler des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nie so große Niederschlagsmengen gemessen wie in diesem Jahr. Im bundesweiten Durchschnitt brachte der August rund 157 Liter Regen pro Quadratmeter. Das ist mehr als doppelt so viel wie das vieljährige Mittel (77 Liter pro Quadratmeter). Damit überbot er den bisher nassesten August: 1960 kamen pro Quadratmeter 134 Liter Wasser herunter. Die Temperaturen wichen hingegen kaum vom langjährigen Mittel ab. Im August 2010 registrierte der DWD mit durchschnittlich 16,7 Grad Celsius in Deutschland nur eine geringe Abweichung vom langjährigen Mittel von 16,5 Grad Celsius.

Auch die ersten acht Monate des Jahres präsentieren sich eher durchschnittlich. Der langjährige Mittelwert der Monate Januar bis August liegt bei 9°C, aktuell liegen wir ebenfalls dort. Seit 2007 ist in Deutschland kein weiterer Temperaturanstieg zu verzeichnen. Der gleitende Jahresmittelwert (die rote Linie in der obigen Abbildung) ist seit 2007 sogar um über zwei Grad gefallen. Ein beschleunigten Klimawandel, wie ihn die Klimaforscher vorhersagen, ist auch in Deutschland weiter nicht in Sicht.

Quellen:

August 2010: Schirm auf, Mantel zu und durch!

Kälterekord auf der Wasserkuppe

Nassester August aller Zeiten

Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Kommentare

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  1. Krüger,

    diesen Artikel müssen sie auch an Herrn Rahmstorf schicken, der macht ja grad wieder mal Hitzepropaganda.
    Dann heisst es wie üblich, das ist ja nur Wetter, aber die AGW Fanaten dürfen schon jedes Hochdruckgebiet als Zeichen des Wandel missbrauchen…

    Hier das Wetter am Sonnblick auf gut 3000m:
    http://panoramablick.com/orf/index.php?nav_id=515&final=1&kat_id=1278&cam_id=974&title=Sonnblick West&lang=de&action=showkat

    In Teilen Tirols lagen am Dienstagmorgen 5cm Neuschnee auf 600m Seehöhe. Das ist extrem selten für Ende August, muss erst nachsehen, wie selten.
    In den Bergen hat es bis zu 1m Neuschnee gemacht, die Gletscherschigebiete freuen sich und wenn die nächsten Wochen keine Hitzewelle mehr auftaucht, dann ist die Schmelzsaison über 3000m für heuer beendet.
    Letztes Jahr haben nur ganz wenige Alpengletscher positiv bilanziert, heuer werden es wahrscheinlich einige mehr.
    Auch in Österreich stagnieren die Temps seit über 10a, wir haben allerdings einen “Vorsprung” aufs globale Mittel, denn bei uns ist es ca. 1,5°C wärmer, als noch in den 70gern und auch die letzten Jahre liegen immer um ca. +1°C über dem Mittel 61-90 und das ist verdammt gut so.