Zwei Monate ist es nun schon wieder her, seit sich die ehemaligen PopCamp-Teilnehmer “Baby Benzin” in der neuen Podcast-Reihe “CLIP” der Deutschen Welle einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren durften. Folge drei brachte für die Hörerinnen und Hörer ungewohnte Hamburgische Klänge, die wie “chili-scharfe Gitarren- und Bassriffs” klingen und dabei “auf Honig-Senf gesüßten Gesang” treffen. Auch DW-Autor Matthias Klaus zeigte sich beeindruckt von Simon Berholz, Max Schneider und Jo Varain, die sich “direkt, frei heraus und verrückt” gebärdeten. Jetzt, zwei Monate später, ist mit der in Mannheim ansässigen Band “The Intersphere” feinstes Kontrastprogramm angesagt.
“laut und melodisch wie geradlinig und komplex”
Folge 4 steht ganz im Zeichen des “Post Prog Rock” und der damit verbundenen Erkenntnis, dass diesem außergewöhnlichen Quartett einfache Rocksongs schlicht nicht weit genug gehen. Im PopCamp des Jahrgangs 2008 hat das Produzent Fabio Trentini nicht mehr los gelassen. Der gemeinsame Gang in die Horus Studios folgte prompt. Nun, zwei Jahre nach den ersten Schritten in Richtung Profiliga, fasst Matthias Klaus seine Eindrücke von Christoph, Sebastian, Thomas und Moritz, die allesamt dem Schoß der Popakademie Baden-Württemberg entstammen, so zusammen: “Sie klingen, als hätten die alten Pink Floyd mit The Police zusammen getrunken und dabei den Gedanken gefasst, ein Muse-Album mit viel Hall aufzunehmen. Oder um es positiv zu formulieren: Die Band greift auf 40 Jahre Rockgeschichte zurück und macht daraus ihr eigenes Ding. Das ist gleichermaßen laut und melodisch wie geradlinig und komplex.”
Die ehemaligen “Hesslers”, so scheint es nicht nur den langjährigen Fans, sind mittlerweile erwachsen geworden. Ihr zweites Album “Interspheres – Atmospheres” erscheint gerade in den USA. Konsequent verfolgen sie ihren Traum weiter: “Dabei kommen sie ohne Unterstützung durch die Musikindustrie aus, managen sich selbst und produzieren ihre Alben auf eigene Rechnung.” Im Meisterkurs für Populäre Musik geht es unterdessen weiter. Dieser Tage steht die nächste Generation in den Startlöchern, um gemeinsam in Richtung Trossingen zu ziehen. Aus Bonn heißt es: “Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, bedeutet das für das PopCamp den Beginn der Arbeitsphasen. Ab nächster Woche startet die Zusammenarbeit von Dozenten und Bands und wir sind gespannt, welche Erfahrungen die Bands, aber auch wir bei der ersten Arbeitsphase sammeln können.”
Doch nun zurück zu “The Intersphere”. Zur Podcast-Folge vier geht es HIER. Viel Spaß!
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