Kopfschmerztag: 70 Prozent Betroffene

Am 5.10.2010 ist der Deutsche Kopfschmerztag. Mit diesem Gedenktag wollen unter Führung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) Ärzte, Schmerzforscher sowie Selbsthilfegruppen auf diese öffentlich stark unterschätzte Krankheit aufmerksam machen. Ich schließe mich dem einmal an, weil ich einige wichtige Informationen habe, die die DMKG unter den Teppich kehrt.

637619511_e8889b91e3.jpgAm 5.10.2010 ist der Deutsche Kopfschmerztag. Mit diesem Gedenktag wollen unter Führung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) Ärzte, Schmerzforscher sowie Selbsthilfegruppen auf diese öffentlich stark unterschätzte Krankheit aufmerksam machen. Ich schließe mich dem einmal an, weil ich einige wichtige Informationen habe, die die DMKG unter den Teppich kehrt.

Erschreckend: 70 Prozent der Bevölkerung leiden unter chronischen Kopfschmerzen

Menschen aller Altersgruppen erleben regelmäßig über längere Zeiträume hinweg in kurzen zeitlichen Abständen wiederkehrende oder anfallsartig auftretende Kopfschmerzen. Erschreckend ist die von der DMKG genannte Zahl der Betroffenen: 70 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, also fast 60 Millionen Menschen leiden unter solchen chronischen Kopfschmerzen! Bei “nur” fünf Prozent, also drei Millionen Menschen, macht das schmerzhafte Gewitter im Kopf keinen einzigen Tag Pause. Aber auch denen, die in regelmäßigen Abständen von starken Kopfschmerzen niedergeworfen werden und dann tagelang ausfallen, wird ein wichtiger Teil ihres Lebens regelrecht gestohlen.

200 bekannte Kopfschmerzarten

Wohl jeder kennt die aufdringliche Werbung im Fernsehen für ein Kopfschmerzmittel, das für alle bekannten 200 verschiedenen Arten von Kopfschmerzen gut sein soll. In der Tat ist fraglich, ob es wirklich so viele verschiedene Kopfschmerzkrankheiten gibt und nicht nur unterschiedliche Folgen ein und derselben Störung. Abgesehen von dem unterschiedlichen zeitlichen Auftreten der Kopfschmerzen sind zwei Hauptgruppen von Kopfschmerzen auszumachen: der Spannungskopfschmerz und die Migräne, die beiden sog. primären Kopfschmerzen.

Offizieller Wahn: Der Schmerz selbst ist die Erkrankung

Die größte Schwäche unseres “Gesundheits”-Systems ist die Behandlung von Symptomen statt der Krankheiten. Natürlich ist das darin begründet, dass die Medizin bei kaum einer Krankheit die Gründe für ihre Entstehung kennt. Darauf baut die Verschreibungsmedizin auf, die chemische Wirksubstanzen gegen einzelne nachteilige Symptome der Krankheiten einsetzt. Ein beträchtlicher Teil des Bruttoszialprodukts in allen westlichen Ländern wird genutzt, um dieses System aufrecht zu erhalten. Auch die Politik, die den Wirtschaftsmächtigen jeden Gefallen tut, sieht in der Erhaltung dieses Systems einen Wert an sich.

Kritiker weisen darauf hin, dass dieses System sich inzwischen heftig gegen neue Erkenntnisse wehrt, die die Gründe für die chronischen Erkrankungen aufdecken und nichtmedikamentöse Wege aufzeigen, die Krankheiten selber nicht aufkommen zu lassen oder zurückzudrängen.

Stellen Sie sich vor, es würde allgemein bekannt, welches die Gründe für die massenhaft auftretenden Kopfschmerzen sind und dass man ihnen mit kluger Lebensführung vorbeugen und sie beseitigen könnte. Wie groß wären wohl die Umsatzeinbrüche bei den von der DMKG in ihren Leitlinien empfohlenen Schmerzmitteln Metoprolol, Propranolol, Flunarizin, Valproinsäure, Topiramat, Amitriptylin, Venlafaxin, Gabapentin, Naproxen, Acetylsalicylsäure und bei den ungezählten im Handel befindlichen weiteren Schmerzmitteln?

Um solchen Angriffen auf das System vorzubeugen, haben die Experten der Schmerztherapie ein patentwürdiges Totschlagsargument erfunden. Sie erklären, dass bei den primären Kopfschmerzen der Schmerz die Erkrankung selbst ist! Und: Dies Kopfschmerzen sind angeblich noch anlagebedingt! Die doch so “ergebnisbasierte” Medizin kann diese Behauptungen aber auf keine Weise belegen.

Bestehende Alternativen werden bewusst klein geschrieben

Die Leitlinien der DMKG lassen immerhin adjuvante Maßnahmen zur Schmerzmitteltherapie zu. Wörtlich: “Im Mittelpunkt der nicht-medikamentösen Behandlung der Migräne stehen neben Empfehlungen zur Lebensführung Entspannungsverfahren (progressive Muskelrelaxation), Biofeedbackverfahren und kognitive Verhaltenstherapie.” Kein Wort finden die Leitlinien dazu, dass in der Wissenschaft längst bekannt ist, dass die zentralnervöse Unterversorgung mit dem Schmerzkontrollhormon Serotonin entscheidender Auslöser der Kopfschmerzen ist. Aber das hat ja System: jeder Zweig der Medizin werkelt vor sich hin und schert sich einen Dreck um Erkenntnisse aus anderen Sparten. Insbesondere die weitreichenden Erkenntnisse der Endokrinologie (Hormonlehre) werden einfach nicht beachtet.

Wer selbst betroffen ist oder jemanden kennt, der unter chronischem Kopfschmwerz leidet, sollte unbedingt die ausführlichen Informationen von “Peter” im Forum miginfo.de studieren und die Information weiter geben.

Während die von der DMKG warm empfohlenen Schmerzmittel nur vorübergehend den akuten Schmerz dämpfen können, ist durch die Verbesserung der zerebralen Verfügung über den Neurotransmitter Serotonin die Chance gegeben, das übel an der Wurzel zu packen.

Bloße Warnung vor schlechten Gewohnheiten, keine positiven Vorschläge zur sinnvollen Änderung der Lebensführung

Dr. Stephanie Förderreuther, Generalsekretärin der DMKG weist darauf hin, dass der häufige Konsum von Alkohol und Kaffee, Inhalationsrauchen und wenig Bewegung in einem engen Zusammenhang mit dem Auftreten der primären Kopfschmerzen stünden, wie durch Befragungen von Patienten ermittelt worden sei. Also könne man durch gesunde Lebensweise wenigstens ein wenig Einfluss auf die Häufigkeit des Auftretens der Schmerzen nehmen, “wo wir die genetischen Faktoren ja nicht beeinflussen können.”

Dabei verrät ihre Warnung ungewollt den Weg zur Lösung des Problems, auch die Erwähnung der Arzneimittelgruppe der Triptane in den Leitlinien führt weiter:

(1) Alkohol, Kaffee und Inhalationsrauchen greift die zentralnervösen Depots des Schmerzkontrollhormons Serotonin an. Ausdauernde Bewegung auf der anderen Seite ist einer der Königswege zur körpereigenen Synthese von Serotonin im Stammhirn. Dadurch wird im Körper eine Chemotaxis nach den Bausteinen für Serotonin wegen seiner Funktion als Wachkontrollhormon eingerichtet. Wer sich lange körperlich anstrengt, verbraucht nach und nach die im Blutstrom befindlichen Kohlenhydrate und dann auch die im Blut schwimmenden Aminosäuren für den Aufbau unserer Körperenergie Adenosintriphosphat (ATP). Den Hauptbaustein von Serotonin, die essenzielle Aminosäure L-Tryptophan, bekommen wir mit guter Ernährung immer ausreichend mit. Aber aufgrund ungünstiger Molekularstruktur schafft L-Tryptophan es nicht, die fürsie und andere Aminosäuren bestehenden Durchgänge durch die Blut-Hirn-Schranke zu nutzen, solange konkurrierende Aminosäuren im Blutstrom vorhanden sind. Werden die Konkurrenten aber in der sog. Atmungskette verbraucht, erlangt L-Tryptophan eine Einzelstellung an der Blut-Hirn-Schranke. L-Tryptophan passt nämlich anders als die anderen Aminosäuren nicht in das Aufnahmemuster der Verbrennungskammern unserer Körperzellen (Mitochondrien).

Warum nur rät Frau Dr. Förderreuther den Betroffenen nicht, sich regelmäßig körperlich auszuarbeiten? Warum macht sie nicht einmal eine Umfrage bei den Menschen mit Kopfschmerzerfahrung, die sich konsequent dreimal pro Woche im Sport oder bei der Arbeit richtig auspowern? Ich weiß von immer mehr Menschen, die früher ständig unter Migräne und der sie oft begleitenden Depression litten, aber nach der Umstellung auf regelmäßigen Ausdauersport alle Migräneschübe und depressiven Anwandlungen verloren haben!

Und schließlich: warum informieren Frau Dr. Förderreuther und die DMKG die Betroffenen nicht über den vielversprechenden Weg, Serotonin zentralnervös in seiner Funktion als Esskontrollhormon zu locken? Wenn sie das täte, wäre der Deutsche Kopfschmerztag für endlos viele Leidende endlich einmal ein Feiertag!

(2) Triptane sind Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Ihre fast beiläufige Erwähnung in den Leitlinien der DMKG lässt erkennen, dass diese Gesellschaft sehr wohl die Bedeutung des Schmerzkontrollhormons Serotonin kennt. “Peter” im Miginfo schildert sehr anschaulich, dass Medikamente, die Serotonin künstlich nach getaner Arbeit an ihren Rezeptoren im Gehirn festhalten, nicht die natürlichen Wirkungen des Transmitters Serotonin haben, dass sie u.U. sogar schädlich sind.

Warum nicht gleichzeitig den Deutschen Tag der Schlafstörungen feiern?

Fast 50 Prozent der Bevölkerung leidet an Schlafstörungen. Auch da existiert die Verbindung zum Transmitter Serotonin, der zu seinen ungezählten wichtigen Aufgaben auch die Schlafkontrolle zählt.

Und was wäre, wenn wir gleichzeitig den Deutschen Tag der Stresskontrolle feiern? Stress ist doch bekannt als der Killer Nr. 1 in unserer Gesellschaft. Und das einzige Stresskontrollhormon, das unsere körperlichen Systeme kennt heißt: Serotonin!

Photo Quelle/Copyright: luke.skywalker79, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. Mancher wird sich fragen, ob meine Aussagen über den körpereigenen Aufbau von Serotonin und der Hinweis auf die gesundheitliche Bedeutung von Serotonin nicht lebensmittelrechtlich problematisch sind. Ich denke meine nachfolgenden rhetorischen Fragen nach dem Vorliegen von gesundheitsbezogenen Wirkaussagen von Lebensmitteln -Health Claims- machen klar, dass davon keine Rede sein kann:

    Ist es eine Wirkbehauptung, wenn ich sage, dass frische Lebensmittel besser für die Erhaltung der Gesundheit sind als hitzebehandelte?

    Ist es eine Wirkbehauptung, wenn ich sage, dass frische Lebensmttel in ihren Proteinen nicht denaturiert sind und dass das zu einer besseren Ausnutzung der Vitalstoffe dieser Nahrung führt?

    Ist es eine Wirkbehauptung, wenn ich sage, dass nicht hitzebehandelte Nahrung in ihren Zellen vollständig aufgebrochen sein muss, damit der Inhalt der Zellen überhaupt für uns verfügbar wird?

    Ist es eine Wirkbehauptung, wenn ich sage, dass fein vermahlene in Flüssigkeit dispergierte Pflanzennahrung die Darmflora besser ernährt als grobe Nahrung, die erst im Magen verarbeitet werden muss und in kleinen Schritten fast ganz auf dem ersten Meter des langen Dünndarms verstoffwechselt wird, während die große Damflora tief unten im Darm darbt?

    Ist es eine Wirkbehauptung, wenn ich sage, dass eine gute Versorgung der Dünndarmflora einen großen Vorteil beim Aufbau der Immunantwort des Menschen bringt (Tatsache ist, dass die Dünndarmflora zu 80 % für den Aufbau unserer Immunkörper zuständig ist)?

    Ist es eine Wirkbehauptung, wenn ich sage, dass eine gute Ausnutzung der Vitalstoffe aus frischer Nahrung einen großen Vorteil in der Versorgung aller Körperzellen bedeutet, sodass mit einer Verbesserung auch der Oberhaut zu rechnen ist?

    Ist es eine Wirkbehauptung, wenn ich sage, dass kohlenhydrathaltige in Flüssigkeiten dispergierte Pflanzennahrung von den Millionen Sensoren im Dünndarm registriert und ihre Ankunft parasympathisch an das Esskontrollzentrum im Gehirn gemeldet wird, das daraufhin im Körper die Bausteine für die Synthese des Esskontrollhormons Serotonin im Stammhirn anfordert?

    Ist es eine Wirkbehauptung, wenn ich sage, dass L-Tryptophan eine Einzelstellung an der Blut-Hirn-Schranke erlangt, wenn ich eine kleine Portion eiweißhaltiger Pflanzennahrung auf leeren Magen esse und dann eine Weile nichts zu mir nehme?

    Ist es eine Wirkbehauptung, wenn ich sage, dass der Verzehr einer kleinen Portion proteinhaltiger roher fein vermahlener in Flüssigkeiten dispergierter Pflanzenkost auf leeren Magen die Voraussetzungen für den körpereigenen zentralnervösen Aufbau von Serotonin schafft?

    Ist es eine Wirkbehauptung, wenn ich sage, dass eine bestimmte Nahrung die Kriterien:

    (1) roh,

    (2) fein gemahlen,

    (3) nicht hoch hitzebehandelt,

    (4) nicht eiweißarm und

    (5) in Flüssigkeiten gut dispergierbar erfüllt, sodass

    (6) ihr Verzehr auf leeren Magen zum zentralnervösen Aufbau von Serotonin führt?

    Ist es eine Wirkbehauptung, wenn ich sage, dass damit zu rechnen ist, dass eine ausreichende zentralnervöse Versorgung mit Serotonin gesundheitliche Vorteile im Sinne einer Prophylaxe gegen Krankheiten und ihrer Beseitigung in allen Aufgabenbereichen von Serotonin erwarten lässt?

    Auf alle Fragen kann es nur eine Antwort geben: natürlich nicht!