Als ob der erste Verhandlungstag im Prozess gegen Jörg Kachelmann nicht schon für genug Aufsehen gesorgt hätte, hat nun auch TV-Schlitzohr Oliver Pocher die Gunst der medialen Aufmerksamkeit vor dem Landgericht Mannheim genutzt. Der Fernseh-Komiker drängtee sich, begleitet von 14 “Lausemädchen”, als Angeklagter verkleidet vor die wartenden Kameras. Verwechslungen zunächst vorprogrammiert. Zehn Minuten dauerte sein Auftritt. “Mit langen schwarzen Haaren, Dreitagebart, schwarzer Lederjacke und weißem Shirt gibt der 32-Jährige ein ironisches ‘Pressestatement’ ab”, heißt es hierzu in den Medien.
“Wenn etwas passiert ist der Olli nicht weit (…) nicht gerade nett aber so kennen wir unseren Olli”, wird unter einem einschlägigen YouTube-Video festgestellt. Doch musste ein solcher Auftritt wirklich sein? “Ich finds herrlich, habt euch mal nicht so. Ist klar, dass RTL da auf Moralapostel macht. Aber er steht ja auch nicht bei denen unter Vertrag”, meint ein Zuschauer zu den gezeigten Szenen. “PS: Der “Fall Kachelman” ist doch sowieso bereits eine Farce”, schreibt ein weiterer. Und ein Dritter sagt: “über Geschmack, Humor und Niveau läßt sich wohl streiten, aber zum Glück gibt es bei uns Rede- und Pressefreiheit, die dann auch solche Auswüchse möglich machen.”
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