In einem heute erschienenen Blogbeitrag vergleicht Apple-Fan Richard Gutjahr das am 20. September 2010 auf den Markt kommende deutsche WeTab mit seinem US-amerikanischen iPad. Das Fazit des Autors vorweg: Er findet kaum etwas, worüber er positiv berichten könnte. Sollte sich also der Super-Gau bei der Premiere des Gerätes in diesem Frühjahr wiederholen?
Dem Windows-Dummy, der die anwesende Presse damals in die Irre führte, folgte in der Zwischenzeit das Betriebssystem MeeGo. Alles gut wird nach Ansicht des Autors aber trotzdem nicht. Er rät: “Wer sich das WeTab zuschicken lässt, sollte den Original-Karton lieber mal aufbewahren.” Ausführlich testet er Hard- und Software, geht auf das Handling ein und schreibt schließlich: “So sehr ich den Machern und einem Hightech-Produkt ‘made in Germany’ den Erfolg wünsche, allein, ich kann es mir nicht vorstellen. Das Gerät, das ich heute in Händen hielt, wirkt alles andere als ausgereift. Weder die Hardware, noch die unübersichtliche Oberfläche haben mich überzeugt. Auch die vielfach angepriesene – ach so offene Software ist nicht touch-optimiert. Was soll das? Ich bin gespannt, wieviele Kunden der ersten Stunde ihr Gerät wieder zurückschicken werden”
Preis oder Anzahl der Apps? Was wird das entscheidende Kriterium?
Klaus Wedekind von n-tv gibt sich da schon optimistischer. Er ist sich sicher: “Letztendlich wird bei den Groß-Tablets derjenige das Rennen machen, der am schnellsten viele Apps vorweisen kann. Und da sieht es für das WeTab nicht unbedingt schlecht aus. Schließlich können optimierte Android-Programme emuliert auch auf dem MeeGo-Tablet laufen. Entwickler haben außerdem die Freiheit, Programme für MeeGo schon jetzt im flash-basierten Adobe AIR zu schreiben. Für Android soll dies laut Adobe erst Ende des Jahres möglich sein.” Schon vor dem großen Start in der nächsten Woche scheinen sich die Tester also nicht einig. Der mdr kann diesem Umstand jedoch auch seine positive Seite abgewinnen: Denn mit der Vielzahl an neuen Geräten, die auf der Berliner Funkaustellung gezeigt wurden, werde der Markt der so genannten “Wisch- und Touch-Computer” deutlich größer. Das, so ist die Redaktion überzeugt, sei gut für die Kunden, denn viele der kommenden Geräte seien somit auch deutlich günstiger als das iPad.
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Das WeTab steht in den Startlöchern und jezt lernt es auch schon laufen. Ach wie schön…