Barack Obama ist in die Präsidentschaftswahl mit dem Versprechen gezogen, dass er eine bezahlbare Krankenversicherung für alle US-Bürger schaffen wollte. Es war eines der Schlüsselversprechen für seinen Wahlsieg. Zwar ist eine Gesundheitsreform in diesem Frühjahr verabschiedet worden, aber die jetzige Meldung des Census Bureau, dass die Zahl der Versicherten von 255,1 Millionen im Jahr 2008 auf 253,6 Millionen Personen gefallen ist, steht hierzu im krassen Widerspruch.
Hohe Arbeitslosigkeit führt zu steigender Zahl an Unversicherten
Bei einer jetzt bereits seit mehr als einem Jahr andauernden hohen Arbeitslosigkeit von rund 10% in den USA fallen auch immer mehr US-Bürger aufgrund Zahlungsunfähigkeit aus der Krankenversicherung heraus. Da es offensichtlich ja im US-Kongress nicht gelungen ist, allen US-Bürgern unabhängig von ihrer Einkommenssituation eine Mindestversorgung bei der Krankenversicherung zu gewähren, gilt der marktwirtschaftliche Grundsatz “ohne Geld keine Leistung”. Damit läuft die jetzt beschlossene Reform, die mehr US-Bürgern eine bezahlbare Krankenversicherung bieten sollte, unter den derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnissen ins Leere. Was das für den einzelnen bedeutet, hat Michael Moore bereits in seinem Film Sicko versucht der Öffentlichkeit zu vermitteln.
Niemand sollte sich wundern, wenn es jetzt auch noch zu einer Kostenexplosion bei den Gesundheitskosten in den USA kommt. Das US-Gesundheitssystem ist mit inkrementellen Reformen nicht zu retten. Da das Konjunkturprogramm der US-Regierung mehr oder weniger gescheitert ist, wenn man an die ursprünglich anvisierten zwei Millionen neuer Jobs denkt, hat Obama keine großen Optionen mehr. Die Arbeitslosigkeit treibt die Zahl der Unversicherten bei der Krankenversicherung, da die Krankenversicherung meist an ein Beschäftigungsverhältnis gebunden ist.
Auch in Deutschland ist von der Röslerschen Durchfinanziertheit der gesetzlichen Krankenversicherung ohne Zusatzbeiträge nicht mehr die Rede.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,717955,00.html
Wr halt nur so gesagt, aber nicht so gemeint. Rösler behrrscht eben auch schon die Kunst der leeren Worte.
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/gesundheit-kassen-zusatzbeitraege-ID1284550716653.xml