Die Entbehrlichen – Filmtip

Am 30. September 2010 kommt ein Film in unsere Kinos, der schon jetzt als absolut sehenswert empfohlen wird. Gedreht wurde dieser zu Tränen rührende Film nach einer wahren Begebenheit und man kann nur hoffen, daß ihn viele Menschen sehen. Ungefähr 1,7 Millionen Kinder gibt es in Deutschland, die in Armut

Am 30. September 2010 kommt ein Film in unsere Kinos, der schon jetzt als absolut sehenswert empfohlen wird. Gedreht wurde dieser zu Tränen rührende Film nach einer wahren Begebenheit und man kann nur hoffen, daß ihn viele Menschen sehen.

Ungefähr 1,7 Millionen Kinder gibt es in Deutschland, die in Armut leben oder von Armut bedroht sind. Nun sind es aber nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern, die man nicht vergessen sollte. Für die Zustände gibt es Ursachen. Der Neoliberalismus und seine hemmungslose Gier, sein Marktradikalismus und seine Ausgrenzungsstrategien haben zur Folge, daß darunter immer mehr Menschen leiden. Einer von ihnen ist der 12-jährige Jakob Weiss, der in solchen prekären und verzweifelten Verhältnissen seines Umfeldes aufwächst. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte.

Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Andreas Arnstedt: “Die Entbehrlichen sind das Portrait einer chancenlosen Familie, wie es sie in unserer Gesellschaft schon jetzt zahlreich gibt und zeigt auf, wie sich durch die Veränderung der sozialen Situation das Miteinander dramatisch verändert hat. An jenen Orten, wo der Traum einer Karriere und das Streben nach einem hoch bezahlten Job keine Rolle spielen, sondern wo es um das nackte überleben geht.”

Handlung:

Wie oft hat sich der 12-jährige Jakob schon gewünscht, sein Vater Jürgen wäre nicht mehr da. Jeden Job hat er verloren, das ganze Geld versoffen und ständig streitet er sich mit Jakobs Mutter Silke. Nach einem heftigen Streit wird Silke mit starken Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie will weg aus der Familie und lässt Jakob und Jürgen einfach allein. Die Verzweiflung treibt den Vater in einen tragischen Tod. Aus Angst, in ein Heim zu kommen, versucht Jakob, Jürgens Tod zu verbergen. Nur seinen Freunden vertraut er sich an

In Rückblenden wird erzählt, wie es unweigerlich zur Katastrophe kommen mußte. Hautnah erlebt man, wie Schicksal und prekäre Lebensverhältnisse auf Dauer Lebensmut, Perspektiven und ein schützendes und umsorgendes Familienumfeld zerstören. Trotz der zunehmenden Härte, verbunden mit Alkohol und Agression, faßt Jakob aber immer wieder erfrischenden Lebensmut und bewältigt seine Traumata oft allein. Gelegentlich unterstützt dann wieder aufkommende Nähe, Sinnlichkeit und Feinfühligkeit in der Familie, aber auch Solidarität seinen überlebenskampf gegen den völligen Absturz.

HIER der Link.

(K. Fischer ist Mit-Betreiber von www.schnakenhascher.de)

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