Zwangsräumungen in den USA erreichen neuen Höchststand

Im September 2010 ist es zu mehr als 100.000 Zwangsräumungen von Einfamilienhäusern gekommen. Dies ist ein neuer Rekord seit Beginn der Immobilienkrise. Bereits im August 2010 war mit über 95.000 Zwangsräumungen ein Rekordvolumen erreicht worden. Gleichzeitig steigt die Zahl der Insolvenzfälle im dritten Quartal auf rund 930.000. Das zeigt, die

2988469720_3b28068648.jpgIm September 2010 ist es zu mehr als 100.000 Zwangsräumungen von Einfamilienhäusern gekommen. Dies ist ein neuer Rekord seit Beginn der Immobilienkrise. Bereits im August 2010 war mit über 95.000 Zwangsräumungen ein Rekordvolumen erreicht worden. Gleichzeitig steigt die Zahl der Insolvenzfälle im dritten Quartal auf rund 930.000. Das zeigt, die Immobilienkrise in den USA dauert an und verschärft sich sogar.

Rechtliche Bedenken werden ignoriert

In ihren Bemühungen, das Geld von den Hypothekendarlehnsnehmern zurückzubekommen, werden die Hypothekenfinanzierer immer rabiater. Sie setzen sich über rechtliche Bedenken hinweg und stellen am Fließband Zwangsvollstreckunganträge für Zwangsräumungen. Jetzt schreiten die US-Gerichte gegen die illegalen Praktiken ein. Es sind insbesondere wieder die Großbanken, die sich hier unrühmlich hervorgetan haben. Hierzu zählt insbesondere auch wieder die Deutsche Bank, die sich bei Verbriefungen kurz vor dem Zusammenbruch besonders intensiv engagiert hatte. Die jetzt von den Gerichten verhängten Stopps für Zwangsräumungen mit zweifelhafter Rechtsgrundlage bringen nun die betroffenen Banken in Verlegenheit. Insbesondere kommt aber auch die Sanierung der beiden großen zwangsverstaatlichten Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae nicht voran. Der größte Teil der Eigenfinanzierungen in den USA ist über diese beiden Institute erfolgt. Sie könnten für die US-Regierung noch zum Nightmare on Mainstreet werden. Bis zu den Mid-Term Wahlen haben die Gerichte der US-Bundesregierung jedoch erst einmal eine Atempause verschafft. Aber wie alle Untoten werden sie wieder auferstehen.

Photo: Woodleywonderworks, via flickr

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