Klima – Der Weltuntergang findet nicht statt

Ein Vortrag von Gerd Ganteför, Professor für Physik an der Universität Konstanz Deutschland sieht sich selbst als “grünes” Land mit einem großen Anteil regenerativer Energien an der Energieversorgung. Die Zahlen sagen jedoch etwas anderes: Der Anteil von Sonne, Wind und Wasser an der Primärenergieversorgung liegt bei 2%, während er in

Ein Vortrag von Gerd Ganteför, Professor für Physik an der Universität Konstanz

Deutschland sieht sich selbst als “grünes” Land mit einem großen Anteil regenerativer Energien an der Energieversorgung. Die Zahlen sagen jedoch etwas anderes: Der Anteil von Sonne, Wind und Wasser an der Primärenergieversorgung liegt bei 2%, während er in den USA bei 3% liegt. Die Beiträge von Solarenergie und Windkraft an der globalen Energieerzeugung liegen heute bei nur knapp einem Promille. Die Ursachen für diesen verschwindend geringen Anteil werden nach einigem Nachdenken offensichtlich. Ein Grund ist, dass für mehr als zwei Milliarden Menschen diese Energieformen unbezahlbar sind. Das Zukunftspotenzial teurer regenerativer Energien ist also begrenzt. Aber das gilt nicht für alle grünen Energien. Einige haben ein hohes Entwicklungspotenzial, wie z.B. die Geothermie und die Windkraft.

Der Vortrag wurde im Vorfeld zu der Veröffentlichung seines Buches – Klima – Der Weltuntergang findet nicht statt (Erlebnis Wissenschaft), erschienen am 8. September 2010 -  gehalten.

Kurzbeschreibung des Buches

Das Klima verändert sich, und zwar seit Urzeiten, noch lange bevor der Mensch in Erscheinung trat. Soweit sind sich wohl alle einig. Beobachtungen zeigen nun, dass sich seit der Industrialisierung die globale Temperatur auf der Erde erhöht hat. Dafür ist eindeutig der Mensch verantwortlich – oder nicht? Nicht nur in dieser Frage gehen die Meinungen weit auseinander, sondern auch in der Vorhersage der Folgen, die der Klimawandel haben könnte, und in den Maßnahmen, diese vermuteten oder befürchteten Schäden zu reparieren oder womöglich zu verhindern. Aufklärung abseits von Talkshow-Geklingel tut not – und wird hier geboten!

In seinem Buch räumt Prof. Ganteför mit einigen (Vor-)Urteilen auf. Dabei bleibt so mancher lieb gewonnene Mythos auf der Strecke. Gleichzeitig präsentiert der Autor bislang wenig diskutierte Exit-Strategien aus dem Energiedilemma. Ein kenntnisreiches, unorthodoxes und meinungsstarkes Buch zu einer der drängendsten Zukunftsfragen, nach dessen Lektüre man das Phänomen Klimawandel sehr viel differenzierter zu betrachten vermag.

Das Buch umfasst fünf Kapitel. Im letztem Kapitel des Buches widmet sich der Autor den folgenden “Kern”-Thesen:

These I: Für den Umweltschutz muss der Lebensstandard in den wenig entwickelten Ländern angehoben werden. Dazu sind moderne Kohle- und Kernkraftwerke notwendig.

These II: Die Folgen der Klimaerwärmung sind nicht katastrophal und bringen sogar einige Vorteile.

These III: Für den Umweltschutz sollten gefördert werden: emissionsarme Kohlekraftwerke, moderne Kernenergie, Windenergie, Geothermie und Kernfusion. Die Subventionen für Biotreibstoffe, Holzpellets und Solarenergie schaden mehr als dass sie nützen.

Parallel zum Buch ist eine Vortragsreihe auf der Homepage des Autors erschienen.

Hingewiesen sei auch auf den kompletten Vortrag von Prof. Ganteför “Energie, Klima und Bevölkerung”, der im Frühjahr 2010 aufgezeichnet wurde. Das komplette Video ist hier zu sehen. Ab 54:20 min. wird die Klimaerwärmung thematisiert.

Dr. Gerd Ganteför (Universität Konstanz) Energie, Klima und Bevölkerung from Inatura on Vimeo.

Quellen

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wiley-vch

Vortragsreihe Ganteför

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