Medieninteresse am Klimawandel ist rückläufig

Noch vor kurzer Zeit war der Blätterwald voll von Horrornachrichten über eine bevorstehende Klimakatastrophe. Praktisch alles wurde unter Klimawandel-Gesichtspunkten betrachtet. Der Winterschlaf der Igel war dabei und es ging über die Libido des Borkenkäfers bis zu den Bestattungspraktiken in Indien. Nichts schien zu absurd, um es in die kommende Katastrophe

Noch vor kurzer Zeit war der Blätterwald voll von Horrornachrichten über eine bevorstehende Klimakatastrophe. Praktisch alles wurde unter Klimawandel-Gesichtspunkten betrachtet. Der Winterschlaf der Igel war dabei und es ging über die Libido des Borkenkäfers bis zu den Bestattungspraktiken in Indien. Nichts schien zu absurd, um es in die kommende Katastrophe einzubinden.

Nun, seit einem dreiviertel Jahr, scheint das Interesse zu erlahmen. Wenn man dem aktuellen Klimabarometer glauben darf, so ist das Medienecho von schon niedrigen 30 auf 21 Punkte gefallen. Wobei hier noch nicht einmal unterschieden wird, ob es sich bei den Publikationen um Pro oder Contra AGW handelt.

Climagate hat zu dieser Entwicklung zweifelsfrei beigetragen, auch die gescheiterten diversen Konferenzen, doch hat das Desinteresse viel banalere Gründe. Zum einen geht es dem Bürger nun ans Geld und so mancher fragt sich schon, warum er über die EEG-Umlage die Photovoltaik-Anlage seines Nachbarn mit finanzieren soll oder welche Verbote noch kommen werden wenn schon Mopeds ins Visier der Verbotsfetischisten geraten.

Der größte Sargnagel ist aber das neue Energiekonzept der Bundesregierung, hier besonders der Aspekt der Gebäudesanierung. Nicht nur Häuslebauer graut es vor neuen Auflagen und Bestimmungen, auch den Mietern wird es Angst. Diese Verunsicherungen zeigen mehr als deutlich, als echte Bedrohung wird er Klimawandel nicht mehr wahrgenommen, wohl aber die Klimaschutzpolitik.

Kommentare

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  1. @ Quentin Quencher

    Wenn Sie Ihr Handeln nach dem jeweils aktuellen Medieninteresse ausrichten, dann muss bei Ihnen die Planung des 2. Kindes von Oliver Pocher und Sandy Pocher (ehem. Meyer-Wölden) ganz oben auf der Prioritätenliste stehen!

    Und hat nicht erst gerade Multiverus darüber geklagt, dass den Klimaskeptikern (und nicht den Warnern vor dem AGW) in den Medien kein Raum gegeben wird?

    Wann wurde jemals Kritikern an der AGW-Hypothese oder an der bundesdeutschen Klimapolitik Raum gegeben? Wenn überhaupt, waren sie als “Feigenblättchen” vereinzelt in irgendwelche Quasselrunden eingeladen, von “Gleichberechtigung” konnte keine Rede sein.

    http://www.readers-edition.de/2010/10/16/die-freiheit-auch-unsinn-erzaehlen-zu-duerfen/#comment-375753