Irlands Finanzkrise: Anglo Irish Bank bietet Debt-Swap an

Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Die Anglo Irish Bank, die de facto insolvent ist, versucht sich durch einen Debt-Swap, d.h. einer Umwandlung von Schuldverschreibungen niedriger Bonität in neue mit höherer Bonität, zu sanieren. Als Quote wird ein Abschlag von 80% angeboten, d.h. von jedem Euro an Forderungen sollen

Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Die Anglo Irish Bank, die de facto insolvent ist, versucht sich durch einen Debt-Swap, d.h. einer Umwandlung von Schuldverschreibungen niedriger Bonität in neue mit höherer Bonität, zu sanieren. Als Quote wird ein Abschlag von 80% angeboten, d.h. von jedem Euro an Forderungen sollen nur noch 20 Euro Cent in Form von neuen Schuldverschreibungen an die Gläubiger im Zuge der Umwandlung fließen.

Wer sind die Gläubiger?

Bislang ist nicht bekannt, wer denn die Gläubiger sind, die da zur Kasse gebeten werden sollen. Es geht derzeit nur um 1,7 Mrd. Euro sogenannter subordinated debts, d.h. nachrangiger Schulden. Für diese ist die irische Regierung derzeit nicht bereit, eine Haftung zu übernehmen. Würden alle Gläubiger das Angebot akzeptieren, dann wäre die Anglo Irish Bank auf einen Schlag 1,36 Mrd. Euro Schulden los. Da es derzeit keine staatlichen Garantien für die Zeit nach Dezember 2010 gibt, müssen die Gläubiger sich bis dahin entscheiden, ob sie das Angebot annehmen. Der frühere Vorstandsvorsitzende der Bank hat bereits im Juli dieses Jahres seine Privatinsolvenz angemeldet. Bisher ist offenbar nicht bekannt, wer zu den glücklichen Verlierern gehören wird.

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