Oktobervollmond
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Strahlende Schönheit über dem ruhenden Land,
Trunken ergießt sich heimlich der hellende Strahl
Bis in den Keller, entlang der hölzernen Treppe,
Die, in Spiralen gewunden, den Zauber gefallen sich lässt.
Draußen im Garten Ruhe, die Einsamkeit ruft,
Liegen die Blätter vom Tage zahlreich verweht,
Während ein Widerschein, ruhig blitzend und kalt
Am Rahmen der Gartenstühle entlang den schimmernden Wettstreit beginnt.
Habe nun Acht, meine Seele, erzähle uns, was du geseh`n,
Wie ein todbleiches Licht geleuchtet in halbdunkler Nacht,
Und: wie ein ETWAS in einsamer Höhe gewacht,
Als durch die Krone des Kirschbaum zu spüren ein leichtes Weh`n.
Mond und Jupiter, gleißend schön,
Beide am schlafenden Himmel stehn.
Der eine leuchtet, der andere nicht,
Wird angestrahlt in meinem Gedicht.
Klaus Grunenberg
Kritik
Naturdichtung? Romantik? Moderne? Shakespearehafte Coda am Schluss des fast klassisch anmutenden Werkes ist ein Hinweis auf die Realität, die wichtig ist. Wichtiger vielleicht, als traumhafte Gebilde, wie Gedichte, Theaterstücke, Lieder, Musikstücke, Bilder also? -
Was zählt, ist die Erzählung von Gesehenem, von Beobachtung und von den Gedanken darüber.
Ed Moercke
Aber wie kann man es ausdrücken, wie soll ich es sagen? Ich lasse mich einfach treiben wie bei einer einfühlsamen Musik. Ja, Gedichte können etwas auslösen, im Poeten selbst und im Lesenden. Es tanzen die Gedanken, oder einfach: in Gedanken tanzen.
Mark Beil-Ritzi
Photo Quelle/Copyright: Jenzig71, via pixelio.de
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