Essstörungen bei der ARD

Die ARD Themenwoche “essen ist Leben” überstieg mit sehr vielen Beträgen das Seh- und Hörvermögen der Gebührenzahler beträchtlich. In den Programmhinweisen sind 1225 TV-und Hörfunksendungen aufgelistet[i]. Sehr erfreulich waren viele praktische Hinweise, wie man mit den einfachen Produkten der Landwirte und des Lebensmittelhandwerkes lecker, vielfältig und gesund kochen kann. Dass

sehr.jpgDie ARD Themenwoche “essen ist Leben” überstieg mit sehr vielen Beträgen das Seh- und Hörvermögen der Gebührenzahler beträchtlich. In den Programmhinweisen sind 1225 TV-und Hörfunksendungen aufgelistet[i]. Sehr erfreulich waren viele praktische Hinweise, wie man mit den einfachen Produkten der Landwirte und des Lebensmittelhandwerkes lecker, vielfältig und gesund kochen kann. Dass dies auch bei weniger Geld in der Familienkasse und wenig Zeit bei den berufstätigen Menschen praktisch umzusetzen ist, kochte Tim Mälzer vor.

Mit jeder Verführung hin zu mehr ursprünglichen Produkten von heimischen Äckern oder Ställen, mit Qualitätserzeugnissen heimischer Verarbeitungsbetriebe, gewinnen Landwirtschaft, Verbraucher, Handel und Lebensmittelwerke. Mehr Bildung, Spaß und Ehrfurcht rund um unser Essen kann sogar die Krankenkassenbeiträge senken, wenn weniger Folgeschäden von Fehlernährungen zu bezahlen sind. Mit den einfachen Produkten lassen sich seit Jahrtausenden die leckersten Speisen kochen. Kartoffeln, Fleisch, Gemüse, Obst, Mehl, Milch und Milchprodukte, Eier, Zucker, Öl, Nudeln, Nüsse, Gewürze, Kräuter, Hefe, Wein und Bier brauchen keine Beipackzettel für vielfältigste Freuden und Kultur auf dem Tisch.

Bei den verarbeiteten Produkten der Ernährungsindustrie wurde bei einigen Sendungen, die ich verfolgt habe, etwas angestrengt nach jedem Haar in der Tütensuppe gesucht, dabei manchmal so getan, als ob es keine staatliche überwachung und Fürsorge für die Konsumenten gibt. Aber, auch wer verarbeitete Erzeugnisse der Lebensmittelindustrie kauft, aus Zeitgründen darauf angewiesen ist, wird nicht betrogen. Hier haben sich manchmal nichtstaatliche Verbraucherschützer selbstsüchtig in Szene gesetzt, Angst geschürt. Manchmal nimmt die ständige Beschäftigung mit dem richtigen, dem korrekten, dem gesunden, dem ausgewogenen Essen, mit “das Gute essen”, mit Details und Tricks auf Beipackzetteln irgendwelcher Fertigsuppen, neurotische Züge an, fördert Essstörungen statt Lust auf eine gesunde Ernährung. Es muss heute niemand was in Tüten oder Schnellrestaurants kaufen, alle Regale mit den Ausgangsprodukten sind überall wohl gefüllt und manches schnell zubereitet.

Insgesamt wird die Themenwoche vielen Menschen geholfen haben, sich gesünder und geschmackvoller zu ernähren, was hoffentlich auch bald in den Umsätzen der heimischen Erzeuger zu spüren sein wird.

Sehr bedenklich waren allerdings einige Beiträge, die Produkte auf dem Teller nicht nach Geschmack, Kochzeit und Herkunft bewerteten, sondern nach der gerade modischen Moral unserer intellektuellen, meist landwirtschaftsfernen, Oberschicht. Wer Ernährungsweisen einer Prüfung nach Maßstäben seiner politischen Korrektness (P.C.) unterzieht, macht aus der Ernährung eine Ideologie. In einigen Beiträgen zur Themenwoche der ARD schimmerte diese Ideologie als moralisch höherwertig durch.

Zwei unappetitlichen Ausrutscher, mit Fehlinformationen und absurden Schuldzuweisungen sollen hier aufgezeigt werden, die Tagesthemen und ein Film des Hessischen Rundfunks.

1. Tagesthemen vom 25.10.2010 (siehe[ii])

Frau Miosga, eine der drei Paten[iii] der Themenwoche, war schlimm erkältet an dem Tag, das sei der Fairness halber gesagt. Wie sie zu der Paten-Ehre kam, ist allerdings etwas unverständlich. Sie sollte wohl neben dem Koch für die Leckereien, dem Wissenschaftler für die Nährwertanalysen, die investigative Journalistin spielen? Was die Tagesthemen am 25.10.2010 tatsächlich leisteten, war peinlich. Frau Miosga erinnerte sich in ihrer Moderation daran, dass in den “60er Jahren” ein Werbespruch gebraucht wurde (auch zum Nutzen der ARD): “Fleisch ist ein Stück Lebenskraft!”. Sie meinte dazu: ZITAT “Der deftige Schweinebraten oder eine saftige Haxe sollten täglich auf dem Teller landen. Und glaubt man den Statistiken, so ist der Fleisch- und Wurstkonsum bis heute deutlich gestiegen. ZITAT ENDE.

Dass Schweinebraten oder eine saftige Haxe täglich auf den Teller sollten, ist eine starke überinterpretation des Werbespruches. Wer möchte denn täglich Schweinsbraten und Haxe? Kaum dass Frau Miosga verkündet hatte, dass nach den Statistiken der der Fleisch- und Wurstkonsum bis heute deutlich gestiegen ist, folgte eine Grafik, in der deutlich zu sehen war, dass der Fleischverbrauch in Deutschland seit 20 Jahren sinkt. Von 102 kg/Kopf in 1990 auf 88kg in 2009. Schon im Dreißigjährigen Krieg rechnete man mit einem Pfund Fleisch pro Söldner und Tag. Auch hat die Oberschicht schon seit Jahrtausenden einen sehr hohen Fleischkonsum. Mit dem Wohlstand zog die Unterschicht hier nach. Die Aussage von Miosga, dass der Fleischverbrauch ständig stieg, ist also in mehrfacher Hinsicht falsch. Sie verkündete hier ihre Vorurteile. Auch die Grafik mit dem Fleischverbrauch war etwas manipulativ, denn vor dem zweiten und vor dem ersten Weltkrieg war der Fleischverbrauch höher als von 1950 bis 1958 und der Schlachtkörperanfall (“Fleischverbrauch”) ist kein Fleischkonsum, insbesondere in Zeiten, wo man viele weniger begehrte Teile des Schlachtkörpern nicht mehr isst. Seit der Foodwatch-Chef Thilo Bode mal von einem “Zurück zum Sonntagsbraten” schwadronierte, glauben die Journalisten gern, alle hätten früher nur wenig Fleisch gegessen.

Nach dem Beitrag mit den Statistik-Daten meinte Frau Miosga in ihrer Moderation: ZITAT: “Für andere sind die unappetitlichen Bilder der Massentierhaltung, die Antibiotika im Futter, sterile Ställe mit tausenden Schweinen und leuchtend rot präpariertes Fleisch im Supermarkt einfach zuviel des Schlechten.” Dass Antibiotika im Futter in der EU schon lange verboten sind, hätte Frau Miosga wissen können. In Zusammenhang mit Fleisch und der Tierhaltung von “Schlechten” zu reden, einen Arzneimittelmissbrauch zu erfinden, mag Essstörungen fördern, wahr ist an diesem Satz wenig.

Dann folgt ein Filmbericht über vegetarisches Essen. Frau Silke Bott vom Vegetarierbund Deutschland (VEBU) durfte behaupten, dass in Deutschland 500000 Schweine unbetäubt getötet werden. Diese Statistik kenne ich nicht. Ein Qualitätsjournalismus sollte bei der Zitierfähigkeit des VEBU Vorsicht walten lassen. Unbetäubt getötet wäre ja so was wie Schächten bei Rindern und Schafen. Dann durfte Thomas Volpers vom Bund für Umwelt-und Naturschutz behaupten, dass das Kupieren der Ringelschwänze von Schweinen generell verboten ist, aber es Ausnahmen in Einzelfällen gäbe. In großen Massentierhaltungen würde dieser Einzelfall generalisiert werden, meinte er mit herablassender Mine in Richtung einer großen Stallbaustelle. Auch beim BUND sollte der Qualitätsjournalismus vorsichtig sein. Das Kürzen (Kupieren) des Schwanzes von unter vier Tage alten Ferkeln ist in der konventionellen Schweinehaltung ohne Betäubung erlaubt, siehe §5, Absatz 3, Satz 3 TierSchG[iv]. Der Hintergrundsprecher sagte dann wegen des Kürzens der Schweineschwänze: ZITAT “Die Tiere werden für den Industriebetrieb zurechtgestutzt!” ZITAT ENDE. Nun sollte im Gegensatz dazu die heile Welt der Bio-Schweine gezeigt werden. Wirklich schöne Schweine auf einer Weide grunzten durch das Bild. Dann in Großaufnahme das Hinterteils eines Bioschweines und der ARD-Sprecher setzte seinen Text mit folgendem Satz fort, ZITAT: “Hier dürfen die Schweine ihre Schwänze noch behalten. Biobauer Bernd Schulz aus Gömnik hat selbst einmal in einem Großbetrieb gearbeitet. Er weiß wie die Tiere gehalten werden und macht es jetzt anders. ZITAT ENDE. Nur, diese Bio-Schweine hatten alle offensichtlich kupierte Schwänze. Zwei Drittel der Schwanzlänge fehlte allen Schweinen, samt borstiger Endquaste. Es wackelten Stummelschwänzchen statt Bio-Ringelschwänze in den Tagesthemen. Das kommt wohl dabei raus, wenn unsere intellektuelle, landwirtschaftsferne Oberschicht€š Schweineschwänze durch die Ideologiebrille sieht.

Dann durfte Biobauer Schulz folgendes sagen, ZITAT: ” Es gibt eben Größenordnungen, wo die Natur sagt, es geht halt nicht anders, das ist nicht machbar. Und wir brauchen es doch auch nicht, wir brauchen das nicht. Wir müssen nicht jeden Tag Fleisch essen. Ich esse zweimal in der Woche Fleisch. Das reicht. Und ich sehe nicht gerade verhungert aus, oder? ZITAT ENDE. Na, das waren doch Sätze, wie bestellet in dem Kontext, für den investigativen Teil der Themenwoche? Der arme Herr Schulz wurde trotzdem für eine Ideologie vorgeführt. Die Bilder von den Schweinen und der Weide waren sehr schön. Biobauer Schulz hält auf seinen 35 ha nur 103 Schweine. Das ist wirklich Öko-Plus und die Schweine waren gesund und propper, die Weide hatte eine intakte Grasnarbe. Das ist toll für die Schweine und vermindert die Infektionsgefahr für Würmer etc.. Nur, bei 0,34 Hektar pro Schwein (bayrisch: 1 Tagwerk pro Schwein) bräuchten wir in Deutschland für unsere 27 Mio. Schweine rund 9 Mio. Hektar Fläche. In Deutschland haben wir nach der Wiedervereinigung ganze 17 Mio. Hektar Landwirtschaftliche Fläche. Da gäbe es also von Rosenheim bis Köln nur noch Schweine, überall Schweine, alles Schweinebauern. Und wie würden uns die Klimaschützer prügeln, ob des wahnsinnig hohen CO2-Fußabdruckes des Schweinefleisches aus so einer Haltung mit so viel Fläche. Die würden alle dieses bestimmt hervorragende Fleisch (sah aus wie etwas zu fett aber dafür bestimmt sehr lecker) verteufeln und dringend abraten es zu essen, das wäre wahrscheinlich so klimaschädlich wie ein Flug zum Mond. Einem unideologischen Journalisten hätte der riesige Flächenbedarf auch auffallen können, aber in dem Beitrag hatten Märchengeschichten, Fehlinformationen und einseitige Schuldzuweisungen Vorrang.

Es sind an dem Tag in der Tagesschau auch wieder (xxx) . Es ist schon erstaunlich, welches Vertrauen man bei der ARD in die Urteilsfähigkeit und Seriosität einer Organisation hat, die die “Massentierhaltung” notorisch mit dem Holocaust vergleichen wollte[v].

2. Der Beitrag “Hilfe! Was essen wir?”

Der Beitrag “Hilfe! Was essen wir?” des Hessischen Rundfunks (hr) wurde im Programm der ARD am Mittwoch, 27.10.2010, von 23:38 Uhr bis 00:21 Uhr ausgestrahlt. Vom hr stammen schon Musterbeispiele für manipulative, ernährungsideologisch auf öko-extrem eingefärbte Berichte über die Umweltwirkung von Speisen.

Für diesen Film hat man sich eine von der landwirtschaftlichen Urproduktion sehr weit entfernte Familie gesucht. Die Familie sollte die Zutaten für Spaghetti Bolognese in einem Supermarkt kaufen und zu jedem Produkt lieferte ein FOOD-SCANNER am Einkaufswagen auf Knopfdruck Informationen. Das Strickmuster des Films erinnert etwas an einen Film des hr in der Sendung “Alles Wissen”, in dem ein wwf-”Klima-und Lebensmittelexperte” die Lebensmittel im Einkaufskorb eines ökogläubigen Pärchen bewertete. Waren die Lebensmittel nach Ansicht des “Lebensmittelexperten” klimafreundlich, bekam das Pärchen ein Lob. Waren sie klimaschädlich, ging der Daumen nicht Unten[vi]. Zu diesem Vergleich von Lebensmitteln nach dem CO2-Fußabdruck stellen des Öko-Institut, der BMU und das UBA zusammen klar fest: “Auf absehbare Zeit ist weder von Datenlage noch von der Methodik her eine wettbewerbsrechtlich durchhaltbare vergleichende CO2-Kennzeichnung von Produkten möglich. Dies gilt besonders bei den Lebensmitteln, die momentan im Mittelpunkt der CO2-Label-Diskussion stehen.”[vii]. Trotzdem stellte der hr in der damaligen Sendung solch fachlich völlig unhaltbare Vergleiche wie diesen zur “Verbraucherberatung” an: “Bei Milchprodukten gilt: je mehr Fett sie enthalten, desto schlimmer die Klimabilanz[viii]. Das ist fachlich völliger Quatsch. Es war interessant zu sehen, ob der hr diese ideologisch motivierte Verbrauchertäuschung weiter treibt.

Die Familie sollte also die Zutaten für Spaghetti Bolognese kaufen und vom hr dabei mit Hintergrund-Informationen über die Produkte beraten werden. Zuvor wurde der Einkaufszettel erstellt. Was braucht man zu Spaghetti Bolognese: Karotten! Wer braucht Karotten zu Spaghetti Bolognese? Liebe Mutter Permantier, wer hat Ihnen denn das vorgeschlagen? Kann es sein, dass man Karotten brauchte, weil Karotten bei den Öko-Fundis nicht so viele Öko-Minuspunkte haben? Irgendwas sollte ja im Einkaufswagen verbleiben? Öko-Nachtigall, ick hör dir schon bei den Möhren auf dem Einkaufszettel trapsen!

Was braucht also die Familie für Spaghetti Bolognese:

1) Frische Tomaten für den Tomatensalat als Vorspeise,
2) Spaghetti
3) Dosentomaten
4) Karotten
5) gemischtes Hackfleisch Schwein/Rind
6) Parmesan und
7) Vanilleeis zum Nachtisch

Dass nun kein Supermarkt mit dem hr was zu tun haben will, liegt wohl am hr. Wie man später an ehrlichen Angestellten des Armoaherstellers Symrise in Holzminden, dem Angestellten einer Gemüse-Erzeugergenossenschaft in Almeria und einem Käsemeister der Nordmilch sehen wird, hat das auch seinen Grund. Die Familie geht also in den Supermarkt. Zuerst gibt der PC am Einkaufswagen ein paar nützliche Tipps wie ein Supermarkt aufgebaut ist, baut damit Vertrauen auf. Der PC sagt dann: ZITAT “Der Supermarkt sagt ihnen zu den Produkten nicht viel, aber ich erzähle Ihnen die ganze Geschichte: Woher das Produkt kommt, wie es erzeugt, aufgezogen und bearbeitet wurde. Kurz: was das Schnitzel war, bevor es ein Schnitzel wurde.” ZITAT ENDE. Andere Leute brauchen ein Studium und ein Berufsleben dazu, aber hier soll der PC das als Kurzinfo melden? Wenn der hr so einen PC füttert, dann besteht die Gefahr, dass dieser PC das bringt, was die Ökofanatiker dem Produkt hinterhersagen wollen, dann wird der FOOD-SCANNER zur Vorstufe eines Ökoblockwarts.

Frische Tomaten nach Art der Ökoideologie

Die Familie will frische Tomaten für die Vorspeise Tomatensalat. Dazu sagt dann der Ökoblockwarts-PC zuerst ganz informative Sachen über Tomaten, die alle stimmen. Dann wird das Plastikmeer der Costa Almeria in Spanien gezeigt. Man besucht die Erzeuger-Genossenschaft Casur samt technischem Leiter Isidoro Carricondo. Die Genossenschaft baut dort Tomaten an. Man zeigte die Sortieranlagen. Die Erzeuger vergiften das Trinkwasser, vergiften schwarze Saisonarbeiter mit Spritzmitteln, verschmutzen das Meer, produzieren Müll und geschmacklose, noch fast grüne “Tomaten”. Ob sich das Team nochmals zu Casur in die Werkshallen traut? Die Familie legt also ob der Horrorgeschichten die Tomaten wieder zurück, da diese nach diesem Film ethisch nicht einwandfrei sind.

Frische Tomaten, der verschwiegene Rest der Geschichte

Der PC am Einkaufswagen wollte ja die ganze Geschichte verkündet. Tat er, wie erwartet wenn der hr hinter einem Erhährungsthema steht, nicht. Hier ist der Rest: Dass es Umweltprobleme in der Region Almeria gibt, kann man sehen, aber eben auch etwas anderes. Dieses vormals versteppte Armenhaus Spaniens ist heute eine Region, in der sehr viele Menschen einen guten Arbeitsplatz haben, nicht nur Isidoro Carricondo. Die Stadt El Ejido ist das Zentrum des Gemüseanbaues. Vormals in der ärmsten Region Spaniens, hat die boomende Stadt El Ejido heute das höchste Pro-Kopf-Einkommen in Spanien. Spanien sorgt sich sehr wohl um sein Wasser und die Umwelt. Die Gewächshäuser haben eine andere Funktion als hier. Bei der Hitze muss man nichts mehr “treiben”, sie dienen vornehmlich der Wasserersparnis, dem Verdunstungsschutz. Es wird intensiv daran geforscht, den Wasserverbrauch zu minimieren[ix], Umweltschäden zu minimieren, alle am Wohlstand zu beteiligen. Das “Müllbewusstsein” ist leider noch etwas unterentwickelt, was der deutsche Urlauber gerne kritisiert. Wahr ist auch, dass die bedauernswerten Saisonarbeiter gar keine Arbeit hätten, wenn es die Gemüseregion nicht gäbe. Wollen wir sie nach Deutschland holen, wenn der Gemüseanbau dort zusammenbricht? Wahr ist auch, dass es gut geführte Gewächshäuser gibt. Soll die Region nach hr-Ideologie besser wieder entvölkert, die Schwarzen nach Gambia geschickt, die Arbeitsplätze stillgelegt, die neuen Städte und Fabriken zerstört, die Wasserleitungen gesprengt, die Steppe wieder hergestellt werden? Man hätte natürlich auch niederländische Treibhäuser zeigen können, dem anderen wichtigen Tomatenlieferanten. Aber die sind leider sehr ordentlich, das hat der Deutsche womöglich gern. Man hätte auch vorbildliche niederländische Treibhäuser in Almeria zeigen können, aber die passen auch nicht zur Ideologie. Wir verzichten also auf das frische Gemüse im Winter und auf unsere Exportmöglichkeiten nach Spanien. Am deutschen Öko-Wesen soll die Welt genesen. Wir verzichten auch auf Melonen im Sommer etc. und auf den Export unseres niedersächsischen Eisbergsalates als Rückfracht der Melonenlaster nach Spanien. Wer muss denn auch Melonen essen und die Spanier sollen gefälligst unempfindlichere, regionale Salatsorten essen, die dort im Sommer nicht schossen, die Hitze vertragen. Wir wollen die Armut in die Provinz Almeria zurückbringen – aber das sagt der PC natürlich nicht. Der hr geht in Almeria zuerst auf das Klo und vermeldet dann: kauft nicht, es stinkt hier, alles Primitive hier! Zum Beweis wedelt er mit einem Stück Klopier und einer toten Schmeißfliege.

Karotten für die Spaghetti Bolognese

Karotten, Kohl, Zwiebeln sind die Lieblinge im Gemüsesortiment der Ökofundamentalisten, die können regional erzeugt und länger gelagert werden, darum müssen die wohl in den Film rein. Sind auch nicht so kompliziert im Anbau wie teilweise anderes Gemüse. Nun also steht der Einkaufswagen vor den Karotten. Wieder ein paar richtige Infos zu dem Gemüse, aber dass im Winter Karotten aus niederländischen Treibhäusern kommen sollen, ist mit neu. Da wird doch zu wenig daran verdient, um die in Treibhäusern zu ziehen. Die werden auch aus dem Lager kommen. Karotten sind gesund, bitte kaufen Sie Karotten, da kann ich mich nur anschließen und das freut auch unsere Gemüsebauern und alle, die an der Karotte wirtschaftlich hängen.

Schweinefleisch nach Art der Ökoideologie

Nun nimmt die Familie Mett für die Bolognese aus dem Regal und befragt das Öko-Orakel im PC auf dem Einkaufswagen. Dieser zeigt einen niedersächsischen Schweinestall. Der Vater weiß schon: “Das sieht idyllisch aus, bist’de reinkuckst!”. Nun konnte man aber keine Skandalbilder bei dem Bauern finden. Vater meinte schon. “ich fürchte (!?!), der Stall geht noch! Es sah also nun fast so aus, als ob die Vorurteils-Erwartungen nicht erfüllt werden konnten und mal lief akut Gefahr, dass die Familie das Fleisch im Einkaufswagen belässt! Das wäre aber ganz gegen die hr-Ökoideologie. Aber da gibt es ja noch die Gülle. Der hr also wieder auf Klo-Tour. Scheiße in Großaufnahmen, Scheiße rieselt auf die Getreidestoppel. Dazu kommt aus dem Off die hr-Ideologie mit einer faustdicken Lüge: “Das Problem ist: es gibt mehr Gülle als das Land verträgt”. Ein Referent vom BUND (Tilmann Uhlenhaut) durfte die ideologische Schäfte ans Fleisch würzen: Gülle ist Abfall! Das Problem wird immer schlimmer! Der Abfall kommt auf die Felder. In ganz Niedersachsen würden pro Jahr der Inhalt von 8000 Güllewagen mehr auf das Land verteilt, als das Land verträgt, sagt die sanfte weibliche Stimme aus dem Off. Dann wird eine Karte von Niedersachsen gezeigt mit der Nitratbelastung der Gewässer. Das soll etwas mit den Tieren zu tun haben, suggeriert der Film.

Irgendwie war das noch nicht genug der Öko-Greulmärchen, die Familie hängt anscheinend stark am Fleisch. Nun muss als Steigerung noch ein hypothetischer Horror ran! Dazu filmte man eine DDR-Bauruine in Brandenburg, in die man seine Horrorvisionen projektieren konnte. Der Vater meinte dann auch tatsächlich, angesichts der DDR-Ruinen: “Das sieht hier nicht mehr so romantisch aus.” Mutter schüttelte sich schon ob der Vorstellungen. Nun sagte der interviewte Projektmanager der Bauruine noch: “Die Bevölkerung stimmt mit dem Portmonee ab”. Das gab dann den Ausschlag, wegen der Horrorvision und der Güllelügen wurde das Schweinefleisch aus Niedersachsen mit 3 gegen 2 Stimmen wieder zurückgelegt.

Schweinefleisch, der verschwiegene Rest der Geschichte

Es gibt in Deutschland nicht mehr Gülle als das Land verträgt, der hr ist hier wieder stark öko-tendenziell. Es gibt im Landkreis Vechta mehr Gülle als das Land vertragen würde, aber es gibt genaue gesetzliche Grundlagen, wie viel Gülle wo und wann ausgebracht werden darf (verschärft nun in der Gülle-Verbringungsverordung[x] etc.). Darum muss der überschuss in andere Landkreise gefahren werden. Es darf nicht mehr Gülle ausgebracht werden, als das Land und das Grundwasser vertragen. Die Scheiße, die Gülle, ist ein Segen für das Land, macht es seit tausenden von Jahren fruchtbarer als es ohne wäre. Die Gülle ermöglicht einen früher für unmöglich gehaltenen Rückgang der Düngung mit Industrie-Dünger (80 bis 90% bei Kali und Phosphor), spart so fossile Energie und schont CO2. Gülle, alle organische Düngung, ist ein Segen für den Boden, die Bodenlebewesen freuen sich. Mit dem verantwortungsvollen Einsatz von Gülle und Gründüngung und Stroh kann wertvoller Humus im Boden geschaffen werden, das Bodenleben gefördert werden. Zum nachhaltig Wirtschaften gehört es auch, die Nährstoffgehalte in den Böden relativ hoch zu halten, die Böden nicht “auszulaugen”, möglichst eine Kreislaufwirtschaft der Nährstoffe anzustreben.

Wenn in Niedersachsen 8000 Güllewagen mehr anfallen als erlaubt (?), dann heißt das nicht, dass die ins Grundwasser kommen, dann sind das rein theoretische Rechenwerte nach festgesetzten oder geforderten Grenzwerten. 8000 Güllewagen auf einer niedersächsischen Landesfläche von 4,7 Mio. Hektar, da wäre wohl auch einmal in ein 100 Hektar großes Maisfeld pinkeln eine Umweltkatastrophe?

Die im Film gezeigte Karte mit der Nitratbelastung zeigt auch Gebiete, in denen es so gut wie kein Vieh mehr gibt. Mache ich die Grenzwerte wieder strenger, habe ich wieder einen Wert, den ich als Ökokatastrophe verkaufen kann. In Gebieten mit geringen Abflussraten, sozusagen bei trägen Gewässern, habe ich auch ohne Landwirtschaft leider eine andere Wasserqualität als in sprudelnden Bergbächen. In Niedersachsen gibt es überall Brunnen für die Wasserversorgung, das Wasser kann überall getrunken werden. Hausbrunnen genügen heute dem Standard nicht mehr, hätten auch früher den heutigen Standards nie genügt. Sie können heute in jedem Fluss baden, die Situation hat sich sehr verbessert, weil frühere Auswüchse der Düngung, die es gab, geregelt wurden. Würde der hr nicht exklusiv Umweltideologen zu Experten erklären, sondern z.B. die Universitäten und Hochschulen in den betroffenen Gebieten, müsste der hr ein anderes Bild zeichnen. Da wird intensiv geforscht und gemessen, wie man eine intensive Tierhaltung regeln muss[xi].

Rindfleisch nach Art der Ökoideologie

Nachdem das Schweinefleisch aus Niedersachsen wegen der DDR-Bauruinen durchgefallen war, kam nun das Rindfleisch an die Reihe. Die Öffentlichkeit ist ja nun schon bald Rindfleisch-konditioniert, von den vielen Negativberichten darüber. Da bei deutschem Rindfleisch im Einkaufswagen die Gefahr bestehen würde, schönes Grünland zu sehen, was bei den Ökoideologen auch hoch im Kurs ist, musste man hier gleich zu Anfang ablenken von dem Produkt im Einkaufwagen, sehr weit ablenken, bis Brasilien. Also, in Brasilien wird der Urwald gerodet und in Brand gesteckt, um Platz für unser Rindfleisch (von dem wir selber 20% mehr produzieren als wir essen), zu bekommen. Wenn Sie, liebe Familie jetzt auch noch Rindfleisch kaufen, dann verbrennt noch mehr Regenwald am Amazonas, wurde der Familie eingeredet. Das Rind rülpst und pupst Methan, killt das Klima. Ein Erdenbewohner darf nicht mehr als 2 Tonnen Klimagase pro Jahr in die Luft pusten. Wir müssen CO2 sparen oder die Welt geht unter. Die Abstimmung war eindeutig: Weg mit dem Rindfleisch, wir retten das Klima der Welt. Die Kleine sprach es aus, “wir werden Vegetarier”.

Rindfleisch, der Rest der Geschichte

Sie, liebe Familienmitglieder, pusten 12 Tonnen CO2 pro Kopf in die Luft. Das ist weit mehr als der Weltdurchschnitt. Wir dürfen nicht mehr als der Durchschnitt oder nach der  Ökonorm verbrauchen, sagt Ihnen der hr. Darum müssen wir leider den CO2-Ausstoß auf 2 Tonnen pro Person auf der Welt rationieren. Wenn Sie mit 2 Tonnen CO2 auskommen wollen, dann fahren Sie mit Ihrem japanischen Van ohne deutsches Rindfleisch bitte wieder zurück, machen kalte Küche und kaltes Haus, verkaufen das Auto, stellen den Strom ab, duschen in der Regentonne, radeln zur Arbeit oder übernachten dort auf einem Feldbett. Und wenn dann noch etwas auf dem Klimagas-Guthabenkonto ist, dann erlaubt ihnen der Öko-Blockwart eine heiße, energieverschwenderische Tofupfanne auf dem Sonnenkollektorofen?

Dem hr-Propagandafilmchen auf dem FOOD SCANNER zufolge wird im Jahr 2050 die Welt von Rindern überbevölkert sein, die Luft deswegen verpestet, der Regenwald verbrannt. Die Masche ist bekannt. Rinder gibt es zwar schon ewig, in Deutschland heute 9 Millionen weniger als 1913, aber der Ökofanatismus lehrt: Die Rinder nehmen ständig zu, sind vor 200 Jahren, als das mit der Industriealisierung anfing, auf die Idee gekommen, Methan zu pupsen und wollen damit unser Klima killen. Die Rinder sind schuld! Und wenn in Deutschland die Rinderzahl sinkt, damit der Klimagasausstoß, dann eben nach Brasilien, wo die Rinder zunehmen. Wir biegen uns die Wirklichkeit nach unserer hr-Ideologie zurecht. Der Regenwald brennt viel mehr wegen der Idee der Öko-Fraktion, Biotreibstoffe zu fördern und zu fordern. Das ist auch die Wahrheit[xii]. Wer hier meint, verurteilen zu können, hat selber mehr als genug “Dreck am Stecken”, drückt sich um seine Verantwortung, ist selbstgerecht und uneinsichtig, sollte mal seine Forderungen auf Nebenwirkungen untersuchen.

Das Rindfleisch im Einkaufswagen war deutsches Rindfleisch. Deutschland versorgt sich selbst mit Rindfleisch, hat einen Selbstversorgungsgrad von 119%. Den Rindern hier geht es gut, das liefert nicht die gewünschten Horrorbilder, darum der brennende Regenwald, der nun gar nichts mit dem deutschen Rindfleisch zu tun hat. Ohne Rinder gäbe es auch kein Grünland, Grünland ist ökologisch wertvoll, schön und beliebt, da beißen sich die Ökofanatiker auch die Zähne daran aus. Also muss man den Bogen schaffen zu etwas, was der Durchschnittsdeutsche nicht so gut kennt und womit man ihm ein schlechtes Gewissen einimpfen kann, um die gewünschte Ablehnung des deutschen Rindfleisches zu bekommen. Diesmal nicht zu Ruinen in die Ex-DDR, diesmal nach Brasilien. Also in Brasilen nehmen die Rinder stark zu, im Gegensatz zu Deutschland, wo sie eben abnehmen und deshalb nicht ins Öko-Katastrophenszenario passen. Die Abnehmer des brasilianischen Rindfleisches würden in Europa sitzen und auf das Klima pfeifen. Richtig ist: Die Abnehmer des brasilianischen Rindfleisches sitzen in China und freuen sich, wenn der hr das Fleisch schlecht redet und so verbilligt. Mutter dreh den Wasserhahn zu, dusch dich nicht, in Eritrea verdursten die Kinder und in 40 Jahren geht die Welt deswegen unter. Den ersten Schaden dieser Rindfleisch-Verleumdung a’ la hr haben die Bio-Mutterkuhhalter, denn ihre Kundschaft reagiert auf solche Verleumdungen des Rindfleisches als erste mit Kaufzurückhaltung. Dabei ist es egal, wie nützlich die Rinderhaltung auf den meist anderweitig nicht sinnvoll zu nutzenden Flächen ist, oft mit großen Naturschutzauflagen und mit Naturschutznutzen. Wer will denn sonst die Buckel, Sandhaufen und Hochwassergebiete nutzen?

Spaghetti

Nun wird es aber eng für Spaghetti Bolognese, äh, Napoli. Verhungern und alles in Naturschutzgebieten umwandeln ist natürlich auch umweltfreundlich, aber die Menschen wehren sich immer noch. Nun darf man die Nudeln nicht auch noch schlecht machen? Aber eventuell es sind Eiernudeln und die Eier stammen aus Käfighaltung, die Hühner leben hinter Gittern, wie schön bildlich mit “schwedischen Gardinen” klar gemacht wird. Der Kommentar der Kleinsten nach diesen hr-Propagandalehrstück zur Förderung von Essstörungen bei Kindern: “Weg!”. In den Spaghettis sind keine Eier drin, Glück gehabt, die Spaghetti dürfen in den Einkaufswagen, trotz kanadischen Weizens. Aber lieber Weizen aus Kanada als Eiernudeln aus Deutschland. Ich würde jedem verantwortungsvollen Vater raten, bei kleinen Kindern lieber Eier aus Käfighaltung zu kaufen. Keine andere Haltungsform liefert sauberere Eier, keine andere industrielle Haltungsform hat gesündere Tiere, geringere Sterberaten der Hühner. Man weiß nicht, ob ein Huhn, das nie etwas anderes als den Käfig erlebte, glücklich ist. Man weiß aber, dass kranke Tiere leiden und kann Krankheiten mit sauberen Haltungsformen, z.B. der Käfighaltung von Legehennen, vermeiden. Es scheint so, dass die massenhafte Massen-Freilandhaltung von Hühnern mehr die Öko-Gläubigen als die Hühner glücklich macht.

Dosentomaten

Dosentomaten sind o.K., da die irgendwo regional erzeugt werden und dann auf kurzem Weg verlustfrei und energiesparend in die Dose hüpfen, ganz ohne ausgebeutete Saisonarbeiter und Umweltschäden! Passt die Wirklichkeit nicht zur Ideologie, ist die hr-Ökoindoktrinierung zur Stelle und vergibt die Sklavenhaltung bei der Ernte der Dosentomaten[xiii]. Die Dosentomaten werden unter keinen anderen Umständen geerntet als die spanischen Tomaten. Aber man kann doch der Familie nicht jetzt schon sagen, dass man die Dosentomate erst später verbieten will, dass die Rohkost-Einkaufsrunde für die nächste Stufe der Ökoerleuchtung erst nach einer Wartezeit kommt. Dass es im Juni deutsche Tomaten im Freiland in Massen geben soll, ist mir neu. Haben wir etwa Apulien annektiert und ich weiß nichts davon? Niemand kann Deutschland mit Freiland-Tomaten aus Deutschland versorgen in der kurzen Zeitspanne, in denen die hier reifen. Dieses Jahr hätte es einen Totalausfall gegeben, weil die Tomate ab Juli Hitze braucht zum Reifen, zur Geschmacksbildung. Deutsche Tomaten brauchen auch im Sommer recht viel Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit oder ich habe selten gut Tomaten.

Käse nach Art der Ökoideologie

Käse wird aus Milch gemacht. Milch kann auch aus großen Betrieben kommen, wo die Kühe keinen Namen mehr haben. Und die Kühe werden gezüchtet, wobei die Bullen nur in eine Kunstscheide ejakulieren dürfen, was man im Bild zeigt, samt Ejakulat im Röhrchen am Ende der Kunstscheide. Fördert nicht gerade die Lust auf Käse. Und die Milch wird subventioniert. 54 Mrd. EUR zahlt die EU jährlich der Landwirtschaft. Deswegen würden die Bauern mehr Milch, Butter und Käse produzieren als die Verbraucher in der EU essen. Deswegen läuft die Milchkanne über und der überschuss wird in Afrika und Asien zu Dumpingpreisen auf dem Markt geworfen und ruiniert die Bauern in Ländern wie Thailand und Ägypten. Der Käsemeister der Nordmilch sagt dann, dass immer mehr Käse nach China geht und die Chinesen dahin gebracht werden müssen, “dass sie unseren Käse essen”. Diese saloppe, verunglückte Formulierung wird von der Mutter nach den vorhergegangen, manipulativen Bildern und Grafiken mit den Worten quittiert: “Die armen Chinesen, echt” und die Familie ist empört. Die Mutter sah ihr Menü in Gefahr und schloss: “Mit einem Kaufboykott von Käse reduziere ich nicht den überschuss!”. Der Vater meinte, trotz ideologischer Bedenken: Ich will auch mal irgendwas essen. Aus dieser Not heraus blieb der Käse im Einkaufswagen.

Käse, der Rest der Geschichte

Immerhin hat man es der hr diesmal vermieden, die Klimagasrelevanz des Käses mit dem Fettgehalt zu verbinden. Hier hat der hr gelernt. Nun aber die Subventionen der EU beim Käse abzuhandeln, ist wieder manipulativ. Die EU fördert die Betriebe, ob die nun Möhren, Hartweizengries für Spaghetti oder Dosentomaten produzieren. Die deutschen Exporte von Milchprodukten gehen dorthin, wo die Leute diese Produkte bezahlen können. Käse ist nun alles andere als eine Armenspeise, Parmesan gleich gar. Keine Milch kommt nach Ägypten oder Thailand, die würde sauer werden. Milch ist nicht lange transportfähig und wegen des Gewichtes nicht weit transportwürdig. Wenn, dann wird Thailand von Neuseeland mit Milchpulver beliefert, nehme ich an. Neuseeland ist der größte Milchprodukteexporteur der Welt, hat günstige Preise, liegt viel näher an Thailand. Ägypten ist so übervölkert, wo soll da überhaupt Platz für Weiden für die vielen Menschen sein? Ohne mir jetzt noch die Mühe mit den Außenhandelsbilanzen für Ägypten und Thailand zu machen, gehe ich mal einfach davon aus, dass der hr wieder phantasiert. Das ist ja die Falle, die Ökofanatiker gerne stellen: Einfach Behauptungen aufstellen und auf Blöde waren, die sich daran abarbeiten. Den Nutzen aus dem Streit, selbst wenn sie unrecht haben, haben die Fanatiker, das Umweltschwein ist immer der seriöse, der die Aussagen der Umweltretter anzweifelt.

Vanilleeis

Hier muß natürlich die Geschichte mit dem künstlichen Geschmack kommen. Aber Chemie schädigt die Umwelt weniger und kommt, nicht ohne Grusel und leichte Ekelanfälle, in den Einkaufswagen. Der Supermarkt hätte sich auch gefreut, wenn die Familie das teure Eis mit echter Vanille genommen hätte. Zum Schluss hat man dann das betrügerische Sägespäne-Schimmelpilz-Eis gegessen und ein wenig Öko-Besserung hinsichtlich des leckeren, glückbringenden Fleisches gelobt.

Der hr ist von “Alles Wissen” sehr, sehr weit entfernt, aber wie man manipuliert, das weiß er gut.

Photo: Manfred Walker, via pixelio.de


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  1. In Deutschland verursacht die Fleischproduktion jährlich das Leiden von mehr als 450 Millionen Tieren und bringt sowohl Menschen wie auch die Umwelt in Gefahr. Ohne Fleisch lebt man länger und gesünder ! Vegetarier erleiden seltener Herzinfarkte als Fleischesser und haben im Vergleich ein um 40% geringeres Darmkrebsrisiko. Der übermäßige Fett- und Proteingehalt des Fleisches steht auch mit anderen Krebsarten sowie mit Fettsucht und Schlaganfall in Zusammenhang.