Mozartkugeln und Wiener Zuckerl, Granatpralinen und Ischler Lebkuchen – habsburgische Köstlichkeiten lässt man sich nur zu gerne auf der Zunge zergehen. Doch was, wenn die Süßigkeiten von einer anderen Seite betrachtet werden, ein tieferer Sinn dahinter vermutet wird, dass am Weihnachtsfest Christstollen und an Ostern Schokoladeneier verspeist werden?
Michael Bünker, Bischof der Evangelischen Kirche in Österreich, hat diesem Gedanken ein ganzes Buch gewidmet. Er ist überzeugt: „Der Himmel ist süß.“ Auf insgesamt 136 Seiten stellt der geistliche Autor 20 süße Spezialitäten aus der österreichischen Küche vor und füllt die
Leckereien mit spirituellem Gehalt. Indem er sie in seine Predigten mit einbindet, kommt er zu Ergebnissen, die durchaus zum Nachdenken und Hinterfragen anregen: Verweist der Sportgummi mit seiner engen Beziehung zum Fußball und den damit verbundenen religiösen Zügen
wirklich auf das verlorene Paradies? Gesundheitlich gesehen trifft der evangelische Bischof jedenfalls den Nagel auf den Kopf, wenn er diejenigen zum Vorbild erhebt, die ihre Napoli Dragee Keksi mit Genuss und Maß verzehren, denn „Selig ist, wer das Aufhören lernt.“
„Bischofsbrot&Mozartkugeln. Von irdischen Süßigkeiten und himmlischen Wahrheiten“ ist im Styria Verlag Wien erschienen.
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