Erntepremiere

LandArt Weingut in Mainstockheim baut ersten fränkischen Grünen Veltliner aus Erstaunliche Frische, gepaart mit einem Aroma von weißem Pfeffer und einem Geschmack von Citrus charakterisieren den Wein aus den kegelförmigen, grün-gelblichen Trauben, die in erster Linie in Österreich zuhause sind, wo über 32 Prozent der Rebfläche mit dem Grünen Veltliner

velt.jpgLandArt Weingut in Mainstockheim baut ersten fränkischen Grünen Veltliner aus

Erstaunliche Frische, gepaart mit einem Aroma von weißem Pfeffer und einem Geschmack von Citrus charakterisieren den Wein aus den kegelförmigen, grün-gelblichen Trauben, die in erster Linie in Österreich zuhause sind, wo über 32 Prozent der Rebfläche mit dem Grünen Veltliner belegt sind. Fasziniert von dessen Facettenreichtum, der an den Silvaner heranreicht, wagten die Weinproduzenten Brigitte Günzel-Stintzing und Olaf Stintzing vom Weingut LandArt in Mainstockheim bei Kitzingen 2008 den Versuch, jene Rebsorte erstmals in Franken im Versuchsanbau auf einem Wärme speichernden Steilhang anzupflanzen.

Ende Oktober wurde ihr Wagemut mit dem Einbringen der ersten Ernte belohnt. Die hohen Niederschläge ließen den Veltliner nach einem relativ trockenen Winter und extremer Trockenheit im Juli auf dem kargen Boden gut gedeihen. Durch das klimatisch bedingte Abhärten der Beerenhaut und das immer wieder schnelle Abtrocknen der Trauben überstand der Veltliner die kritische Witterung bis zur Lese am 23. Oktober ohne jegliche Fäulnis, freuen sich die Weinmacher aus Leidenschaft. 300 Liter sind die erste Ausbeute, die sie durch ihre würzigen Aromen bei einem relativ niedrigen Alkoholgehalt von 6,5 Prozent begeistert. Für Olaf Stintzing hat sich das geduldige Warten, das kennzeichnet war von vorsichtigem Experimentieren, gelohnt. Über die Zeit hätten ihn zehnmal mehr Nachfragen nach dem Wein erreicht, als er mit der ersten Ernte bedienen könne, lacht der Winzer mit Blick auf den kommenden April, wenn der gute Tropfen erstmals in Flaschen abgefüllt werden soll. Bis dahin möchte der Weinmann sowenig wie möglich in den natürlichen Prozess eingreifen, der darin gipfeln könnte, dass sich der Wein selbst klärt. Das bedeutet, dass vielleicht auf eine Filterung der Schwebstoffe zu Gunsten des Geschmacks verzichtet werden könnte. Einmal mehr gilt hier seine Devise: „Gut Ding will Weile haben.“ Wohl bekomm´s.

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