Schier endlose Begeisterung zeigte sich am vergangen Samstag bei den Fans der Power Metal Band „Mob Rules“ im Hammelburger Wasserhaus. Mit viel Energie und imposanten Showeinlagen bewies die gefeierte Truppe, dass die Metalszene der 80er Jahre auch heute noch einiges zu bieten hat.
Die Musikini lockte mit der Veranstaltung „A Shot at Metal 2“ nicht nur das jüngere Publikum in den kleinen Live-Club am Rande Hammelburgs. Bunt gemischt waren die Fans, die sich in der beliebten Weinstadt versammelten. Doch für die Veranstalter hatte der von langer Hand geplante Abend mit einem schwerem Start begonnen. Nur wenige Stunden vor Öffnung der Pforten zeichnete sich ab, dass die Schwäbisch-Haller Hardcore-Band „A.O.D.“, die neben „Black Petty“ und „Mob Rules“ fest im Programm eingeplant war, nicht zu ihrem Auftritt erscheinen würde. Ein Plan B tat sich dennoch schneller auf als erwartet… doch hierzu später.
Starker Ausdruck und viel Bewegung
Wie geplant eröffnete die Wasserhaus Band „Black Petty“ den Konzertabend. Mit neuem Programm und einer geballten Ladung Progressive Metal, heizten sie das Publikum an. Von harten Riffs bis hin zu sphärischen Gitarrenparts packten sie sämtliche Klangwände aus ihrer vielfältigen Musikerkiste. Auch die Bühnenshow ließ sich sehen. Starker Ausdruck und viel Bewegung bestimmten das Bühnenbild und auch manch noch so eingefleischter Heavy Metaller ließ sich von den frischen und neuartigen Sounds des Schwermetalls überzeugen.
Nach 45 Minuten „Black Petty“ war es dann also an der Zeit für den oben genannten Plan B – und dieser sollte besonders die teils weit angereiste Fangemeinde von „Mob Rules“ begeistern. Kurzerhand nämlich hatte die Truppe um Sänger Klaus Dirks beschlossen, das fehlende Programm auszugleichen und anstelle der ursprünglich geplanten 60 Minuten sage und schreibe 100 Minuten lang die beschauliche Wasserhaus-Bühne zu bevölkern.
Energiebündel aus dem hohen Norden
Kaum war das erste Lied gespielt, versammelte sich das Publikum vor der Bühne und rockte, was das Zeug hielt. Von den Klassikern wie „Black Rain“ bis zu den neuen Nummern von dem aktuellen Album „Radical Peace“ war für Jeden etwas dabei. Die Energiebündel aus dem hohen Norden zeigten sich alles andere als Publikums scheu und wussten von der ersten Minute an, ihre Zuschauer mitzureißen – Headbanging und Rockerposen inklusive. Perfekt abgestimmt auf die harten Riffs und einem erhabenen Keyboard-Klangteppich war der Auftrag des Sängers Klaus Dirks klar: „Heute wird gefeiert!“ Die Begeisterung war ihnen wie dem Publikum anzusehen und so hofft die Band genauso wie die Veranstalter selbst, „Mob Rules“ noch auf ein weiteres Mal im Wasserhaus begrüßen zu dürfen.
Text: Madlen Wittmann/Sandra Schmelz
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