Auf einer Reise durch die Karibik

Nach dem Festival ist vor dem Festival Gerade erst sind die Nachbereitungen des 22. Africa Festivals abgeschlossen und schon ist es wieder soweit, es geht mit großen Schritten auf das Festival 2011 zu. Thematisch begibt sich das Africa Festival im Jahr 2011 auf eine Reise in die Karibik. Unter anderem

calox.jpgNach dem Festival ist vor dem Festival

Gerade erst sind die Nachbereitungen des 22. Africa Festivals abgeschlossen und schon ist es wieder soweit, es geht mit großen Schritten auf das Festival 2011 zu. Thematisch begibt sich das Africa Festival im Jahr 2011 auf eine Reise in die Karibik. Unter anderem werden Musiker und DJs aus Aruba, den Antillen, Trinidad, Tobago, Jamaika, Kuba und Curaçao den Besuchern des 23. Africa Festivals mit ihren mitreißenden Latin- und Reggae-Rhythmen gehörig einheizen. „Und wenn das noch nicht zum perfekten Karibikfeeling reicht, besteht die Möglichkeit, unterschiedliche karibische Rumsorten auf dem Festival zu verkosten“, erklärt Festivalorganisator Dr. Stefan Oschmann.

Nun stellt sich für viele die Frage, Africa Festival und Karibik, wie passt das zusammen? Auf den Karibikinseln legten in der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert die Sklavenschiffe aus Afrika an: Musikstile wie Mento, Ska, Rocksteady, Reggae, Dance Hall, Calypso und Soca sind Produkte dieses kulturellen und musikalischen Zusammentreffens. All die vielen verschiedenen Stile werden auf dem 23. Africa Festival ein Podium finden. Außerdem wird das Festival den karibischen Karneval mit seinen Steelbands, Soundsystems und einer bunten Straßenparade nach Würzburg bringen. „Der Karneval wird sich aber nicht nur auf die Mainwiesen beschränken. Die ganze Innenstadt wird
zu einer bunten Karnevalsparade werden“, verrät Dr. Stefan Oschmann.

Calypso Queen aus Trinidad und Tobago, Calypso Rose zu Gast in Würzburg

presb.jpgEinen ersten Einblick in das Abendprogramm haben die Veranstalter des Africa Festivals bereits zum Beginn des Kartenvorverkaufs gegeben. Auch 2011 ist die Hauptbühne im Zirkuszelt wieder hochkarätig besetzt. Am Donnerstag Abend werden Stars der Karibik zu Gast sein, so unter anderem die Calypso Queen aus Trinidad und Tobago, Calypso Rose. Das fast 70-jährige Energiebündel spielt, tanzt und singt den klassischen Calypso, der direkt an die Musik der afrikanischen Sklaven anschließt. Der frühe Calypso diente zwar als Tanzmusik, transportierte in seinen Texten aber auch aktuelle Ereignisse und historische Begebenheiten.

Der Freitag widmet sich dem afrikanischen Kontinent. Hier wird Papa Wemba ein Hauptact sein. Der Mann mit der goldenen Stimme, Autor von zahllosen Hits, Bandleader, Fashion-Ikone und König des Rumba-Rock kommt nach zehn Jahren wieder zum Africa Festival. Seine glitzernde Karriere umfasst mehr als vier Dekaden kongolesische Musikgeschichte, die Papa Wemba zu einem großen Teil geprägt hat. Er war eines der Gründungsmitglieder von „Zaiko Langa Langa“ und ist zugleich der experimentierfreudigste und erfolgreichste kongolesische
Musiker. Nach sieben Jahren Musikpause wird er mit seinem neuen Album „Wembadio“ 2011 zurück auf die musikalische Bühne kommen.
Eine Noche Cubana mit aktueller kubanischer Musik feiert das Africa Festival am Samstag. Unter anderem wird der Latino-Pop-Star Raúl Paz das Zirkuszelt zum Tanzen bringen. Der kubanische Sänger, der 2005 erstmals auf dem Africa Festival gastierte, lebte aus politischen
Gründen längere Zeit in Frankreich. Der kubanischen Regierung war er ein Dorn im Auge, weil er die Zustände auf Castro-Island sehr forsch beim Namen nannte. Leiser ist er nicht geworden, aber der lockenköpfige Frauenliebling lebt seit zwei Jahren wieder in seiner Heimat Havanna. Zähneknirschend duldet das Regime seine Konzerte, die ohne jegliche Werbemittel nach kürzester Zeit ausverkauft sind. Auf seiner aktuellen CD „Havanisation“, die Raúl Paz auf
dem Africa Festival vorstellen wird, mischt er einen tanzbaren Karibik-Cocktail aus Latino-Pop, Salsa, Rumba und Son.

Nicht fehlen darf bei einem karibischen Africa Festival der Reggae…

Dieser wird am Sonntag sein Podium erhalten. Und für diesen Anlass kommt kein Geringerer auf die Würzburger Mainwiesen als Europas bekanntester Reggae-Sänger Gentleman. Der gebürtige Kölner Tilman Otto ist schon lange Stammgast bei den größten Reggae-Festivals auf allen Kontinenten. Mit „Diversity“, seinem fünften Album, lotet er die ganze Bandbreite aus – vom groovenden Roots-Reggae bis zur lauschigen Ballade.

„Wir befinden uns zwar noch mitten in der Vorbereitung, aber ich kann bereits jetzt sagen, dass das 23. Africa Festival mit vielen großartigen Highlights überraschen wird- ein bunter Strauß musikalischer Vielfalt“, freut sich Festivalorganisator Dr. Stefan Oschmann.

Text: Sabrina Betz

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*