Jugendlicher nach Familienstreit mit vier Schüssen schwer verletzt
Einem Bericht des Südwestrundfunks (SWR) zufolge hat in der Nacht zum Sonntag ein Polizist einen 17-jährigen Jugendlichen mit vier Schüssen niedergeschossen. Der Jugendliche sei mit einem Messer zuvor auf einen Polizeibeamten losgegangen. In der Folge der Schüsse wurde der 17-Jährige schwer verletzt. Nach Polizeiangaben schwebt der junge Mann nicht in Lebensgefahr.
Gegen 1.30 Uhr wurde die Polizei zu einem Familienstreit in die Henry-Dunat-Straße gerufen. Dort habe der 17-jährige Jugendliche randaliert. Vor dem Haus habe der junge Mann die Beamten mit einem Messer angegriffen. Die Polizei versuchte zunächst die Attacke mit Pfefferspray abzuwehren. Der Abwehrversuch scheiterte. Daraufhin habe einer der Polizeibeamten zunächst in die Luft und dann vier Mal gezielt auf den 17-jährigen Jugendlichen geschossen. Der Schüler wurde in Beine und Brust getroffen und in ein Krankenhaus eingeliefert.
Die Staatsanwaltschaft in Mainz hat die Ermittlungen übernommen und geht jetzt auch der Frage nach, ob der Gebrauch der Schusswaffe durch den Beamten rechtmäßig war. Zur Zeit wird vermutet, dass eine Notwehrsituation vorgelegen habe. Um die Ermittlungen möglichst neutral zu führen wurde mit den kriminalpolizeilichen Ermittlungen das Polizeipräsidium Koblenz beauftragt.
Vorderpfalz aktuell, Radio- und Fernseh-Magazin seit 1984, Redaktion und Moderation: Andreas Klamm-Sabaot (Nachrichten-Redaktion).
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