Was sind Kapitalverkehrskontrollen?

Kapitalverkehrskontrollen sind „administrative Behinderungen des internationalen Kapitalverkehrs. Diese können in Gestalt von Steuern auf Kapitalimporte bzw. Kapitalexporte vorliegen, oder in Form von Mengenrestriktionen, Genehmigungspflichten oder Meldepflichten für internationalen Kapitalverkehr.“ Durch die Begrenzung oder kostenträchtige Behinderung des internationalen Kapitalverkehrs können spekulative Finanzströme zwischen Ländern und beispielsweise der Eurozone wirkungsvoll begrenzt werden.

Wege aus der Eurokrise: Das geldpolitische Trilemma

Mundell und Fleming haben ein einfaches Textbuchmodell entwickelt, das den Zielkonflikt der Geldpolitik einer offenen Volkswirtschaft beschreibt. Neben dem Güter- (IS-Kurve) und Geldmarktgleichgewicht (LM-Kurve) muss noch ein Leistungsbilanzgleichgewicht (FE-KUve) neben den beiden anderen gewährleistet werden. Die FE-Kurve wird durch folgende Gleichung beschrieben (unter der Annahme von kompletter Kapitalverkehrsfreiheit): i=Zinssatz, E=Wechselkurs