Gerade hat der “Stern” ausfühlich darüber berichtet, dass die Wissenschaft nicht mehr in Zweifel zieht, dass – wenigstens die höher entwickelten – Tiere ganz ähnliche Gefühle kennen wie wir.
In dem mit ungezählten überzeugenden Beispielen gespickten lesenswerten Bericht, der an allen wesentlichen Aussagen ganz offensichtlich richtig liegt, findet sich aber erstaunlicher Weise nicht ein einziger Hinweis darauf, dass es eine gesicherte Erkenntnis der Endokrinologie und der Hirnforschung ist, dass die Expression von Gefühlen vom Vorhandensein der zuständigen Hormone abhängig ist. Nicht erwähnt wird auch, dass unsere menschlichen Hirne mit denselben Hormonen arbeiten wie die der anderen Primaten, letzlich sogar aller halbwegs fortentwickelten Lebewesen auf dieser Erde. In aller klassischen Medizin und auch von den Medizinjournalisten und Oecotrophlogen werden die gesicherten Erkenntnisse des Hormonforschung ohnhin gar zu gern einfach “vergessen.” Ich habe früher hier darüber berichtet, dass jedes Gefühl “sein” Hormon hat. Ohne ihre Beteiligung können die Gefühle nicht aufkommen.
Genauso hat es auch die bekannte Frauenheilkundlerin Frau Professor Dr. Ingrid Gerhard in ihrem famosen “Frauen-Gesundheitsbuch”, Haug, 2009, dargestellt.
Menschen sind viel mehr von Krankheiten bedroht als wilde Tiere.
Wilde Tiere, Primaten eingeschlossen, werden in ihrem Leben nur von einem guten Dutzend Krankheiten bedroht. Wir zivilisierten Menschen warten dagegen alle darauf, dass uns eine von 400 bis 500 registrierten häufigen chronischen Krankheiten erwischt und dass wir an einer von ihnen am Ende sterben. Warum zieht nicht jedermann den Schluss aus dieser Beobachtung, dass die Tiere offenbar etwas richtig machen, während wir offenbar schreckliche Fehler machen. Warum leiden wilde Primaten praktisch nie unter Depressionen, Burnout, Migräne, Herzschlag, Schlaganfall, Fettsucht, Diabetes, Asthma, Rheuma, Allergien usw.? Hans-U. Grimm hat in seinem kenntnisreichen Buch “Die Kalorienlüge”, Dr. Watson, 2009, das schöne Wort geprägt:
“Es gibt keine fetten Adler!”
Warum nur gibt das kaum jemandem zu denken, dass der gesundheitliche Status der Menschen im Vergleich zu dem der wilden Tiere so extrem viel schlechter ist? Meine Erfahrungen mit den gesundheitlichen Auswirkungen der Nutzung unterschiedlicher Lebensmittel und unterschiedlicher Essweisen hat mich zur Erkenntnis gebracht, dass es gut ist, ein wenig klug auszuwählen, was man zu sich nimmt. Ich weiß aber heute genau, dass es viel wichtiger ist, wie wir sie vorbereiten. Es macht einen großen Unterscheid aus, ob wir sie roh essen, gedünstet oder gekocht und gebraten. Das wissen indes schon viele Experten, weshalb die Gesundheitsgesellschaften ja zu täglich 5 Portionen frischen Obsts und Gemüses raten.
Das aber ist längst nicht der wichtigste Aspekt bei der Essweise. Die entscheidende Erkenntnis ist die, dass es zwei Wege der Verdauung von Nahrung gibt, von denen der wichtigste von uns Menschen leider fast gar nicht mehr genutzt wird. Wilde Tiere machen instinktiv alles richtig. Nehmen Sie die Gorillas als Beispiel:
Wenn sie ihr Nachtlager verlassen, begeben Gorillas sich im Trupp auf die Suche nach ihrer gewohnten Pflanzennahrung. Sie kennen an die 200 verschiedene Sorten von essbaren Pflanzen. Sie zerkleinern mit ihren großen Mahlzähnen diese Nahrung in wesentlichen Teilen faserfein und bringen sie mit reichlich Speichel leicht herunter, sodass sie nicht im Magen festgehalten wird. Im Dünndarm verteilt sie sich großflächig. Sie dringt hinunter bis in den Krummdarm, wo die große Masse der Darmbakterien, die die Produzenten der wichtigsten Immunantikörper sind, auf diese Nahrung wartet. Genau vier Stunden lang dauert diese erste Mahlzeit. Dann ruhen die Gorillas, um – wieder mit leerem Magen – erneut an eine solche Essensperiode zu gehen. Sie nutzen also täglich zweimal den Verzehr von dem, was ich “native Kost” nenne auf leeren Magen und halten zudem in der Nacht wie einmal tagsüber lange Essenspausen ein.
Hier und in vielen Fachblättern habe ich über meine Entdeckung des Aminas-Prinzips der körpereigenen zerebralen Synthese des Schlüsselhormons Serotonin, das zugleich Esskontrollhormon, Schmerzkontrollhormon, Schlaf- und Wachkontrollhormon und vor allem Anti-Stress-Hormon ist, geschrieben.
Die Erfahrungen mit der daraufhin von mir propagierten neuen Essweise haben über diese Entdeckung hinaus eine grundlegende Erkenntnis zutage gebracht, die zu wissen für jeden Menschen von fundamentaler Bedeutung ist:
Wir müssen wie alle Primaten in freier Natur jeden Tag mit dem Verzehr roher Pflanzenkost beginnen, wenn wir nicht den ungezählten chronischen Krankheiten zum Opfer fallen wollen!
Mit nativer Kost ist nicht eine spezifische Nahrung mit großartigen Zutaten voller phantastischer Wirkstoffe angesprochen, sondern ganz generell eine natürliche Kost, die folgende Kriterien erfüllen muss und die zum richtigen Zeitpunkt gegessen werden muss:
- Pflanzenkost
- roh
- in wesentlichem Teil nicht hoch hitzebehandelt
- in wesentlichem Teil relativ proteinhaltig (also nicht nur Obst oder Salate)
- in wesentlichem Teil faserfein vermahlen (mit den Zähnen oder maschinell)
- in Flüssigkeiten verlöst und
- auf leeren Magen genossen
Native Kost bleibt nicht im Magen liegen. Sie durchläuft die immer leicht offen stehenden “Verschlüsse” am Magenein- (Cardia) und -ausgang (pylorus) und benetzt großflächtig den Dünndarm. Der Magen wird nicht einmal geweitet. Sein umständliches Programm wird überhaupt nicht eingeschaltet. Mit nativer Kost gibt es die vielfachen Fehlbedienungen des Verdauungstrakts nicht, die ich hier und hier einmal ausführlich beschrieben habe. Keine Aufnahme zu großer Essensbrocken, kein Herunterschlucken zu großer Nahrungspartikel, kein Stau in der Speiseröhre, kein Reflux, kein “Immer-wieder-neues- Anwerfen” des Magenprogramms, keine überfüllung des Magens, keine Unterversorgung der Darmflora im Sumpf des Krummdarms.
Native Kost versorgt besser – weil sie ohne Einschaltung des Magenprogramms abläuft.
Die tägliche nüchterne Nutzung nativer Kost besorgt den wilden Primaten nach dem von mir entdeckten Aminas-Prinzip zweimal täglich den körpereigenen zentralnervösen Aufbau des unverzicxhtbaren Schlüsselhormons und Transmitters Serotonin. Zugleich erfährt der ganze Körper mit allen seinen Zellen regelmäßig aus der rohen Nahrung, die mit intakten Nahrungsenzymen leicht verstoffwechselt wird, einen Schub an den vielen Vitalstoffen der Pflanzen, die für unsere Körperfunktionen, besonders die mitochondrialen Abläufe sehr wichtig sind. Erwähnt hatte ich bereits, dass durch die verbesserte Versorgung der Darmflora die Immunität auch gebessert wird. Diese Essweise ist ohne jeden Zweifel der einzige Grund für das große Gefälle im Gesundheitsstatus von den wilden Tieren hin zu uns Menschen.
Wenn wir genau hinsehen, erkennen wir, dass die native pflanzliche Kost nicht nur die Basis für das Wohlergehen der Primaten ist, die exakt unseren Verdaungstrakt haben mit einem Maul voller Mahl- und Rupfzähne, einem komplexen Magen, der mit nativer Kost rregelmäßig übergangen werden kann, einem für ihre Gesamtgröße sehr langen Darm und der Unfähigkeit, über die Nieren größere Mengen an zuviel aufgenommenen Eiweißen auszuscheiden. Jäger berichten, dass alle Fleischfresser nach dem Reißen eines Pflanzenfressers als Erstes den Dünndarm aufreißen und gierig dessen Inhalt verschlingen. Warum wohl? Etwa weil auch bei ihnen eine den Darm durchflutende fein vermahlene pflanzliche Nahrung den großen Verdauungsreiz auslöst, der parsympatisch dem zentralnervösen Esskontrollzentrum übermittelt den Lockruf nach den Bausteinen für Serotonin im Hirn aussendet? Die Fleischfresser haben doch mit ihrem Kugelmagen und dem viel kürzeren Dünndarm ein erkannbar anderes Verdauungssystem. Am Eingang zum Dünndarm befindet sich aber auch bei ihnen ein Magenpförtner mit einer immer leicht geöffneten Kanüle. Es spricht daher viel dafür, dass diesen Tieren bewusst ist, dass ihr Wohlbefinden verbessert wird, wenn sie als ersten Teil des Risses den Inhalt des Dünndarm verzehren. In dem Zusammenhang lohnt es auch, einmal der Gewohnheit der Hunde nachzugehen, Gras zu rupfen und es ausgiebig zu zerkauen.
Mir geht es gar nicht darum, alle nicht rohe Nahrung schlecht zu machen. Die Freude am Essen hat ihren eigenen großen Wert. Schließlich ist gekochte Nahrung ja beileibe nicht gleich Abfall. Aber wir müssen endlich die Augen aufmachen und erkennen, dass wir uns durch die Beherrschung des Feuers, unsere Erfindung von Waffen zum Töten von Tieren und unsere Kochkunst wie auch durch die Gewöhnung an gesottene und gebratene Kost aller Art noch nicht endgültig anatomisch und physiologisch von den anderen Primaten abgesetzt haben.
Mehr Mediziner erkennen den Wert der nativen Kost.
Weil die native Nahrung uns die große Masse der psychischen Störungen, der Allergien und Unverträglichkeiten und insbesondere die chronischen Krankheiten vom Halse halten kann, ist es gut, dass es inzwischen eine Reihe von Angeboten fertig vorbereiter solcher Kost gibt. Auch kann man sie mit ein wenig Mühe und Geschick selbst zusammenstellen. Wie gesagt, nicht auf die Zutaten kommt es wesentlich an, sondern auf den rohen Charakter der Pflanzenkost, ihre Vermahlung und den Verzehr auf leeren Magen. Gerade hat der bekannte Autor Dr. med. Günter Harnisch in der 2.Auflage seines Buches “Alternative Heilmittel für die Seele”, Schütersche, 2010, ausführlich über das Aminas-Prinzip und die native Kost berichtet und erklärt, er hätte die bloße Nutzung von Amaranth und Quinoa als native Nahrung für sich entdeckt. Er ist aber beileibe nicht der Erste, der meine Auswahl dieser Zutaten übernommen und durchaus diskutable Ergebnisse damit erzielt hat. Er weiß nur nichts davon, wie wertvoll es ist, ergänzende Pflanzenstoffe mit zunutzen und neben hochfein vermahlenen Körnerfrüchten diese auch in gröberen Konsistenzen. Dennoch ist es wunderbar, dass endlich mehr Mediziner das Thema aufgreifen und ihren Patienten die native Kost nahe legen.
Wir müssen täglich große Essenspausen einhalten, wenn wir nicht verfetten wollen.
Pflanzenfressende Tiere in freier Natur halten immer ihre gewohnten Essenspausen ein, wir Menschen haben das leider nicht mehr drauf. Ich habe hier allerdings schon darauf hingewiesen, dass wir mit einem der größten Gesundheitsprobleme dieser Welt einfach nicht fertig werden, wenn wir nicht aufhören, so häufig am Tag zu essen wie das Tradition ist, sondern infolge langer Essenspausen durch die Lockung des Transskriptionsproteins foxa2 epigenetisch neuer Beweglichkeit zu fördern.
Endlich ist ein Abnehmen und Gewichthalten ohne Mühe in Sicht.
Dieser neue wissenschaftliche Ansatz ist eine der drei Säulen eines neuen Projekts des Erlernens eines neuen Ess- und Bewegungsverhaltens in geführten Gruppen, das durch mehrere physiologische Automatismen tatsächlich so etwas möglich macht wie ein Abnehmen ohne Mühe, das bisher nie wirklich möglich war. Wege zum Abnehmen gab es schon immer, immer aber ging dies nur über die Bekämpfung des “inneren Schweinehundes.” Das ist ein Irrweg, denn mit Gewalt kann man nur vorübergehende Erfolge beim Kampf gegen die Pfunde erzielen.
Bereits im Januar ist der Startschuss in einer größeren Zahl deutscher Regionen. Jede/r Gruppenleiter/in wird in einem größeren Gebiet dreimonatige Kurse anbieten. Das Ziel und die Erwartung ist, mit dem Problem des grassierenden übergewichts endlich wirklich Schluss zu machen. Gestandene Weibs- und Mannsbilder, die sich zutrauen eine solche Gruppe zu leiten, sind eingeladen mit mir Kontakt aufzunehmen unter re@aminas.de.
Photo: Dieter Schütz, via pixelio.de
Herr Ehlers,
daß wildlebende Tiere im allgemeinen gesünder erscheinen dürfte vor allem an der brutalen natürlichen Selektion liegen, die bereits beim kleinsten Anzeichen von Schwäche oder Unpäßlichkeit zuschlägt – wofür häufig schon die Parasiten sorgen, die dann nicht mehr in Schach gehalten werden können (-> Feuernutzung, s.a. Johan Goudsblom, ‘Feuer und Zivilisation’). Eine Untersuchung von Fäkalproben zeigte zB unlängst, daß wohl über ein Drittel aller Gorillas und Schimpansen mit Malaria infiziert sind.
Ansonsten fand ich noch dies:
“Woran erkranken Gorillas?
Gorillas können sich mit den meisten Krankheiten infizieren, an denen Menschen leiden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Touristen einen möglichst großen Abstand zu den Tieren einhalten. Im Verbreitungsgebiet der Berggorillas herrscht ein nasskühles Klima, an das die Tiere nicht optimal angepasst sind. Erkrankungen der Atemwege, vor allem Lungenentzündungen, sind die häufigsten Todesursachen bei Berggorillas.
Gorillas haben nur selten Karies, vor allem Berggorillas erkranken fast nie daran, da ihre Nahrung sehr wenige Früchte und damit wenig Zucker enthält. Stattdessen führt bei den Berggorillas starker Zahnstein zu Parodontitis, Auflösung der Kieferknochen und schließlich zu Zahnverlust.
Die meisten Gorillas in der Wildnis haben Parasiten, vor allem Eingeweideparasiten, meist Einzeller und Würmer. Einige dieser Parasiten befallen Menschen und Gorillas gleichermaßen, andere sind auf Gorillas spezialisiert. Auch verschiedene Malaria-Erreger machen den Gorillas zu schaffen, es sind aber meist andere Arten als bei Menschen.
Viele Gorillas verletzen sich an Schlingenfallen, in die sie mit einer Hand oder einem Fuß geraten. Die Wunden können sich entzünden und schließlich zum Tod führen.
Sehr gefährlich für ganze Gorillabestände können Epidemien wie Ebola sein. Viren wie der Ebola-Erreger können auch von Gorillas auf Menschen (und natürlich umgekehrt) übertragen werden.”
Wahrscheinlich kann man “regelmäßiger Brokkoli-Verzehr immunisiert gegen Blutvergiftung” etc getrost ins Reich der ewigwährenden Ökoromantik verorten. Es gilt eher: Wer nicht krank sterben will, muß sich gesund erhängen.