Spätestens seit 2008, als die Presse feststellte, dass viele der Moderatoren/innen der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten durchschnittlich mehr als eine halbe Million Jahresgehälter erhielten, versuchte man, in des Sinnes wahrsten Wortes, “den Ball flach zu halten” und holte die Sport-Moderatorin Monica Lierhaus aus der Schusslinie! Ob man bei Sport-Sponsoren interveniert hatte, der Presse Maulkörbe anzulegen, ist nicht bekannt. Jedoch verschwanden die weiteren Berichte schnell aus den Medien.
Das solche Gehälter den Bezug zu denen, die letzlich die Kosten für den Gesamtapparat “ARD und ZDF” aufzubringen, völlig verloren haben und überhaupt nicht mehr in der Lage sind, zu verstehen, dass 18 Millionen arbeitslose Hartz IV Empfänger und Rentner, die schon abgeschrieben und in den Statistiken der Arbeitsagentur nicht mehr auftauchen, fast unterhalb der Armutsgrenze liegen.
Aktuell bezeichnend dafür, war die Aussage der Moderatorin Kristin Otto, anlässlich der Veranstaltung des Riesenslalom der Damen vom letzten Wochenende. Am Schluss des ersten Laufes dieser Veranstaltung, verabschiedete die Moderatorin ihre Zuschauer mit den Worten, man solle sich nun dem Mittag-Essen und seiner “Gänsekeule” widmen, um sich danach dem Finale der Veranstaltung wieder zuzuwenden.
Liebe Frau Otto, “auch wenn es nur so dahergesagt war”, bezeichnet es doch die Abgehobenheit einer Einkommensklasse, die keinerlei Vorstellungskraft davon hat, wie es der Rentnerin zumute ist, die nur eine Minirente erhält und sämtliche Kosten von einem Gesamt-einkommen von weniger als Euro 700,00 monatlich bestreiten muss; einem Jahreseinkommen von Euro 15.400,00, welch eine Diskrepanz. Diese arme Frau könnte sich nicht einmal am Weihnachtstag eine Gänsekeule leisten, geschweige denn mal eben zwischendurch! Sie können solche überlegungen vermutlich nicht anstellen, da Sie ja bereits in der damals “darbenden” DDR schon einen privilegierten Satus inne hatten!
Im Sport ist überhaupt von Veranstaltungskosten die Rede, über deren Summen man nur staunen kann, zumal man weiß, dass diese Kosten nicht allein durch Sponsoren gedeckt sind. Hier wird aus reiner Prestigehascherei das Geld des Steuerzahlers verprasst, während ein naheliegender Kindergarten einige der Mitarbeiter entlassen muss.
Ekelhaft ist es auch, wenn es um die öffentliche Zurschaustellung geht.
Da werden von vielen Prominenten und Moderatoren (Ausnahmen bestätigen nur die Regel) sogar mit der Presse Termine vereinbart, zu denen man sich dann, möglichst in der Gesellschaft von Hunger auszehrter Kinder, den Medien präsentiert. Einigen gelingt es sogar den unbedarften Kindern einen Zahlungsbeleg, in der Größe eines Verkehrsschildes, in die Hände zu drücken.
Mit solcherart Veranstaltungen machte schon ein “Adolf Hitler” Furore!
Wenn der um Effekt Haschende, nach einiger Zeit feststellen muss, dass man in dem Interesse der Öffentlichkeit Einbußen erlitten hat, wiederholt sich der obige Vorgang. Dafür lässt man gern ein paar Euro springen, zumal die Kosten dafür geringer, als für eine normale Werbekampagne ,ausfallen!
Ob die unterschwellige Banden-Werbung, bei Wiederholungen von Veranstaltungen in der Prime Time, rechtlich zulässig für die Öffentlich Rechtlichen Sender sind, müsste wohl von Experten einmal geprüft werden. Man denke zurück an die Formel I, deren Boliden mit verdeckter Zigarrettenwerbung in Deutschland Rennen fuhren!
Wohl kaum jemand hat etwas gegen die Sportförderung, wenn es die trifft, deren Idealismaus auf den Erkenntnissen eines Turnvater Jahn beruht. Aber leider ist es bei Subventionen immer so gewesen, dass die “Großen” abkassieren und für die “kleinen” immer nur ein kläglicher Rest verbleibt. Auch geht es hier nicht um den Spender, der seine Spende wirklich nur aus edlen Motiven hergibt; es geht um die als Subventionen getarnten, prestigeträchtigen Spenden und Zahlungen des Staates und um die Spenden, die nur mit der gleichzeitigen Einforderung einer Spendenquittung abgegeben werden, weil sie den Spender auf diese Weise nichts kosten, aber den Steuerzahler doppelt belasten!
Lieber HMA Tornow,
Sie haben hier ein besonderes Ärgernis ausgegraben! Die Zweiklassengesellschaft richtet sich überall ein. Wenige Begünstigte erhalten unmäßige Zuwendungen, die große Masse der Zuarbeiter in Funk und Fernsehen kriegt keine sicheren Arbeitsverträge und lausige Honorare. Das System ist so krank, dass es die Sportreporter, wenn sie nur einmal allgemein bekannt sind, auch noch zu Talkmastern macht, die dem Volk ihre politischen Sichtweisen nahe bringen dürfen.
Wir sollten es machen wie die Schweden mit der allgemeinen Offenlegung der Vermögen und Einkommen. Das würde solche Auswüchse zurückdrängen!