Limits to Debt

Die jetzige Krise des Euro-Systems stellt Deutschland vor die größte Herausforderung hinsichtlich seiner Bereitschaft zur Schuldenübernahme. Deutschland hat als Staatsschuld bereits bis zum Jahr 2009 1,7 Billionen Euro aufgehäuft. Daran sind zahlreiche Positionen hinsichtlich der Bankenrettung via Soffin und des EFSF aus diesem Jahr und das höchste Staatsdefizit seit Gründung

467246058_8917072aec.jpgDie jetzige Krise des Euro-Systems stellt Deutschland vor die größte Herausforderung hinsichtlich seiner Bereitschaft zur Schuldenübernahme. Deutschland hat als Staatsschuld bereits bis zum Jahr 2009 1,7 Billionen Euro aufgehäuft. Daran sind zahlreiche Positionen hinsichtlich der Bankenrettung via Soffin und des EFSF aus diesem Jahr und das höchste Staatsdefizit seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland nicht enthalten. Hinzu kommen stille Lasten in den Alterssicherungssystemen insbesondere auch im Bereich der Beamtenversorgung. Mithin ist Deutschland bereits jetzt bis an die Grenze des wirtschaftlich Vertretbaren mit Schulden belastet. Jeder Versuch, einem Staat noch weitere Schuldenlasten aufzubürden, sollte als unsinnig zurückgewiesen werden.

Deutsche Banken haben Forderungen von 2,4 Billionen Euro an das Ausland

Die deutschen Geschäftsbanken haben im Zuge der Globalisierung der Finanzmärkte bereits jetzt Forderungen in Höhe von 2,4 Billionen aufgebaut. Davon entfallen rund 1,5 Billionen Euro auf Europa. Größtes Schuldnerland in Europa ist Großbritannien mit rund 380 Mrd. Euro gefolgt von Frankreich mit 167 Mrd. Euro. Von den PIIGS-Staaten sind Spanien mit 147 Mrd. Euro, Italien mit 133 Mrd. Euro und Irland mit 115 Mrd. Euro die größten Schuldner. Erwähnenswert ist auch Luxemburg mit knapp 125 Mrd. Euro. Griechenland dagegen ist mit nur 28 Mrd. Euro ebenso wie Portugal mit 29 Mrd. Euro ein Leichtgewicht. Wie viele dieser Forderungen bereits bei der EZB gelandet sind, ist leider unbekannt. Klar ist, dass die gesamte Forderungssumme der deutschen Geschäftsbanken an das Ausland die bisherige Staatsschuld deutlich übersteigt, d.h. je nach Korrekturfaktor würde eine Schuldenübernahme durch den deutschen Steuerzahler die Staatsverschuldung in Deutschland auf einen Wert zwischen 100% und 200% in die Höhe treiben.

Dies würde das Finanzsystem jedoch nicht überstehen. Es würde an japanische Verhältnisse heranreichen. Sicherlich haben auch ausländische Banken Forderungen an Deutschland, so dass die 2,4 Billionen Euro die Bruttoforderungen ohne Saldierung gegenüber den ausländischen Forderungen gegenüber Deutschland (Staat, Banken und Unternehmen) darstellt. Was immer man mit diesen Zahlen und Größenordnungen anstellt – ohne einen Schuldenerlass, der auch die privaten Vermögensbesitzer trifft, ist das System nicht mehr in Ordnung zu bringen. Rettungsschirme hin, Eurobonds her, das sind alles nur Mittel zum Verschleppen der notwendigen Korrekturen in der Kreditblase. Da sich dieser Zustand nicht ad infinitum hinausschieben lassen wird, sollte man den Realitäten ins Auge schauen.

Lieber ein Ende mit Schrecken und dann einen Neuanfang als einen Schrecken ohne Ende. Die Eurozone auf Pump ist jedenfalls an den wirtschaftlichen Gegebenheiten bereits jetzt gescheitert. Rien ne va plus.

Photo: Lady AnnDerground, via flickr

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  1. It’a all a joke

    It is a slow day in a damp little Irish town. The rain is beating down and the streets are deserted. Times are tough, everybody is in debt, and everybody lives on credit.

    On this particular day a rich German tourist is driving through the town, stops at the local hotel and lays a EUR100 note on the desk, telling the hotel owner he wants to inspect the rooms upstairs in order to pick one to spend the night.

    The owner gives him some keys and, as soon as the visitor has walked upstairs, the hotelier grabs the EUR100 note and runs next door to pay his debt to the butcher. The butcher takes the EUR100 note and runs down the street to repay his debt to the pig farmer. The pig farmer takes the EUR100 note and heads off to pay his bill at the supplier of feed and fuel. The guy at the Farmers’ Co-op takes the EUR100 note and runs to pay his drinks bill at the pub. The publican slips the money along to the local prostitute drinking at the bar, who has also been facing hard times and has had to offer him “services” on credit. The hooker then rushes to the hotel and pays off her room bill to the hotel owner with the EUR100 note. The hotel proprietor then places the EUR100 note back on the counter so the rich traveller will not suspect anything.

    At that moment the traveller comes down the stairs, picks up the EUR100 note, states that the rooms are not satisfactory, pockets the money, and leaves town. No one produced anything. No one earned anything. However, the whole town is now out of debt and looking to the future with a lot more optimism.

    And that, ladies and gentlemen, is how the bailout package works.