Vom Knecht Ruprecht zum gemeinnützig verantwortungsvollen Revolutionär des deutschen Gesundheitssystems
Es galt bislang als unbestritten, dass sich der Weihnachtsmann Jahr für Jahr als schwerbehinderter Zeitgenosse anhand seines durch Rentiere, turbobeschleunigten Schlittens durch die Dörfer und Städte unseres Landes bewegte. Denn welche Ausgeburt männlichen Geschlechts, außer ihm, konnte schon überzeugend behaupten, seinen Sack auf dem Rücken zu tragen und dabei vermeintlich unartigen Kindern der Nation mit Schlägen der Rute zu drohen, den braven hingegen mutmaßliche Geschenke durch Entleerung seines Sackes zu offerieren. Als von der Natur benachteiligter Exhibitionistenanwärter mit starkem Hang zur Verbalpädophilie, der sich nicht scheut, unseren Kindern solch zweifelhafte Angebote zu unterbreiten, durfte er sich bis heute unangeklagt und als geduldet zur Weihnachtszeit frei auf unseren weihnachtlich geschmückten Straßen bewegen.
Aus der gängigen Praxis unserer Gesetze und der Gesetzeswächter wissen wir natürlich, dass auch der Weihnachtsmann seitens der Staatsanwaltschaft weder angeklagt noch in irgendeiner Form verurteilt werden kann, so lange ein Kind nicht nachweislich durch ihn angegriffen oder sexuell belästigt wurde. Dennoch steht er unter ständiger Beobachtung, da er als gewaltbereit gilt und aufgrund seiner Behinderung eine offensichtliche, sexuelle Fehlentwicklung durchmachen musste. Wenn er den Kindern erschien, so war nicht selten zu beobachten, wie unsere kleinen Sprösslinge mit angsterfüllten und weit aufgerissenen Augen vor dem Coca-Cola gesponsorten, in Rotweiß gekleideten Dauerrentner hin und her wankten, während sich deren Eltern und Betreuer in geradezu sadistischer Genugtuung und Belustigung förmlich gegenseitig überboten. Bereits hier wäre seit vielen Jahren zu überprüfen gewesen, ob diese Handlungsweise von Erziehungsberechtigten und Pädagogen etwa die “Befriedigung niederer Motive” oder einen anderen Straftatbestand zu erfüllen imstande gewesen wäre.
In Zeiten umstrittener und nachteiliger Gesundheitsreformen, in denen bislang nicht nur hervorragend ausgebildete Ärzte Deutschlands eher das Weite denn das Nahe suchten, um sich in Fremdländern statt in Deutschland für Wissen und Tätigkeit gebührend honorieren zu lassen, fehlt es im Inland natürlich an kompetenten Medizinern und Diagnosen. Dieser Umstand hat einerseits den Vorteil, dass deutsche Gefilde jetzt zu Verweil- und Einwanderungsgebieten schwer Suizid gefährdeter Menschen wurden, weil solche Menschen ganz bewusst allen lebensverlängernden Maßnahmen aus dem Wege gehen und damit auf professionelle Götter in Weiß verzichten möchten. Andererseits bleiben überlebenswillige Deutsche, die sich aufgrund ihrer unterschichtigen Prekariatsexistenz einen Umzug in das Land ihres bisherigen Hausarztes nicht leisten können, sich selbst und ihrem Schicksal gesetzlicher Krankheitsförderungskassen überlassen.
Weiterlesen unter: http://brainlux-contor.blogspot.com/2010/11/der-sozialrevolutionierte.html
Kommentare
Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.