Es ist Dezember. Ein außergewöhnlich kalter und schneereicher Dezember in Deutschland. Am 21.12.2010 wurde an der Wetterstation Potsdam-Telegrafenberg (DWD) – gelegen am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) – ein neuer Schneerekord gemessen.
33 cm Schnee, dass gab es noch nie in Potsdam in einem Dezembermonat seit Messbeginn im Jahr 1893. Das sind zehn Zentimeter mehr als die bisher höchste Dezember-Schneedecke, welche am 31. Dezember 1913 gemessen wurde.
Wir haben mal wieder einen Winter mit viel Eis und Schnee, einen Winter, wie es ihn eigentlich gar nicht mehr geben sollte, wenn man den Prognosen einiger Klimawissenschaftler Glauben geschenkt hat. Genauer gesagt ist es der dritte Kältewinter infolge. Der vorletzte Winter lag um -0,4°C und der letzte Winter um -1,5°C unter dem langjährigen Durchschnitt. Der jetzige Winter steht dem bisher in nichts nach.
Nicht nur der Dezember war bisher zu kalt, auch das Jahr 2010 war in Deutschland insgesamt zu kalt. Das erste Mal seit 14 Jahren (seit 1996), fällt ein Jahr wieder kälter aus, als der langjährige Durchschnitt (Durchschnitt der Jahre 1961-90). Das wiederum bedeutet, es wird mehr Energie zum Heizen benötigt. Im Zeitalter von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz stellt sich die Frage, inwieweit diese Strategien den steigenden Energiebedarf decken können?
Zu den Erneuerbaren Energien gehören Wasserkraft, Windenergie, Biomasse, Sonnenenergie und Erdwärme (Geothermie). In Deutschland setzt man insbesondere auf den Ausbau von Windkraft- und von Photovoltaikanlagen. Gerade im Winter benötigt man besonders viel Energie zum Heizen und zur Beleuchtung. Windräder produzieren aber nur Energie, wenn der Wind weht und Solaranlagen produzieren nur Energie, wenn die Sonne scheint und die Solaranlagen frei beschienen werden können (also vor allem im Sommer). Wie das konkret an Wintertagen aussehen kann, zeigt das folgende Video:
Kurz gesagt, man hat ein Energieproblem. Vor allem dann, wenn sich die von vielen Klimaforschern prognostizierten warmen und schneearmen Winter in Deutschland nicht einstellen werden.
Wenn alle mal nur den heutigen Tag vom verfügbaren Gutmenschenstrom leben müßten, hätten wir ganz schnell 100% Zustimmung zu grundlastfähigen Angeboten.