Jung, erfolgreich, Migrantin – (k)eine Ausnahme

Selbstbewusst blickt Zübeyde Tunç in die Kamera. Die junge Frau ist Rechtsanwältin für Familien-, Arbeits- und Sozialrecht in Berlin und entspricht damit offenbar so gar nicht dem jüngsten Ergebnis einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Demnach kämen türkische Frauen häufig mit einem niedrigen Bildungsniveau und meist ohne Berufserfahrung nach

migg1.jpgSelbstbewusst blickt Zübeyde Tunç in die Kamera. Die junge Frau ist Rechtsanwältin für Familien-, Arbeits- und Sozialrecht in Berlin und entspricht damit offenbar so gar nicht dem jüngsten Ergebnis einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Demnach kämen türkische Frauen häufig mit einem niedrigen Bildungsniveau und meist ohne Berufserfahrung nach Deutschland. Außerdem bekämen sie, zumindest statistisch gesehen, früher Kinder als deutsche Frauen.

Die Deutsch Türkischen Nachrichten haben Zübeyde Tunç getroffen. Und die räumt gleich zu Beginn des Interviews mit dem jüngsten Studienergebnis auf: “Ich bin keine Ausnahme unter den türkischstämmigen Frauen“. Obgleich aus einem Elternhaus mit niedrigem Bildungsstand hat sie es geschafft, sich weit nach oben zu arbeiten. Schwieriger als ihre deutschen Kommilitoninnen habe sie es während ihrer Studienzeit aber nicht gehabt. Auch später im Beruf sei Gleichstellung eine Selbstverständlichkeit: “Dass Frauen schwerer Karriere machen können als Männer kann ich aus eigener Erfahrung nicht unbedingt bestätigen.”

Wie Frau Tunç, die mit zwölf Jahren nach Deutschland kam, über Karrierechancen in der Türkei denkt, welchem Land sie sich zugehöriger fühlt, wie Integration in ihrem Alltag aussieht und wie die Bundesrepublik mehr qualifizierte Fachkräfte ins Land holen könnte, das lesen Sie hier.

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