Verbindungen zwischen unverbundenen Welten

Muslim sein und zu Hause christliche Traditionen pflegen, passt das zusammen? Ercan Karakoyun sagt “Ja”. In einem Beitrag für die Deutsch Türkischen Nachrichten mit dem Titel “Muslime mit Weihnachtsbäumen?” beschreibt er eine steigende Tendenz hin zur kulturellen Verschmelzung. Zwar handle es sich, nach seiner Einschätzung, bisher noch nicht um ein

kweb.jpgMuslim sein und zu Hause christliche Traditionen pflegen, passt das zusammen? Ercan Karakoyun sagt “Ja”. In einem Beitrag für die Deutsch Türkischen Nachrichten mit dem Titel “Muslime mit Weihnachtsbäumen?” beschreibt er eine steigende Tendenz hin zur kulturellen Verschmelzung.

Zwar handle es sich, nach seiner Einschätzung, bisher noch nicht um ein “Massenphänomen”. Dennoch seien gerade türkische Eltern sehr bemüht, dass “ihre Kinder mit ihren Freunden Weihnachten feiern können und nicht leer ausgehen”. Doch wo liegen die Gründe für solche Verhaltensweisen? Eine zunehmende Globalisierung auf der einen Seite sowie neue Transport- und Kommunikationstechnologien auf der anderen bewirken neue Anknüpfungspunkte. Karakoyun konstatiert: “Wir sehen, dass Migranten die Fähigkeit entwickeln, zwischen bisher unverbundenen Welten eine Verbindung herzustellen. Identität kann daher als ein Prozess und nicht als unveränderlich verstanden werden.”

Bezogen auf unsere türkischen Mitbürger bedeutet das: “Sie sind weder deutsch noch türkisch. Sie sind beides ein wenig und keins von beidem ganz.” Wie sie den Spagat zwischen den Kulturen bewältigen, wie sich das auf ihren Alltag auswirkt und welche Folgen ein so genanntes “Switchen” zwischen den Traditionen haben kann, das lesen Sie hier.

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