Klaus Bade erklärt die Gülen-Bewegung

Der Integrationforscher Klaus Bade bezeichnete in einem Interview mit den Deutsch Türkischen Nachrichten die auch in Deutschland aktive Gülen-Bewegung als “einerseits hochmoderne, andererseits in ihren Glaubensbezügen durchaus metaphysische” Bildungsbewegung. Diese würde sich, nach seinen Angaben, zwar immer wieder auf den türkischen Intellektuellen, Schriftsteller und Prediger Fetullah Gülen berufen. Dennoch arbeiteten

guele.jpgDer Integrationforscher Klaus Bade bezeichnete in einem Interview mit den Deutsch Türkischen Nachrichten die auch in Deutschland aktive Gülen-Bewegung als “einerseits hochmoderne, andererseits in ihren Glaubensbezügen durchaus metaphysische” Bildungsbewegung.

Diese würde sich, nach seinen Angaben, zwar immer wieder auf den türkischen Intellektuellen, Schriftsteller und Prediger Fetullah Gülen berufen. Dennoch arbeiteten die zahlreichen Universitäten, vielen Dutzenden von Schulen und zahllosen Nachhilfezentren weitgehend autonom. Laut Bade folgen sie dabei dem berühmten Gülen-Motto: “Baut nicht mehr Moscheen. Davon haben wir genug. Baut Schulen!” Gülen sei, so erklärt Bade weiter, der erste gewesen, der den Terror-Anschlag vom 9/11 in einer in der islamischen Welt Aufsehen erregenden Erklärung ächtete.

In diesem Zusammenhang zitiert er den Berliner Soziologen und Stadtplaner Ercan Karakoyun, der erklärt: “Die Demokratie ist nicht ein System, daß gestürzt werden muß, sondern die sich vielfach bewährende Regierungsform. Terror und Gewalt sind keine Grundzüge des Islam, sondern diesen entgegengesetzt. Bin Laden ist keine Held, sondern ein Verbrecher.” Mehr über die Gülen-Bewegung und ihre Ziele lesen Sie hier.

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