Politiker fordern Böllerverbot für Hartz-IV-Empfänger

Berliner Landespolitiker haben sich gegen Silvesterfeuerwerk für Arbeitslose ausgesprochen. Die Rechtsexpertin der CDU, Cornelia Seibeld, sagte, Arbeitslosengeld vom Staat sollte nicht in “Raketen und Blitzknaller verschleudert werden“. Nach Ansicht von FDP-Fraktionsvize Björn Jotzo wäre es “sinnvoller, in ausgewogene Ernährung zu investieren statt in Böller“. Was wir hier erleben ist die

SILVESTERNACHT.jpgBerliner Landespolitiker haben sich gegen Silvesterfeuerwerk für Arbeitslose ausgesprochen. Die Rechtsexpertin der CDU, Cornelia Seibeld, sagte, Arbeitslosengeld vom Staat sollte nicht in “Raketen und Blitzknaller verschleudert werden“. Nach Ansicht von FDP-Fraktionsvize Björn Jotzo wäre es “sinnvoller, in ausgewogene Ernährung zu investieren statt in Böller“.

Was wir hier erleben ist die Entstehung eines neuen Faschismus.

Da sitzen selbstherrliche Politiker herum, werden von Steuergeldern dafür bezahlt, dass sie die Interessen des Volkes vertreten und nichts dergleichen tun sie. Stattdessen maßen sie sich an, festlegen zu wollen, wie viel Lebensqualität einem Menschen zuzugestehen ist.

Dass Menschen von Hartz-IV leben müssen, ist nicht deren Schuld. Es ist die Schuld der Wirtschaft und Großkonzerne, die mit Lohndumping und Rationalisierung riesige Gewinne bei minimalem Aufwand erzielen. Eine moderne Gesellschaft dürfte die Begriffe Arbeitslosigkeit, Armut, Armutsgrenze, Geringverdiener, Aufstocker usw. gar nicht kennen. Man macht für die Misere der Arbeitslosigkeit aber die Arbeitslosen selbst verantwortlich und gesteht ihnen nicht einmal eine Flasche Bier und paar Silvesterknaller zu.

So ein Verhalten ist zutiefst faschistisch und menschenverachtend. Natürlich wird es wieder einige geben, die dies richtig finden oder sagen, dass man so etwas nicht allzu ernst nehmen kann. Doch sage ich, wehret den Anfängen. Irgendwann wird es Arbeitslosen untersagt sein, Bus und Bahn zu fahren, Kino und Gaststätten zu besuchen. Es ist gut möglich, dass sie dann – wie zu Hitlers Zeiten die Juden – ein Stigma tragen müssen. Spaß und Lebensfreude ist dann nur noch für die “Leistungsträger” da.

Man stelle sich einmal vor, jemand würde öffentlich sagen, dass man den Juden, Ausländern, Behinderten usw. Silvesterfeuerwerk verbieten sollte. Da würde durch dieses Land ein Aufschrei gehen und derjenige müsste mit einer Klage wegen Volksverhetzung rechnen. Doch bei Hartz-IV-Empfängern darf so etwas gemacht werden?

Sind wir wieder soweit, dass wir Menschen aus unserer Mitte das Recht auf Leben absprechen?

Es gibt nämlich auch Menschen, die wegen ihrer Behinderung Hartz-IV erhalten und genauso gibt es ausländische Mitbürger, welche Hartz-IV bekommen. Ob diese Politiker bei ihren Äußerungen auch diese Menschem mit gemeint haben?

Man sollte Cornelia Seibeld (CDU) und Björn Jotzo (FDP) sofort wegen Volksverhetzung und Verbreitung faschistischen Gedankenguts anzeigen.

Photo: Rike, via pixelio.de

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