Ertug und Özkan zum 50. Jahr der Arbeitermigration

Anlässlich des 50. Jahres der Arbeitermigration geben Ismail Ertug, Mitglied des Europäischen Parlaments, und Aygül Özkan, niedersächsische Sozialministerin, Auskunft über ihre Arbeit und die Erfahrungen in Deutschland. Mit Blick auf die Geschehnisse von damals und heute kritisiert Ertug: “Bildungsniveau und Sprachkompetenz spielte damals nicht im Ansatz eine Rolle.” Leider habe

ergsf1.jpgAnlässlich des 50. Jahres der Arbeitermigration geben Ismail Ertug, Mitglied des Europäischen Parlaments, und Aygül Özkan, niedersächsische Sozialministerin, Auskunft über ihre Arbeit und die Erfahrungen in Deutschland.

Mit Blick auf die Geschehnisse von damals und heute kritisiert Ertug: “Bildungsniveau und Sprachkompetenz spielte damals nicht im Ansatz eine Rolle.” Leider habe sich dieser Blick in den Köpfen der sogenannten Mehrheitsgesellschaft bis heute nicht in ausreichendem Maße verändert. Auch Özkan mahnt: “Leider ist es uns (…) nicht gelungen, die Kinder und Enkelkinder der damaligen Gastarbeiter so in die Gesellschaft zu integrieren, dass sie die gleichen Chancen auf die Entwicklung ihrer Fähigkeiten nutzen konnten.” Dass diese Menschen weniger begabt seien als andere, ist ihrer Meinung nach unwahr. Dass sie zu wenig gefördert werden und gefordert worden seien, sei jedoch sicherlich richtig.

Welche positiven Tendenzen, aber auch Vorurteile, Ertug und Özkan darüber hinaus in unserer Gesellschaft sehen und wie sich ihre eigene Biographie in diese einbettet, das lesen Sie auf den Deutsch Türkischen Nachrichten hier und hier.

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