“Durch die Rekrutierung als Gastarbeiter wurden viele Menschen lediglich in den Arbeitsmarkt integriert, nicht aber in andere relevante Bereiche der Gesellschaft“, schreibt Ercan Karakoyun auf den Deutsch Türkischen Nachrichten. In einer Analyse befasst er sich mit der ersten Gastarbeiter-Generation in Deutschland, die eine Ausnahme-Position in unserer Gesellschaft inne habe.
Laut Karakoyun könne diesen Einwanderen nichts vorgeworfen werden. Sie hätten nach ihrer Ankunft Tag und Nacht gearbeitet – immer im Blick die Rückkehr in die Türkei und ohne einen Gedanken daran, sich hierzulande zu integrieren. Doch es ist in vielen Fällen anders gekommen: “Die erste Generation lebt auch nach Jahrzehnten immer noch ausgegrenzt zwischen Tradition und Moderne, Rückkehr und Integration, zu deren Herausbildung sie nicht alleine beigetragen haben.” Auch die deutsche Politik habe ihren Beitrag zu dieser Situation geleistet. Fest wurde mit einer Rückkehr der Gastarbeiter gerechnet. Bestrebungen auf die Wünsche und Bedürfnisse dieser Menschen einzugehen habe es weder in der Wissenschaft noch in der Praxis gegeben.
Wichtig ist dem Autor dennoch: “Sie leisteten den vielleicht größten Beitrag für Deutschland und verdienen daher den größten Respekt.” Oftmals brachten sie sich in den deutschen Arbeitsmarkt ein ohne viel Geld zu verdienen oder soziale Gegenleistungen in Anspruch zu nehmen. “Ein solcher Mensch hat nicht viel Zeit, um Deutsch zu lernen und sich fortzubilden. Meistens hat er nicht mal Zeit dazu Zeitung zu lesen oder Fernsehen zu gucken. Der Tagesablauf ist geprägt von Arbeit und Schlaf.” Heute zahlen sie einen hohen Preis dafür: Altersarmut, Krankheit und soziale Isolation.
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es ist wirklich sehr gut, eimal daran zu erinnern, das zehntausende türken am wohlstand der bundesrepublik mitgewirkt haben, oft in den arbeitsbereichen, die dem deutschen arbeiter zu nieder waren.