Wirkungen ohne Wirkstoffe. Grenzen der Lebensmitelkontrolle.

Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, das man lässt. Wilhelm Busch Die Quantenphysik hat zwar den Unterbau des einstmals ehernen Gesetzes der Kausalität aufgeweicht, indem sie nachgewiesen hat, dass auf den untersten Ebenen der physikalischen Realität offenbar rein zufällige Ereignisse eintreten können. Innerhalb der Welt, die

2519196230_45b93a3d24.jpgDas Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, das man lässt.

Wilhelm Busch

Die Quantenphysik hat zwar den Unterbau des einstmals ehernen Gesetzes der Kausalität aufgeweicht, indem sie nachgewiesen hat, dass auf den untersten Ebenen der physikalischen Realität offenbar rein zufällige Ereignisse eintreten können. Innerhalb der Welt, die wir mit unseren Sinnen begreifen und die wir mit unserer Logik durchdringen können, bleibt es aber unverbrüchlich dabei, dass jede Wirkung ihre Ursache hat.

Grenzen des Maulkorbs für Wirkbehauptungen von Lebensmitteln.

Moderner Verbraucherschutz nach der europäischen Health Claims Verordnung (HCVO) schert sich zu Recht wenig um die Zweifel am durchgängigen Kausalitätsprinzip aus der Physik. Wenn der Hersteller oder der Vertreiber eines Lebensmittels Wirkungen des Verzehrs seiner Produkte behauptet, nimmt sie ihn ins Visier. Das Gesetz schützt die Verbraucher vor falschen Behauptungen von Anbietern. Besonders gesundheitliche Bezugnahmen sind gefährlich. Stellen Sie sich vor, dass jemand Aprikosenkerne mit der Behauptung zum Kauf anbietet, das in ihnen enthaltene Laetril (Vitamin B 37) verhindere oder beseitige eine Krebserkrankung. Mag ja sein, aber das sollte doch wohl erst hinreichend gesichert sein, bevor man so etwas propagiert!

Daher sind solche Wirkbehauptungen durch den Hersteller und den Vertreiber eines Lebensmittels heute nach der HCVO nur noch zulässig, wenn sie von den Behörden in Brüssel genehmigt sind. Natürlich darf die Wissenschaft und darf auch jeder Angehörige der Heilberufe sich mit solchen Fragen beschäftigen, laut darüber nachdenken, Vermutungen anstellen und Annahmen, Hypothesen und Theorien erarbeiten und öffentlich diskutieren €“ sie dürfen sogar schmack behaupten oder auch suggerieren, dass die Wirkung gesichert sei. Man kann sich ja mal irren. Gleiches gilt für die Medien und das allgemeine Publikum.

Sogar die Hersteller und Vertreiber von Lebensmitteln sind frei, zu forschen und öffentlich zu diskutieren. Sie müssen dann aber klar herausstellen, dass die wissenschaftliche Bestätigung noch aussteht. So heißt es doch  in der Präambel der HCVO, dass die Regulierung “der nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben auf Angaben in nichtkommerziellen Mitteilungen, wie sie z.B. in Ernährungsrichtlinien oder €“empfehlungen von staatlichen Gesundheitsbehörden und €“stellen oder in nichtkommerziellen Mitteilungen und Informationen in der Presse und in wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu finden sind”, keine Anwendung finden soll (Fett- und Kursivdruck vom Verfasser). Auch wenn dieser Text so gedrechselt ist, dass man meinen könnte, nur die reine Wissenschaft sei frei und nur wer frei sei von kommerziellen Interessen dürfe den Mund aufmachen, ist das bei verfassungskonformer Auslegung  dieser Aussage nicht zu entnehmen. Die Freiheit der Wissenschaft nach Art. 5 Abs. 3 S. 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland erlaubt selbstverständlich auch eine wissenschaftliche Forschung im Gewinninteresse. Schließlich wird allgemein beklagt, dass heutzutage praktisch alle Forschung Auftragsforschung im wirtschaftliche Interesse der Industrie ist.

Das Gesetz meint nur die Wirkungen besonderer Wirkstoffe, nicht ganz normale Lebensmittel oder ganz normale Inhaltsstoffe von Lebensmitteln.

Was aber ist mit Behauptungen über die ganz normalen Wirkungen von Lebensmitteln, beispielsweise dass wir sie essen müssen, um nicht zu verhungern oder dass wir ohne ihren Gehalt an den üblichen Inhaltsstoffen die normale Entwicklung und Funktion unseres Körpers gar nicht aufrecht erhalten können?

Da ist die Rechtsprechung aller Länder ganz einig: solche Wirkungen sind vom Gesetz nicht gemeint. Staatliche Gesetze sind immer auch nach dem erkennbaren wirklichen Willen des Gesetzgebers auszulegen. Würde man den Maßstab der Physik an die Zulässigkeit von Wirkbehauptungen über Lebensmittel anlegen, käme man zwingend zum Schluss, dass,z.B., das Anpreisen von gekochten Kartoffeln mit der Behauptung, dass sie für den Körper verträglicher seien als rohe, die Behauptung einer Wirkung der gekochten Produkte beinhaltet. Wenn nicht anzunehmen ist, dass der Gesetzgeber gar nicht die Wirkungen von Nahrung meint, die “der Versorgung des Körpers mit Stoffen dient, die dessen normale Entwicklung und Funktion gewährleisten,” dürfen Obstverkäufer auch darauf hinweisen, dass ihre Produkte Vitamine enthalten, die der Gesundheit förderlich sind. Ganz offensichtlich hat der Gesetzgeber nur besondere Wirkangaben im Auge. Er meint auch nicht die Angaben darüber, wie ein Lebensmittel zum Verzehr zubereitet werden soll oder wann es verzehrt werden soll.

Unterschiedliche Wirkungen dadurch, wann und wie man isst, meint der Gesetzgeber nicht.

Die richtige teleologische Auslegung der lebensmittelrechtlichen Vorschriften führt zur Erkenntnis, dass der Gesetzgeber ausschließlich die Anpreisung angeblicher besonderer Wirkungen von Lebensmitteln wegen besonderer Wirkstoffe im Auge hat. Die Zubereitung von Lebensmitteln durch die Industrie, im Restaurant oder in der privaten Küche steht ebenso wenig unter amtlichen Kontrolle wie die wissenschaftliche Ergründung der physiologischen und gesundheitlichen Auswirkungen der verschiedenen Bearbeitungsmöglichkeiten der Nahrung und die verschiedenen Essweisen. Auch der Anbieter von Lebensmitteln darf daher gute unterschiedliche Wirkungen seiner Speisen loben, je nachdem ob sie roh oder gekocht, gedünstet oder gebraten daher kommen, auch nicht, ob sie ganz gegessen oder geschnitten und gemahlen in den Körper kommen. Gleichermaßen sind nicht Wirkaussagen darüber betroffen, die den Zeitpunkt des Verzehrs solcher normaler Nahrung betreffen. Das gilt auch dann, wenn die unterschiedliche Vorbereitung und Essweise einen fundamentalen Einfluss  auf die richtige Versorgung und die Herstellung und Aufrechterhaltung der normalen Lebensfunktionen ausübt.

Bekannte Wirkungen ohne Wirkstoffe.

Das Ergebnis, dass die Lebensmittelkontrolle nur Wirkbehauptungen betrifft, wenn es um besondere Lebensmittel oder angeblich besonders wirkkräftige Inhaltsstoffe von Lebensmitteln geht, ist richtig, auch wenn unübersehbar ist, dass es bezogen auf ganz normale Lebensmittel und ganz normale Inhaltsstoffe Wirkaussagen gibt die so weit reichen wie keine Aussage über einzelne oder auch mehrere Wirkstoffe.

Nicht nur der Gesetzgeber denkt bei Wirkungen nur an Wirkstoffe. Der Grund dafür ist, dass wir in unserem Denken und Handeln dazu neigen, Verbesserungen immer aktiv herbei zu führen. Uns fehlt die Vorstellung, dass dieser Aktivismus selbst die Quelle ungezählter Störungen ist. Leidet ein Mensch unter psychischen oder körperlichen Störungen, suchen wir sofort und meist ausschließlich nach Heilmitteln, die die Beeinträchtigungen abstellen oder zumindest lindern sollen. Bestes Beispiel dafür ist die Antwort der Medizin auf das Phänomen

Skorbut, von dem wir heute wissen, dass es nur eine Mangelerscheinung ist, die sich sofort legt, wenn wir genügend Vitamin C mit der Nahrung aufnehmen. Ist dann die Behauptung, dass Südfrüchte gut gegen Skorbut sind, eine Wirkbehauptung, die im Zweifel sogar nach der HCVO zu prüfen wäre? Natürlich nicht, denn Vitamin C ist ein ganz normaler Bestandteil unserer Nahrung. Das Wissen, dass das so ist und dass das Vitamin im Körper lebenswichtig ist, macht das Vitamin nicht zu einem besonderen Wirkstoff. Als die frühen europäischen Seefahrer wie die Fliegen an Skorbut starben, suchte die Medizin vergebens jahrhunderte lang nach einem Heilmittel dagegen. Wenn aber eine gesundheitliche Störung allein auf dem Fehlen eines lebensnotwendigen Bestandteils unserer Ernährung beruht, kann keine Medizin helfen. Das gilt unverändert auch heute noch.

Es gibt einige weitere bekannte Fälle, in denen Fehler in der Ernährung krank machen. Beri-Beri kommt, wenn Vitamin B1 fehlt, die perniziöse Anämie folgt der Unterversorgung mit Vitamin B 12. Daneben gibt es die wie selbstverständlich jedermann bekannten Fehlversorgungen und dadurch verursachten gesundheitlichen Schäden: wer nicht isst oder trinkt, stirbt;wer zu wenig Energieträger aufnimmt, magert ab: wer mehr isst als er verbraucht, wird fett; usw..

Wirkungen ohne Wirkstoffe dank Behebung des Serotoninmagels.

Nun habe ich vor ein paar Jahren eine Entdeckung gemacht, die einen vergleichbaren Fall betrifft: die Entdeckung des Aminas-Prinzips des körpereigenen zentralnervösen Aufbaus des zentralen  Steuerhormons und Botenstoffes Serotonin durch den Verzehr ganz normaler pflanzlicher Nahrung.

Auch dabei geht es nicht um irgendwelche besondere Wirksubstanzen.Wenn nur die verwendete herkömmliche Pflanzennahrung roh, in wesentlichen Teilen schonend getrocknet und hochfein gemahlen ist und mit ausreichend Flüssigkeit versetzt auf leeren Magen verzehrt wird, wird über ein an das oberste Esskontrollzentrum im Gehirn gerichtetes starkes Verdauungssignal die Wanderung der Bausteine für Serotonin durch den Körper in Gang gebracht und in der Folge durch Serotonin der Hunger zentralnervös begrenzt. Die Bausteine für Serotonin sind übrigens praktisch immer in den Zellen und Zellzwischenräumen des Körpers vorhanden. Gerade von dort her können sie leichter noch als aus dem Blutstrom abgerufen werden, weil sie durch die Bearbeitung in den Zellen des Körpers (Golgi-Apparate) leicht erkennbar geworden sind. Ich gehe davon aus, dass sich Serotonin bereits unmittelbar nach der Erzeugung des großen Verdauungssignals bildet, bevor die fein gemahlene Nahrung überhaupt erst verstoffwechselt ist und ihre Bestanteile im Blutstrom schwimmen. Was die Verfügbarkeit von Vitalstoffen im Körper angeht, findet man auch immer wieder falsche Grundvorstellungen. So bemüht sich die Industrie, Vitamin C in Zeitkapseln in den Körper zu bringen, weil man festgestellt hat, dass Vitamin C schon eine Stunde nach der Einbringung in den Körper nicht mehr im Blut zu finden ist. Na und? Es ist doch längst in den Billionen von Körperzellen und in den Zellzwischenrämen gelandet!

Wie in den Fallen von Skorbut u.a. ist es auch beim Aminas-Prinzip eine bestimmte Substanz, die im Körper gefehlt hat, und deren Verfügung durch eine Verbesserung der Ernährung normalisiert wird. Der Unterschied liegt nur darin, dass in den anderen Fällen ein konkreter Nahrungsbestandteil fehlte und dass beim Aminas-Prinzip die Erzeugung eines starken Verdauungssignals fehlt, das den Körper anstößt, das fehlende Hormon aufzubauen. Beim Aminas-Prinzip ist noch sehr viel deutlicher, dass es nicht um eine Wirksubstanz geht. Vitamine, auch wenn sie normale Bestandteile normaler Nahrung sind, kann man, wenn man will, auch als Wirksubstanzen begreifen. Das geht aber ganz und gar nicht bei dem Vorgang des körpereigenen Aufbaus zerebralen Serotonins. Dieser wird überhaupt nicht durch einzelne oder mehrere Wirkstoffe gelockt, sondern nur dadurch, dass zur rechten Zeit eine fein vermahlene rohe Kost verzehrt wird.

Trotz Polyvalenz der Wirkungen keine Wirkstoffe

Manchen fällt es schwer, diese Zusammenhänge zu akzeptieren, besonders deshalb, weil im Falle des Herstellung einer normalen Verfügung über Serotonin nach dem Aminas-Prinzip wegen der Unmenge der Aufgaben des Transmitters Serotonin im ganzen Gehirngeschehen die Summe der positiven gesundheitlichen Auswirkungen fast unübersehbar ist. Dazu kommen weitere körperliche Wirkungen durch den täglich mindestens einmaligen Schub an roher in ihren Proteinen nicht denaturierter Pflanzenkost mit all ihren natürlichen funktionsfähigen Enzymen. Ohne den für die Beachtung solcher Störungen zuständigen Therapeuten vorzugreifen, nenne ich neben der besseren Grundversorgung aller Zellen noch die Verbesserung der Immunantwort durch die bessere Versorgung der großen Darmflora.

All diese Wirkungen entstehen ohne die Bemühung von Wirksubstanzen. Gerade solche polyvalenten Wirkungen einzelner Maßnahmen passen nicht zu der Erwartungshaltung, dass jede Wirkung ihre Ursache hat und dass man dazu zwangsläuufig nach einer Wirksubstanz sucht. Man muss aber nur erkennen, dass es in diesen Fällen gar nicht darum geht, positiv in natürliche Abläufe einzugreifen oder gar ihren Ablauf zu verändern. Es geht nur darum, einen Fehler in der notwendigen Versorgung zu korrigieren, der so viele Schäden verursacht hat. Stellt man nur diesen Fehler ab, richtet sich alles wieder normal ein.

So versteht sich auch der schöne Satz von Wilhelm Busch aus dem Epilog zur “Frommen Helene.” Das Gute, d.h. die uns angestammte normale Versorgung und richtige Funktion aller Vorgänge im Körper, richtet sich alsbald wieder ein, wenn man die bösen Fehler in der Versorgung lässt! Einer der schlimmsten und folgenreichsten Fehler in der Ernährung ist eben die Vernachlässigung des Verzehrs fein gemahlener roher Pflanzenkost, weil davon über die Lockung des Schlüsselhormons Serotonin die Herstellung und Unterhaltung des natürlichen mental-hormonellen Gleichgewichts abhängt.

Photo: sergeant killjoy, via flickr

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  1. Wenn die Unterlassung von Fehlern zu weitreichenden gesundheitlichen Wirkungen führt, dürfen natürlich die Therapeuten nicht außen vor gelassen werden. Auch sie denken aber in Kategorien von Wirkungen und Wirkstoffen, und wünschen, mit ihren Methoden, meist kinesiologisch die nativen Lebensmittel die “Präparate” zu testen.

    Folgendes Schreiben an eine Heilpraktikerin trägt dem Rechnung (und macht die Zusammenhänge noch einmal klar):

    Liebe Frau ….,
    wir vertreten kein Heilmittel. Unsere native Kost isr weder ein Präparat noch ist sie ein Nahrungsergänzungsmittel. Es handelt sich um schlichte Nahrung, die nur besonders getrocknet und gemahlen ist, damit sie in der Verstoffwechslung auf die erst vor wenigenJahren entdeckte naturgesetzliche Weise beim Verzehr auf leeren Magen die absolut körpereigene Synthese des Neurotranmitters Serotonin anstößt.

    Jeder Experte weiß, dass wir Menschen häufig eine zentralnervöse Unterversorgung mit Serotonin erleben, weil sein Hauptbaustein L-Tryptophan an der Blut-Hirn-Schranke von gleichfalls im Gehirn benötigten anderen Aminosäuren blockiert wird. Auch die vielfachen Folgen sind bekannt. Sehen Sie sich nur den Krampf der massenhaften Verschreibung von SSRI und MAO-Hemmern an! Mit der nativen Kost ist der Weg frei, auf die natürlichste Weise von der Welt diese Blockade aufzulösen.

    Wir sind der Meinung, dass wir gar keine nach dem Gesetz kritischen Wirkbehauptungen in die Welt setzen, wenn wir auf das von uns gefundene Aminas-Prinzip der körpereigenen Synthese des Transmitters Serotonin hinweisen. Nur solche weitestgehend rohe und weitgehend nicht hitzebehandelte und zum maßgebenden Anteil fein vermahlene Nahrung ist geeignet, beim Verzehr auf leeren Magen das Magenprogramm zu umgehen und umgehend im Dünndarm ein starkes Verdauungssignal auszulösen. Das liegt aber nicht an den Inhaltsstoffen der Nahrung, sondern an ihrer für den Verzehr getroffenen Vorbereitung (Trocknen, Mahlen) und am richtigen Zeitpunkt des Verzehrs. Was soll es da, die Inhaltsstoffe auszutesten? Das durch die besondere Essweis ausgelöste starke Verdauungssignal wird zwingend parasympathisch aufgenommen und löst im Esskontrollzentrum im Hypothalamus eine Chemotaxis nach den Bausteinen für Serotonin aus, damit es als Esskontrollhormon die Nahrungsaufnahme begrenzt.

    Wenn wir unserer Art als eigentlichen pflanzenfressenden Primaten in der Art und Weise der Nahrungsaufnahme täglich wenigstens ein wenig gerecht würden, brauchten wir uns – wie alle wilden Primaten – um den Aufbau von Serotonin keine Gedanken zu machen. Mit der nativen Kost lösen wir “nur” deshalb weitreichende gesundheitliche Wirkungen aus, weil wir den Übelstand beenden, die naturgesetzlichen Funktionszusammenhänge bei der körpereigenen Herstellung des Transmittes Serotonin zu vernachlässigen. Es geht nicht um Wirksubstanzen, die Wirkungen auslösten. Vielmehr bleiben nur die Schäden weg, die bei Fortsetzung des beschriebenen allgemeinen Fehlers in unserer Ernährung ständig ausgelöst werden.

    In der antiven Kost sind übrigens alsInhaltsstoffe der verwendeten Nahrung reichlich auch alle Bausteine für Serotonin enthalten. Es geht aber nur um den maximalen Aufbau von 0,1 mg dieses Botenstoffes. Die dafür benötigten Mengen haben wir praktisch immer im Körper, aber nicht im Blutstrom, sondern in unseren Billionen von Körperzellen und den interzellulären Zwischenräumen. Wir rechnen damit, dass diese Bausteine alsbald nach der Erzeugung des beschriebenen starken Verdauungssignals auf den Weg gebracht werden, noch bevor sie aus der gerade verzehrten Nahrung verstoffwechselt sind und die Blutbahn erreichen.

    Gewiss können Sie nachvollziehen, dass die Bekanntmachung und der Vertrieb eines solchen Lebensmittels nicht nach den Regeln über den Vertrieb von Präparaten ablaufen kann. Für Tausende von Menschen ersetzt die native Kost längst morgens das Frühstück oder eine andere der Hauptmahlzeiten des Tages. Lebensmittel kann man schlecht in Proben verschicken. Wir haben das zwar schon einmal gemacht, aber immer nur mit Bedenken, die nicht nur die strikte Einhaltung der Hygiene betreffen.

    Viele Therapeuten begegnen den Proben nativer Kost mit einer Erwartungshaltung, die nur bei Präparaten richtig ist. Wir wissen, dass so der wirkliche Wert der nativen Kost nicht erkannt werden kann. Einem Lebensmittel muss man als solchem begegnen. Dass Lebensmittel bedeutende gesundheitliche Wirkungen haben, wissen wir nicht erst seit Hippokrates. Aber Heilmittel sind sie nie, ebenso wie Heilmittel nicht die Defizite in der Ernährung ausgleichen können.

    Wie eine bessere serotonerge Situation auf die innere Welt und indirekt auf den Körper (Stressbewältigung) einwirkt und ob und wie sie Einfluss auf Störungen hat, ist dennoch unbedingt Sache der Therapeuten. Wir hören zwar viel von gesundheitlichen Vorteilen bei Tausenden von Menschen, die auf täglich einen Löffel Aminas umgestellt haben. Der Weg der richtigen Nutzung des neuen Wissens im Falle gesundheitlicher Störungen sollte aber unbedingt über die Therapeuten gehen, weil die Behebung der Blockade von Serotonin eben so weitreichende gesundheitliche Wirkungen hat und weil neben dem akuten Mangel an Serotonin auch mögliche weitere Ursachen für festgestellte Störungen beachtet werden müssen. Diese Störungen sind oft auch Selbstläufer. Besonders bei der Depression und der Fibromyalgie muss berücksichtigt werden, dass die Störungen sich selbst verfestigen können.

    Es geht bei Aminas um eine ganz kleine Umstellung der täglichen Ernährung (1 EL auf leeren Magen). Um den Wert dieser Maßnahme richtig beurteilen zu können, braucht es mehr als ein Pröbchen. Bitte verstehen Sie, dass wir die durch die Prüfung von Proben geradezu programmierten Missverständnisse nicht noch fördern wollen.”