Erste, zarte Annäherungsversuche im Schweinestall. Ein idyllisches Stelldichein im einstigen Kinderzimmer. Oder handfeste Dramen in Schwiegermutters Küche. Die RTL-Produktion “Bauer sucht Frau” ist mittlerweile an fast jeden Fernsehzuschauer – ob freiwillig oder unfreiwillig – herangetragen worden. Mit Blick auf Moderatorin Inka Bauses “Liebeskarussell” haben die beiden Blogger Sachar Kriwoj und Lisa Rank das Erfolgskonzept unter dem Titel “Blogger sucht Frau” einfach weitergedreht.
Anders als vielleicht vermutet, findet die Partnervermittlung 2.0 jedoch nicht im Internet statt. Wie basicthinking.de berichtet, planen Kriwoj und Rank vielmehr eine romantische Abendveranstaltung im Rahmen der Bloggerkonferenz Re:publica 11, die vom 13. bis 15. April in Berlin stattfinden wird. Zur Bewerbung erklärt Autor Jürgen Vielmeier: “Ähnlichkeiten mit der RTL-Show ‘Bauer sucht Frau’ sind natürlich nicht ganz zufällig, doch ‘Blogger sucht Frau’ soll in eine andere Richtung gehen. Auf der Veranstaltung sollen zwei Pärchen zusammen kommen, wobei egal ist, welche sexuelle Orientierung die Kandidaten haben.” Auf der eigens eingerichteten Facebook-Fanpage hört sich das dann so an: “Männer suchen Frauen, Frauen suchen Männer, Frauen suchen Frauen, Männer suchen Männer. Alles will, alles darf.”
Menschen im Netz sind nicht einsamer
Mit einem Vorurteil möchten die Macher, die ihre Aktion als Hilfestellung für den Sender RTL verstanden wissen wollen, der nicht allein gegen die Einsamkeit ankämpfen könne, jedoch schon vor dem großen Tag aufräumen. Die Einsamkeit unter Menschen, die häufig im Netz unterwegs sind, ist ihrer Meinung nach nicht höher als bei denjenigen, die sich nicht in der schillernden Internetwelt herumtreiben. “Es fällt uns nur mehr auf, wenn wir täglich Twitter lesen. Und wir finden, dass es schöner ist, wenn Menschen glücklicher sind”, erklärt Lisa Rank die Ursache für diese veränderte Wahrnehmung.
Ob nun auf der Re:publica oder in einer anderen Location – bei “Blogger sucht Frau” kann jeder teilnehmen. Einzig eine gewisse Affinität zum Web sollte vorhanden sein, um bei Begriffen wie “Facebook” oder “Twitter” nicht völlig ins Schleudern zu geraten. Bewerben können sich Interessierte nur über ein in Kürze freigeschaltetes Formular auf der Facebook-Seite des Projekts. Szenen wie folgende sind dann hoffentlich ausgeschlossen:
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