“Kultur ist ein zentrales Thema in der Integrationsdebatte”

Trotz seiner Teilnahme am Integrationsgipfel im vergangenen November wurde der Deutsche Kulturrat nun nicht gebeten im Bundesbeirat für Integration, der letzte Woche von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Prof. Dr. Maria Böhmer, MdB, auf den Weg gebracht wurde, mitzuwirken. Im Interview mit den Deutsch Türkschichen Nachrichten

kulte.jpgTrotz seiner Teilnahme am Integrationsgipfel im vergangenen November wurde der Deutsche Kulturrat nun nicht gebeten im Bundesbeirat für Integration, der letzte Woche von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Prof. Dr. Maria Böhmer, MdB, auf den Weg gebracht wurde, mitzuwirken. Im Interview mit den Deutsch Türkschichen Nachrichten bedauert Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats dieses Vorgehen sehr.

“Ich denke, dass Kultur ein zentrales Thema in der Integrationsdebatte ist”, stellt Olaf Zimmermann im Gespräch heraus. Erst vor kurzem hat seine Einrichtung ein Dossier zum Islam, das zahlreiche Facetten aus Religion, Kultur und Gesellschaft anspricht, vorgelegt. Nun bleibt diese im vielfalch als Meilenstein erachteten Bundesbeirat für Integration außen vor. Die Zusammensetzung aus 32 Organisationen, so wurde auf Nachfrage deutlich, solle zudem nicht verändert werden. Für Olaf Zimmermann ist das ein unverständliches Vorgehen. “Ich denke, dass das Thema Islam vor allem im kulturpolitischen Kontext bislang zu wenig debattiert wurde”, erklärt Zimmermann weiter. So gäbe es zwar auch in Deutschland eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Islam, eine islamwissenschaftliche Diskussion in den Hochschulen, Museen, die islamische Kunst präsentierten, dennoch sei das Thema in der kulturpolitischen Diskussion bislang noch nicht richtig angekommen.

Ihm liege ganz besonders an einer Versachlichung der Debatte um den Islam am Herzen, wobei gerade das Dossier zeige, dass von “dem” Islam nicht gesprochen werden könne. Persönlich freue er sich sehr, wenn es künftig mehr Gespräche, gerade auch in der Kulturszene, über die kulturellen Leistungen des Islam gäbe und vor allem die zivilgesellschaftlichen Organisationen der Muslime dadurch gestärkt würden. “Wir haben ein elementares Interesse daran, das sich eine starke islamische Zivilgesellschaft in Deutschland entwickelt. Nur sie ist der Garant für eine demokratische Entwicklung des Islams in Deutschland.”

Das gesamte Interview lesen Sie hier.

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