Lidl: Vom Schwarz-Markt zur Spionagezentrale

(Eine Satire) Das “Lehrkombinat Illegaler Demokratie-Liquidation€ mit Sitz in Neckarsulm, kurz L.I.D.L. genannt, hat als Menschenrechtsdiscounter die Zeichen der Zeit erkannt. Der seit 1930 bestehende, durch Josef Schwarz gegründete Schwarz-Markt, für den die durchaus passende Bezeichnung “LIDL€ hinzu gekauft wurde, bietet ein absolutes Novum in Sachen Arbeitsplatzbeschaffung der Neuzeit. Nach

lidl1.jpg(Eine Satire)

Das “Lehrkombinat Illegaler Demokratie-Liquidation€

mit Sitz in Neckarsulm, kurz L.I.D.L. genannt, hat als Menschenrechtsdiscounter die Zeichen der Zeit erkannt.

Der seit 1930 bestehende, durch Josef Schwarz gegründete Schwarz-Markt, für den die durchaus passende Bezeichnung “LIDL€ hinzu gekauft wurde, bietet ein absolutes Novum in Sachen Arbeitsplatzbeschaffung der Neuzeit.

Nach zwei totalitär-extremistischen Regimes zunächst Gesamtdeutschlands und sodann der Deutschen “Demokratischen€ Republik seit 1949, blieben seit Kriegsende 1945 und deutscher Wiedervereinigung 1990 zwischenzeitlich genügend Bedienstete von GeStaPo und StaSi auf der Strecke, die ihre vorzügliche Ausbildung sowie ihre umfassenden Kenntnisse im Rahmen von Spionage, Überwachung und Menschenrechtsverletzungen ganz plötzlich nicht mehr anwenden oder weitervermitteln konnten.

Durch den Zusammenbruch zweier staatlicher Regierungssysteme lag nun auf einmal so viel geistiges Potential von heute auf morgen auf der Straße, dem wir im Rahmen unserer Wegwerfgesellschaft zunächst nicht einmal ansatzweise mehr Beachtung schenkten. Hier handelte es sich doch schließlich um ungenutztes Wissen, das der Vorantreibung und Gesundung eines neu zu errichtenden Unterdrückungs- und Machtapparates hätte nützlich sein können.

Das “Lehrkombinat Illegaler Demokratie-Liquidation€ (L.I.D.L.) war hier Retter in letzter Sekunde.

Zwischen Kaffee, Kartoffeln, Hammer, Sichel, Pfadfinderhemden und Türspion durfte man jetzt selbst wieder das spionierende Auge walten lassen. Die reaktionären Kreise ehemaliger Arbeitsloser brauchten ab sofort nicht mehr auf die Vermittlung von Ein-Euro-Jobs zu warten, womit ihr Gewohnheitsrecht, mit erheblich höheren Geldsummen umzugehen, auch unzulässig unterschritten und mit Füßen getreten worden wäre. Hier ist man Unmensch, hier darf man sein und Daten über Mitmenschen sammeln, die über ihre eigenen Aktivitäten in der Regel weniger zu wissen scheinen, als dies die Daten-Unrechtler vermögen.

Da gab es doch zuvor Zeiten, zu denen man den einen oder anderen Mitarbeiter direkt ansprach und fragte “Was machen Sie denn da für’n Scheiß?€ Diese Mühe können sich die leitenden Damen und Herren des Lehrkombinats jetzt völlig ersparen, weil sie unter anderem bereits aufgezeichnet haben, wie oft und wann sich deren Mitarbeiter ihrer Exkremente entledigen. Und es gab Zeiten, zu denen man als menschenrechtsbewusster Deutscher gegenüber der amerikanischen Supermarktkette WAL*MART den nur allzu zerbrechlichen Zeigefinger erhob, weil dort ausspioniert werden sollte, wie, warum und wann Mitarbeiter untereinander engere Freundschaften oder Verhältnisse eingingen. Das aber gehört inzwischen ebenfalls zu den Aufgaben der LIDL-Reaktionäre.

Unter den Mitbewerbern auf dem deutschen Markt gab es inzwischen hinreichend Nachahmer.

Als zukunftsorientiertes Unternehmen weiß LIDL schon heute… HIER LESEN SIE WEITER…

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  1. Das von Ihnen angesproche plötzlich brachliegende geistige Kapital, ging nach der Wiedervereinigung sehr schnell in das geistige Eigentum der deutschen Dienste ein. Diese hatten nämlich inzwischen gemerkt, wie minderwertig die eigenen Fähigkeiten zuvor waren.
    Wie allgemein bekannt geworden ist, gaben diese Dienste bis heute, die Vorgaben, die dann zur Nachamung anregten. Wer nun aber hierbei Recht gegen Recht aufrechnen möchte, der irrt sich gewaltig. Die einen haben ebenso unerlaubt spioniert, wie die anderen.
    Leider lassen sich nur die einen zum Schafott führen; die anderen schützt ihre Immunität. Uns widert dabei an, dass Letztere sich auch noch vor Empörung vor die Brust schlagen