“Ich bin weder radikal noch liberal, ich bin einfach ein gelassener Muslim unter vielen”, sagt Eren Güvercin. Im Gespräch mit den Deutsch Türkischen Nachrichten spricht der 1980 in Leverkusen geborene Blogger nicht nur über seine Herkunft und seine Einstellung zu Beruf und Religion, sondern auch über seine Abneigung gegen den Begriff “Integration”.
Auf seinem Blog befasst sich der junge Mann fast ausschließlich mit Menschen, deren Arbeit, Engagement oder Bücher ihn auch wirklich interessieren. Differenziert und abseits des Mainstreams findet der Leser hier Berichte, Interviews und Beiträge, die nicht selten kontroverse Debatten auslösen. Als religiös will sich Eren nicht bezeichnen. Auch gewisse Labels wie etwa “liberaler Islam” seien ihm fremd. “Ich muss jedesmal schmunzeln, wenn ich sehe, wie nicht wenige Menschen in der Öffentlichkeit sich versuchen mittels dieser Labels im Markt zu positionieren. Es geht im Grunde genommen um Ansehen, Profilierungssucht und natürlich auch darum, auf dem Markt zu bestehen. Dafür braucht man natürlich Labels, mit denen man sich gut verkaufen kann. Aber mit einer substanziellen Auseinandersetzung mit dem Thema Religion hat dies herzlich wenig zu tun”, so die Meinung des Schreibers über nicht wenige seiner Berufskollegen.
Ähnlich deutlich wird er aber auch, wenn es um das Thema “Integration” geht. “Ich halte es für bedenklich, wie in der letzten Zeit über Integration gesprochen wird. Ich empfinde immer mehr eine gewisse Abneigung, was den Begriff ‘Integration’ angeht.” Als jemand, der hier in Deutschland geboren wurde und hier aufgewachsen ist, empfindet er solcherlei Fragestellungen als immer absurder. Er stellt heraus: “Schließlich stellt auch niemand unserer Bundeskanzlerin die Frage, ob sie integriert ist. Bei Frau Merkel wäre diese Frage relevanter als bei mir, da sie ja immerhin in der DDR aufgewachsen ist, in einer völlig anderen Gesellschaft. Sie hat mehr Migrationshintergrund als ich oder meinesgleichen.” Klar sei jedoch auch, dass hier viele Probleme unter den Teppich gekehrt. die positiven Beispiele aber kaum in der öffentlichen Debatte berücksichtigt würden.
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Vielen Dank, Frau Oppelt, für Ihre wiederholten wertvollen Hinweise auf die lebendige Alternative in unserem Land zu den Sarrazinschen Verallgemeinerungen und Verzerrungen!
Eren Güvercin hat Recht, dass Frau Merkel in unserer Gesellschaft nicht angekommen ist. Wäre sie das, gingen von ihr wenigstene hier und da einmal persönlich Initiativen aus für die notwendigen Verbesserungen im Lande. Sie treibt allein Machtspielchen, wie sie bei ihren alten Freunden in der DDR üblich waren und wie sie sie von ihrem verantwortungslosen Lehrmeister Kohl gelernt hat. Nicht nur ihre Mimik und Gestik verraten die Unechtheit ihrer Empfindungen. Es fehlt ihr an der Identifikation mit Land und Leuten.