Zu der Frage von Karl Nagel: Nein, der Name Nikolitsch ist in Serbien so häufig wie in Deutschland Müller, Meier oder Schulze. Das liegt daran, dass bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts man in Serbien eine Namensbildung wie in Russland noch heute üblich, hatte, Name + Vatersname. Beispiel Leo Tolstoi heißt korrekt Lew Nikolajewitsch Tolstoi. Das -itsch bedeutet ‘Sohn des Nikola’. In Serbien wurde damals festgelegt, dass der Vaters-Name von nun an Familienname sei. Daher sind serbische Namen fast immer aus männlichen Vornamen gebildet. Kleine Anmerkung: Jurcic ist ein kroatischer Name.
Zu meinen Quellen:
Dick Marty: u.a. bei Wikipedia, Einzelnachweis Nr. 3
Der Marty-Bericht: ‘Der Europarat verabschiedet…..’ bei swiss info.de
‘Es begann mit einer Lüge’ video.google.com
Willy Wimmer, CDU-Abgeordnete und Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, Frühj. 2000. Er sagte damals “Noch nie haben so wenige so viele so gründlich belogen wie im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Jugoslawien.”
‘Racak und andere Lügen’ bei www.contraviento.de
Thomas Deichmann, (Zur Fälschung der Aufnahme vom ‘Abgemagerten Muslim in einem serbischen KZ) in: NOVO-Magazin de.
Thomas Deichmann im Interview, gleiches Thema in krit.de
Der BND-Bericht zur UCK und der Organisierten Kriminalität im Kosovo wurde inzwischen aus dem Netz genommen (von wem wohl?), aber jemand anderer hat ihn inzwischen wieder reingestellt. Leider ist die Qualität nicht besonders gut, der Bericht ist etwas mühsam zu lesen.
Nun noch ein paar Literaturhinweise:
Udo Ulfkotte: So lügen Journalisten, bei Bertelsmann erschienen
S. 202 ff.
Kurt Köpruner: Reisen in das Land der Kriege. Erlebnisse eines Fremden in Jugoslawien. Mit einem Vorwort von Peter Glotz (SPD) erschienen bei Diederichs
Jürgen Elsässer: Kriegslügen erschienen bei Kai Homilius Verlag
Wie der Dschihad nach Europa kam, ersch. bei
NP Buchverlag
Mira Beham: Kriegstrommeln. Medien, Krieg und Politik, dtv
Mira Beham und Jörg Becker: Operation Balkan. Werbung für Krieg und Tod, erschienen bei Nomos Verlagsgesellschaft
Heinz Loquai: Der Kosovo-Konflikt Wege in einen vermeidbaren Krieg
Eine Veröffentlichung aus dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität in Hamburg erschienen bei Nomos Verlagsgesellschaft.
Klaus Bittermann (Herausgeber): Serbien muß sterbien, Edition TIAMAT
Arnold Shermann: Die Zerschlagung Jugoslawiens, Bürgerkrieg und ausländische Intervention, ersch. AHRIMAN-Verlag
Karlheinz Deschner und Milan Petrovic: Weltkrieg der Religionen. Der ewige Kreuzzug auf dem Balkan, erschienen bei Weitbrecht
Ralph Hartmann: “Die ehrlichen Makler” Die deutsche Außenpolitik und der Bürgerkrieg in Jugoslawien, ersch. Dietz Berlin
Dorothea Gräfin Razumovski: Chaos Jugoslawien
Verschiedene Autoren, zusammengefasst in “Kosovo und Metochien in der serbischen Geschichte”, behandeln die Entwicklung bis 1989. Hier wird die Entwicklung geschildert, die schließlich zur Aufhebung der Autonomie führte. Lausanne 1989
Tja, wir haben uns die genaue Information etwas kosten lassen…
‘Audiatur et altera pars’ – Es möge auch die andere Seite gehört werden.
Außerdem haben wir drei Mal serbische Familien, die vor den Kriegsereignissen in Bosnien geflohen waren, für je ein Jahr in unser Haus aufgenommen. Nach 1999 haben wir gemeinsam mit ihnen ihre Heimat besucht und die Zustände mit eigenen Augen sehen können.
Last but not least: Ich bin DEUTSCHE.
Meine Hochachtung… Danke für die Informationen.