Klimabarometer 4/2010

Vierteljährlich veröffentlicht die Webseite Klima sucht Schutz ein sogenanntes Klimabarometer. Nach eigenen Worten ermittelt das Klimabarometer “die Einstellung der Bevölkerung gegenüber aktuellen Themen zum Klimaschutz, Klimawandel und zur Energiesituation sowie das öffentliche Interesse an diesen Themen”. Außerdem wird die Meinung von Experten eingeholt und Besucher einiger Kampangnenwebsites befragt. Über die

Vierteljährlich veröffentlicht die Webseite Klima sucht Schutz ein sogenanntes Klimabarometer. Nach eigenen Worten ermittelt das Klimabarometer “die Einstellung der Bevölkerung gegenüber aktuellen Themen zum Klimaschutz, Klimawandel und zur Energiesituation sowie das öffentliche Interesse an diesen Themen”. Außerdem wird die Meinung von Experten eingeholt und Besucher einiger Kampangnenwebsites befragt. Über die Experten braucht man nicht viele Worte verlieren, einige bekannte Namen sind dabei, von Rahmstorf und Schellnhuber über Claudia Kemfert bis Hermann E. Ott. Also alles Personen, die man landläufig als Alarmisten bezeichnet.

Wie sich nun dieser Index im Einzelnen darstellt, darüber sind keine genauen Angaben gemacht, doch im Text finden sich Anhaltspunkte darüber. So ist das Medieninteresse, trotz Klimagipfel in Cancun, nach wir vor sehr gering. Etwas anderes ist auch nicht zu erwarten gewesen, und spiegelt auch das Interesse, oder besser Desinteresse, der Bevölkerung am Thema Klimawandel wieder. Doch Energieeffizienz-Maßnahmen für Wohngebäude wurden im letzten Quartal verstärkt nachgefragt, wohl wegen gestiegener Heizkosten auf Grund der kalten Witterung. Was dieser Punkt in einem “Klimabarometer” zu suchen hat, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

Dem Ausbau der NIEs (Neue Ineffiziente Energien) wird von Alarmistenseite große Bedeutung im Kampf gegen den Klimawandel zugemessen. Über Sinn oder Unsinn dieses Ausbaus soll aber hier nicht gesprochen werden, sondern nur darüber, wie nach Ansicht der Betreiber dieser Kampagne, die Öffentlichkeit darüber befindet. Und hier sind zwei Punkte bemerkenswert. Zum einem wird gefragt, was der wichtigste Grund ist, “erneuerbare Energien” auszubauen. 39% der Befragten geben an, weniger Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wäre deren Hauptgrund, gefolgt von 36%, die sich weniger CO2-Emissionen versprechen.

Das sich eine relative Mehrheit um die Versorgung mit fossilen Brennstoffen Sorgen macht, erstaunt einigermaßen, und kann nur durch die ständige Gerede von irgendwelchen Piks (Öl, Gas, etc.) erklärt werden. Offensichtlich hatte diese Kampagne Erfolg. Keine Rolle spielt der Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen, nur 4% gaben an, dies wäre ihr wichtigster Grund für den Ausbau der NIE.

Welcher Stellenwert der “Klimaschutz”, so wie er hier propagiert wird, in der Bevölkerung tatsächlich hat, erfährt man erst, wenn es ums liebe Geld geht.

Hier lautete die Frage: “Wie sollte der Ausbau erneuerbarer Energien zur Stromversorgung finanziert werden”? Die Aussage ist eindeutig, 55% meinen, der Ausbau sollte sich von allein finanzieren. Anders formuliert heißt das, eine Mehrheit lehnt Subventionen komplett ab und meint die NIE sollen sich eben am Markt behaupten. Nur 28% befürworten einen Stromkosten-Aufschlag, also das wir derzeit als EEG-Umlage kennen.

Wenn man dann noch bedenkt von wem diese Zahlen kommen, dann darf man mit Gutem Recht behaupten, das EEG wird von einer breiten Mehrheit abgelehnt.

Kommentare

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  1. Und warum hat die Atomstrom-Industrie nie eine Umfrage unternommen, ob die AKWs und deren Abfälle subventioniert werden sollen? Wir könnten dann wenigstens die deutschen Bevölkerung viel besser verstehen können…
    …wenn wir schon über das Klima streiten müssen.