Gärtnern gegen den Weltuntergang

Ende vergangenen Jahres erhielt Dr. Turgut Altug die Integrationsmedaille der Bundesregierung für sein einzigartiges Projekt in Berlin Kreuzberg. Dort zeigt er in seinem “Interkulturellen Garten” den Zusammenhang von Ernährung und Klimaschutz auf und leistet, fast ganz nebenbei, einen wertvollen Beitrag in Sachen Integrationsarbeit. Im Gespräch mit den Deutsch Türkischen Nachrichten

geae.jpgEnde vergangenen Jahres erhielt Dr. Turgut Altug die Integrationsmedaille der Bundesregierung für sein einzigartiges Projekt in Berlin Kreuzberg. Dort zeigt er in seinem “Interkulturellen Garten” den Zusammenhang von Ernährung und Klimaschutz auf und leistet, fast ganz nebenbei, einen wertvollen Beitrag in Sachen Integrationsarbeit. Im Gespräch mit den Deutsch Türkischen Nachrichten erläutert er die wesentlichen Elemente seiner Arbeit und warum ein Deutsch Türkisches Umweltzentrum dringend erforderlich ist.

“Umwelt- und Naturschutzthemen gehen uns alle an”, betont der Agrarwissenschaftler nachhaltig. Da es für Migranten keine speziellen Angebote gegeben habe, sich an Umweltschutz-Projekten zu beteiligen und die großen deutschen Naturschutzverbände diese Menschen nicht angesprochen hätten, brachte er sein Umweltzentrum  im Januar 2009 auf den Weg. Seitdem wird hier gegärtnert, gemeinsam gekocht oder gefrühstückt und sich vor allem ausgetauscht. Als “ganz fantastische Einrichtung” lobte der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel die Einrichtung schon anlässlich ihrer Eröffnung.

Das freut auch Altug, der zur Verleihung der Integrationsmedaille meint: “Es ist gut zu wissen, dass die Arbeit, die wir hier seit Jahren machen, von der Bundesregierung anerkannt wurde.” Er lege Wert darauf, dass die Organisation an und für sich Anerkennung erfahre. Menschen, die dem Klimawandel heute noch mit Skepsis begegnen, könne er nicht verstehen. “98,5 Prozent der Wissenschaftler haben weltweit mit mehreren Studien belegt, dass ein Klimawandel existiert.”

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