Das jüngste Spiel gegen den 1.FC Nürnberg hätte das lang ersehnte Ende der Talfahrt des VfB Stuttgart anzeigen können. Nach dem Sieg letzte Woche gegen Borussia Mönchengladbach wagten die Fans wieder leicht zu hoffen. Doch was machte der Verein aus der Chance, die Abstiegsplätze zu verlassen? Ein Tor. Wäre nicht schlecht gewesen, hätte Nürnberg in der gleichen Zeit nicht vier geschossen.
Zugegeben: Das Glück ist den Schwaben auch in der Rückrunde nicht hold. Neben Timo Gebhart verletzten sich nun auch Christian Gentner und Arthur Boka, sodass sie für das Spiel gegen Nürnberg nicht eingesetzt werden konnten. Als ob das nicht genug wäre, stand auch Shinji Okazaki nicht wie eigentlich gedacht auf dem Spielfeld. Für den japanischen Nationalspieler liegt anscheinend noch keine Spielberechtigung vor.
Dies ist zwar Pech, dennoch ist zu erkennen, dass der VfB noch weit größere Probleme überwinden muss.
Wieder einmal gab vor allem die Verteidigung ein äußerst schwaches Bild ab, lief dem Spiel geradezu hinterher. Auch der Angriff wirkte lahm und halbherzig, ein Zeichen dafür, wie wenig Selbstvertrauen der Deutsche Meister von 2007 noch in seine Fähigkeiten hat. Dieses konnte bislang auch Bruno Labbadia den Spielern nicht wieder vermitteln. Er ist der bereits dritte Trainer in der Saison und bisher genauso erfolglos wie seine Vorgänger.
Was kann den VfB nur aus seiner Starre reißen?
Es muss etwas passieren. Am Donnerstag treten die Schwaben in der Europa League gegen Benefica Lissabon an, am Sonntag folgt das Bundesliga-Spiel gegen Bayer Leverkusen. Beides keine leichten Gegner, wir können gespannt sein, ob Stuttgart sich doch noch einmal zurückkämpfen kann.
Ein interessantes Spiel war das Duell am gestrigen Nachmittag trotzdem.
Dafür sorgte nicht zuletzt Julian Schieber. Der Stürmer spielt derzeit für den 1. FC Nürnberg, ist jedoch vom VfB Stuttgart nur ausgeliehen und soll nächste Saison wieder zu seinem Heimatverein zurückkehren. Ausgerechnet er schoss gestern ein Tor, das seinen zukünftigen Arbeitgeber, und damit auch sich selbst, der 2. Bundesliga näherbringt. Selbstverständlich verzichtete er auf einen Torjubel…
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