Islamische Identität nur privat gesichert

Eine Gleichbehandlung oder gar Gleichberechtigung des Islams in Deutschland ist nach Meinung von Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), noch lange nicht in Sicht. Im Dossier des Deutschen Kulturrats “Islam ” Kultur ” Politik” schreibt er über die “Rechtliche Anerkennung des Islams”, den Status quo

islam.jpgEine Gleichbehandlung oder gar Gleichberechtigung des Islams in Deutschland ist nach Meinung von Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), noch lange nicht in Sicht. Im Dossier des Deutschen Kulturrats “Islam ” Kultur ” Politik” schreibt er über die “Rechtliche Anerkennung des Islams”, den Status quo und Versäumnisse auf beiden Seiten. Das berichten die Deutsch Türkischen Nachrichten.

Bisher, so stellt er heraus, sei das Überleben der mehr als 2000 Moscheen hierzulande nur mit privaten finanziellen Mitteln aufrecht zu erhalten. Eine Anerkennung von Seiten des Staates, wie dies etwa bei Christen und Juden der Fall sei, fehle völlig. Doch dabei allein bleibe es nicht: “Obgleich die Moscheen den Kommunen und Ländern sowohl finanziell wie auch strukturell viel Arbeit abnehmen, verzichtet kaum eine Islam-Debatte auf die schon obligatorische Pauschalkritik an den Moscheen, ihren Imamen oder ihren Strukturen”, kritisiert er die aktuelle Stimmung im Land. Die Folge: Der Islam werde heute in erster Linie im Kontext der Sicherheitsfragen und als Politikum betrachtet.

Der Staat scheue sich, die rechtliche Anerkennung, wie diese für Christen und Juden selbstverständlich sei, anzusteuern. Auf der anderen Seite wurden Chancen des Dialogs zwischen beiden Seiten vertan. Und auch eine Arbeit an den muslimischen Strukturen sei nicht erst seit gestern nötig.

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