Theater für Kids: Bilder, die im Kopf entstehen

Ab 2. April sind im Mainfranken Theater Marcel Cremers “Schräge Vögel” los “Sie machen aus jeder Not eine Tugend. Aus einer Gieskanne wird eine Dusche, Fundsachen werden zu einem Flugzeug umgebaut”, beschreibt Daniela Scheuren, Theaterpädagogin und Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters am Mainfranken Theater, die zwei eigenartigen Gestalten Kuckuck (Robin

schraeg.jpgAb 2. April sind im Mainfranken Theater Marcel Cremers “Schräge Vögel” los

“Sie machen aus jeder Not eine Tugend. Aus einer Gieskanne wird eine Dusche, Fundsachen werden zu einem Flugzeug umgebaut”, beschreibt Daniela Scheuren, Theaterpädagogin und Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters am Mainfranken Theater, die zwei eigenartigen Gestalten Kuckuck (Robin Bohn) und Mantel (Christina Theresa Motsch), die da über die Bühne huschen. Sie hausen in einem zur Wohnung umgebauten Schrottplatz oder Container, den sie nie verlassen. Es sind eben zwei “Schräge Vögel”, die wie Geschwister miteinander streiten und sich versöhnen, zusammen spielen, essen und träumen und täglich darauf warten, dass sich irgendetwas tut. Aber nichts passiert.

Die Zeit oder besser gesagt ihre Kuckucksuhr ist stehengeblieben. Alles dreht sich im Kreis. Doch die beiden Clowns, die “mit großer Hingabe aus einer Leiter einen Baum und aus allem, was andere wegwerfen, eine Welt entstehen lassen” schaffen es, auf eine Weise zu erstaunen, wie nur Clowns es in der Lage sind zu tun. In der fantastischen Geschichte des preisgekrönten belgischen Autors geht es aber um mehr. Marcel Cremers Figuren erzählen von Freundschaft und von den alltäglichen Nöten, die sie gemeinsam und ganz auf sich gestellt überstehen. “Sie träumen von Nachbarn und Freunden. Sie träumen, davon, eines Tages wie Schwalben in den Süden zu fliegen. Als die Kuckucksuhr wieder geht, ist der Zeitpunkt gekommen, den Ort zu verlassen”, führt Daniela Scheuren in eine Geschichte ein, die zwei Welten, Kinder und Erwachsene, gleichermaßen berührt. So wird von der Ewigkeit der Kindheit einerseits und dem Wunsch der Kinder, erwachsen zu werden andererseits erzählt.

Regisseur Markus Rehberger hat das Spiel offen angelegt. Falsche Illusionswelten braucht es nicht. “Die Bilder dürfen im Kopf entstehen und werden nicht vorgefertigt zum schnellen Konsumieren”, freut sich die Pädagogin, die sich bei den “Schrägen Vögeln” an gut gemachtes absurdes Theater für Kinder erinnert fühlt.

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