Den politischen Diskurs an junge Menschen herantragen, das war das Ziel der Jungen Islamkonferenz, die am vergangenen Freitag und Samstag in Berlin veranstaltet wurde. 40 Jugendliche simulierten hier die am 29. März stattfindende Islam Konferenz. Dabei wurde ein Papier mit Empfehlungen erarbeitet, das dem Bundesinnenminister Thomas de Maizière übergeben werden soll. Die Deutsch Türkischen Nachrichten waren dabei.
Die Zusammenkunft sollte als “Plattform für den Austausch über die Rolle des Islam in Deutschland zwischen jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund” dienen. Entstanden ist das Vorhaben im Haus der Stiftung Mercator. Projektleiterin und Ideengeberin Esra Kücük will – mit wissenschaftlicher Begleitung der Berliner Humboldt-Universität – auf diesem Weg Alltagsdiskussionen in den politischen Diskurs bringen. Der Grund: “die Mehrzahl der muslimischen jungen Menschen, um die es eigentlich geht, (würden) an dieser politischen Diskussion überhaupt nicht teilnehmen”.
Dem dreiphasigen Planspiel wurde von einigen Teilnehmern zunächst aber auch Skepsis entgegengebracht. So meint etwa ein 22-jährige Frau: “Auch wenn du nicht willst, du musst dich jetzt mit diesem Thema beschäftigen, denn es kommt auf dich zu.” Immerhin habe sich ihr hier die Möglichkeit erschlossen, “auch einmal hinter die Fassaden der Deutschen Islam Konferenz zu schauen.” Letztlich sei sie also froh dabei gewesen zu sein. Die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth, die ebenfalls zugegen war, machte den Teilnehmern am Ende Mut, ihre Ideen konsequent umzusetzen. Das Wichtigste sei, so Süßmuth, dass die Ideen in die Gesellschaft getragen werden können. Dafür ist die Junge Islam Konferenz ein guter Weg.
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