In dieser Woche ist in Nordrhein-Westfalen mit der Einführung eines landesweiten islamischen Religionsunterrichts ein großer Durchbruch gelungen. Arif Ünal, Integrationspolitischer Sprecher der Grünen in Nordrhein-Westfalen, sieht darin ein wichtiges Signal für die Gleichstellung der Muslime. Im Interview mit den Deutsch Türkischen Nachrichten erläutert er unter anderem, wie der Fahrplan für die nächste Zeit aussehen wird.
Dass es nach gut zehnjähriger Gesprächszeit nun konkrete Ergebisse gäbe, die eine theologische Auseinandersetzung mit dem Islam ermögliche, begrüßt der Grünen-Politiker sehr. Jetzt, nachdem es zu einer Einigung auf Vertrauensbasis gekommen sei, könnten dahinter stehende Detailfragen in Ruhe bearbeitet und im kommenden Schuljahr dieser Religionsunterricht einfach eingeführt werden. Neben der verfassungsrechtlichen Komponente ist ihm vor allem ein Aspekt wichtig: Den “Menschen mit islamischem Glauben (wurde) dadurch signalisiert, dass sie ein Teil dieser Gesellschaft sind und dass der Islam wirklich angekommen ist, dass er auch in NRW zu Hause ist.”
Bis es zu einer landesweiten Einführung des islamischen Religionsunterrichts kommt, könne es aber noch eine Weile dauern. Ünal räumt ein, dass es bisher vor allem an ausgebildeten Islam-Pädagogen fehle. Insgesamt betrachtet er die jetzige Einigung nicht nur als Durchbruch, sondern als “historischen Moment”.
Lesen Sie hier das gesamte Interview.
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