Groß, größer, Facebook – Kaum ein Soziales Netzwerk hat in den letzten Jahren einen derartigen Hype hingelegt, wie die Erfindung des unscheinbar dreinblickenden, ehemaligen Studenten Mark Zuckerberg. Die 600 Millionen-Nutzer-Grenze ist mittlerweile gesprengt. Jeder ist dabei – kaum einer kann dem blau-weißen Design widerstehen. Oder doch? Die PR-Managerin Myrjam Ansorge hat sich im Netz für all jene User umgesehen, denen die Facebook-Dimensionen einfach viel zu groß und unübersichtlich geworden sind.
Auf den Seiten der Netzpiloten stellt die Wahl-Münchnerin und ausgewiesene “Viel-Surferin” vier, in den USA ansässige Alternativen, zum manchmal unliebsamen Stelldichein mit “Mutti und Co.” vor.
Mit dabei ist “Snabbo ” Baby-Boomer“. Hier “finden die in den 50ern und 60ern Geborenen Schulfreunde wieder, stellen alte Schwarz-Weiß-Fotos ein oder lassen die ein oder andere Teenie-Liebschaft wieder hochkochen.” Gut findet die Autorin zum Beispiel auch “Gaia Online ” Manga und Anime“. Das Ganze sei ihrer Meinung nach ein wunderbarer Mischmasch aus Gaming-Site, Community und virtueller Rollenspiel-Welt. Immerhin: “Für die freundliche und übersichtliche Gestaltung bekamen die Macher von Gaia Online den diesjährigen Mashable Award in der Kategorie ‘Best Website User Experience’.”
Urheberrechte und Individualität sind Trumpf
Mit “Diaspora ” Privatsphäre-Liebhaber” stellt Ansorge eine Plattform vor, an der sogar Zuckerberg selbst gefallen gefunden hat. Die Idee von sechs New Yorkern, ein Open Source-Projekt als Social Network-Alternative zu dem blauen Riesen aus dem Boden zu stampfen kommt an. Denn das ausgewiesene Ziel lautet hier: “dass alles privat sein soll und jedes Bild und jeder Post Eigentum des Urhebers bleibt”. Der Vierte im Bunde ist “Ning.com ” Selbstbastler”. Der besondere Vorteil: Auf dieser Plattform kann jeder ganz einfach sein eigenes Social Network aufziehen. “Kleiner Nachteil”, so Ansorge, es “Kostet je nach Funktionalität von um die zwei bis 19 US Dollar monatlich.”
Während sich auf der einen Seite User von Facebook abwenden und die Zuflucht in “privateren” Interneträumen suchen, machen andere aus ihrer euphorischen Grundhaltung gegenüber dem Sozialen Netzwerk keinen Hehl. So hat nun ein Ägypter seinem Sohn den Namen “Facebook” gegeben. Ein Scherz sei das allerdings nicht: “Mit dem außergewöhnlichen Namen wollte der Ägypter Jamal Ibrahim seine Freude über den glorreichen Sturz Mubaraks am 25. Januar zum Ausdruck bringen.”
Photo: basykes, via flickr
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Wieso schreibt den nie jemand was von Netlog!
Netlog ist doch auch extrem bekannt!