Von Leoprechting, TD-IHK: “Türkische Unternehmer sind flexibler”

Interkulturalität und Multilingualität werden in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Im Interview mit den Deutsch Türkischen Nachrichten spricht Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting, Präsident der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (TD-IHK), ausführlich über welche Qualifikationen türkische Unternehmer heutzutage verfügen und warum die Berufsausbilung junger Migranten von so entscheidender Bedeutung ist. Als Sprachrohr

seeb.jpgInterkulturalität und Multilingualität werden in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Im Interview mit den Deutsch Türkischen Nachrichten spricht Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting, Präsident der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (TD-IHK), ausführlich über welche Qualifikationen türkische Unternehmer heutzutage verfügen und warum die Berufsausbilung junger Migranten von so entscheidender Bedeutung ist.

Als Sprachrohr der bilateralen Wirtschaft versucht die TD-IHK in aller erster Linie deutsche und türkische Unternehmer an einen Tisch zu bringen, um so für die Entwicklung von fruchtbaren Wirtschaftsbeziehungen auf regionaler, bundesweiter und binationaler Ebene zu sorgen. “Für die Vermittlung von wirtschaftlichen Erfahrungen und Interessen müssen vorhandene Potenziale gebündelt werden”, ist von Leoprechting überzeugt. Und diese sind mannigfaltig vorhanden: rund 80.000 türkischstämmige Unternehmer mit etwa 400.000 Beschäftigten würden sich derzeit in Deutschland betätigen. Ihr Jahresumsatz beträgt mehr als 35 Milliarden Euro. Nicht ohne Grund bilden sie also einen “wichtigen Wirtschaftsfaktor für den Standort Deutschland”.

Darüber hinaus bringen sie wertvolle Fähigkeiten ein. “Türkische Unternehmer verfügen über besondere Qualifikationen wie Mehrsprachigkeit, internationale Kontakte, Flexibilität und die Kenntnis anderer Kulturen.” Von Leoprechting attestiert ihnen jedoch noch weitere Vorteile. Er erläutert: “aufgrund ihrer interkulturellen Prägung sind türkischstämmige Unternehmer in ihren Unternehmungen, die international ausgerichtet sind, flexibler”. Davon gilt es auch künftig zu profitieren. Deshalb müsse auch die mittelständische Wirtschaft in Deutschland stärker motiviert werden, mehr Migranten in Ausbildung zu übernehmen oder zu beschäftigen.

Lesen Sie hier das gesamte Interview.

Kommentare

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  1. Liebe Frau Oppelt,
    was anderes könnte man von dem Präsidenten der angesprochenen Standesvertretung denn erwarten, als eine positiv beschönigte Aussage über die eigene Klientel! Haben Sie selbst einschlägige Erfahrungen sammeln können? -
    Ich habe da andere Erfahrungen gesammelt, die ich in dem Moment veröffentlichen werde, in dem meine derzeitige Trennung von einem, inzwischen sehr negativ bewerteten, türkischstämmigen Unternehmen, abgeschlossen ist.
    Ich werde aber trotzdem nicht so verallgemeinern, wie leider in Ihrem Bericht, da auch ich weiß, dass es eine große Zahl seriöser türkischer Unternehmen gibt.

    Sie hätten auch einmal parallel zu Ihrer Recherche die Verbraucherverbände befragen sollen.

    Ob die deutschen Schwarzen Schafe nun von den Türken gelernt hatten, oder umgekehrt, wird sich aller Kenntnis entziehen; das Basargehabe ist allerdings keine deutsche Erfindung! Dass türkische Geschäftsleute gegenüber ihren Kunden gern ihr länderspezifisches Rechtssystem vertreten, ist wohl vielen Geschäftsleuten bekannt.-

    So einseitige Berichterstattung ist doch sonst nicht Ihre Art? Schließlich geht es hier doch um wirtschaftliche Belange und nicht um einen Kulturzyklus.