Jedes Pfund hilft

Der Verein Würzburger Partnerkaffee e.V. macht sich seit 13 Jahren für Tansanias Kleinbauern stark Milder Duft steigt aus der Tasse empor. Samtig und wohltuend breitet sich der frisch zubereitete Kaffee im Raum aus. Doch über die Herkunft und Herstellungsbedingungen eines der liebsten Getränke der Europäer machen sich hierzulande wohl die

hnde1.jpgDer Verein Würzburger Partnerkaffee e.V. macht sich seit 13 Jahren für Tansanias Kleinbauern stark

Milder Duft steigt aus der Tasse empor. Samtig und wohltuend breitet sich der frisch zubereitete Kaffee im Raum aus. Doch über die Herkunft und Herstellungsbedingungen eines der liebsten Getränke der Europäer machen sich hierzulande wohl die wenigsten Gedanken. Wie selbstverständlich landet er allmorgendlich auf unserem Frühstückstisch, begleitet uns durch den Büroalltag und ist auch am Abend gern gesehener Gast. Bis es soweit ist, hat der edle Arabica Kaffee bereits einen weiten Weg hinter sich. Im Berg- und Hochland Tansanias wächst er auf nährstoffreichen Vulkanboden heran.

“Fast 400.000 kleinbäuerliche Familien bauen auf ihren Feldern mit einer Durchschnittsgröße von einem halben Hektar rund um ihre Hütten über 90% des tansanischen Kaffees an”, informiert der heute zwölf Mitglieder starke Verein Würzburger Partnerkaffee e.V. über die Situation vor Ort. Im Vergleich mit anderen Kaffeeerzeugerländern sei der Hektarertrag von nur 150 bis 200 Kilogramm zudem sehr niedrig. Nichtsdestotrotz sei der Kaffee aber anerkanntermaßen von höchster Qualität. Und so hat er in einem der ärmsten Länder der Welt mittlerweile eine wirtschaftliche Schlüsselrolle inne. Fast jeder zehnte Einwohner lebt heute direkt oder indirekt vom Kaffee.

Engagiertes Interesse an der Verbesserung der Lebensbedingungen

Seit 1998 kümmert sich der Würzburger Verein darum, dass dieses hochwertige Erzeugnis in unseren Gefilden landet. Und das mit zunehmendem Erfolg. “Nachdem im letzten Jahr schon ein Umsatzplus erreicht wurde und das Geschäftsjahr 2009 mit 41,3 Tonnen verkauften Röstkaffees abgeschlossen werden konnte, wurde das Jahr 2010 mit einer erneuten Steigerung auf 43,7 Tonnen beendet”, freut sich Klaus Veeh, Geschäftsführer Würzburger Partnerkaffee e.V. Immerhin zeige diese Entwicklung, dass das Fair-Trade Produkt für die Konsumenten in zunehmendem Maße interessant würden.

Neben einem fairen Preis für die Produzenten im Partnergebiet Mbinga generiert der Verein auch einen Solidaritätsbeitrags von 0,38 Euro für jedes Pfund verkauften Kaffee. “Insgesamt konnten wir so im Jahr 2010 53.400 Euro für sieben Projekte vergeben”, so Veeh weiter. Darunter zum Beispiel ein Beitrag für die Schulbildung von Straßenkindern in Mwanza oder eine Spende für das Nationale Lepra- und Tuberkulosekontrollprogramm. Auch weiterhin will sich der Verein für die Menschen in Tansania stark machen und sich durch “engagiertes Interesse an der Verbesserung der Lebensbedingungen” beteiligen. In den vergangenen 13 Jahren hat der Verein mehr als 220 Tonnen des fairgehandelten Produktes verkauft. Doch die Masse soll nicht täuschen: Denn jedes Pfund Kaffee hilft, das Leben der Kleinbauern in Tanzania zu erleichtern und zu verbessern.

Ähnlich gestaltet sich die Lage in Peru:

Photo: Lenny Schuchaert, via pixelio.de

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